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Rachelshausen

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Rachelshausen
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(153)&title=Rachelshausen 50° 47′ N, 8° 32′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(153) 50° 47′ 17″ N, 8° 31′ 46″ O
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Höhe: 413 (400–428) m ü. NHN
Fläche: 3,01 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 153 (31. Dez. 2024)<ref>Einwohnerzahlen In: Webauftritt der Stadt Gladenbach, abgerufen im März 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35075
Vorwahl: 06462
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Rachelshausen (mundartlich Rachelshause) ist ein Dorf im Hessischen Hinterland und als solches der höchstgelegene Ortsteil der Stadtgemeinde Gladenbach im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Geographie

Geographische Lage

Der Ort liegt nordwestlich von Gladenbach im Gladenbacher Bergland und damit im Naturpark Lahn-Dill-Bergland direkt am 552 m hohen Daubhaus. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3288.

Geologie

Rachelshäuser Diabas

Ultrabasischer Typ des unterkarbonischen Magmatismus. Nicht durch Übergange mit den basischen Diabasen und Olivindiabasen verbunden. Intrustiv in devonischen Gesteinen vorhanden.

Datei:Geologische Karte Dillmulde.png
Geologische Karte der Dillmulde, Hörre-Zone, Lahnmulde und angrenzende Gebiete

Charakteristische schwarzbraune, unregelmäßig genarbte Verwitterungsrinde (Farbe des frisch ausgegrabenen Gesteins: schwarzgrün). Die „Flammung“ oder Zeichnung wird durch Anreicherung von Plagioklasen (Kafka, Kalifeldspäten) bewirkt, die in diesen Partien bis zu 54 % betragen kann.

Mineralogische Zusammensetzung:

49 % Olivin (der zum großen Teil in Serpentin umgewandelt ist)
36 % Augit (der zum großen Teil in Chlorid umgewandelt ist)
10 % Plagioklas (Kalkalkalifeldspat) mit hohem Calcium-Anteil (Anorhit-Komponente 88 %)
5 % Picotit (Eisenchromspinell), Apatit, Granat, Kupferkies, Pentlandit (Nickel-Erz)
Alter des Diabas: ca. 400 bis 450 Millionen Jahre

Entstehung des Rachelshäuser Diabas

Diabase entstanden im Lahn-Dill-Bergland im Devon und Unterkarbon. Sie drangen in die Schwächezonen der Erdrinde ein, die beim Beginn der Faltung des Rheinischen Schiefergebirges entstanden. Heute treten sie als Ganggestein auf, teilweise auch als Deck-Diabase, die bis zur Erdoberfläche vordrangen und sich dann als Deckenergüsse ausbreiteten. Teilweise traten die Diabase auch am Meeresgrund aus. Dadurch erstarrten sie als sogenannte Kissenlava in runden sack- oder kissenförmigen Formen. Die äußere Kruste dieser „Kissen“ erstarrte durch die Reaktion mit Meerwasser zu einem „Gals“, das wesentlich schneller verwitterte als der eigentliche Diabas. Dadurch finden sich in den höheren Partien des Diabasaufschlusses große, runde Blöcke mit unregelmäßiger narbiger Oberfläche, die von der Steinindustrie meist als Findlinge bezeichnet werden und als „Schmucksteine“ bei der Garten- und Landschaftsgestaltung Verwendung fanden.

Im frischen Bruch sind Diabase und verwandte Gesteine grün-schwarz, deswegen werden sie auch als Grünsteine (Hinterländer Grünstein) bezeichnet. Sie verwittern braun-rot.

Hämatit

In Spalten des Diabas findet sich ein hochwertiges Eisenerzvorkommen (Hämatit) mit bis zu 70 % Eisengehalt, was ehemals für die Waffenherstellung von Bedeutung gewesen sein dürfte.

Geschichte

Datei:Kapelle Rachelshausen (33).JPG
Evangelische Kapelle Rachelshausen von 1627

Historische Namensformen

In erhaltenen Urkunden wurde Rachelshausen unter den folgenden Ortsnamen erwähnt (jeweils mit dem Jahr der Erwähnung):<ref name="lagis" />

  • 1336: Racheboldishusin
  • 1344: Rachwaldishausen
  • um 1400: Racholtzhusen
  • 1502: Racheltzhusen
  • ab 1546: Rachelshausen

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Rachelshausen erfolgte unter dem Namen Racheboldishusin im Jahr 1336.<ref name="lagis" /> Im Jahr 1354 verkauft Ruprecht von Rachelshausen sein Gut zu Hülshof dem Kloster Altenberg bei Wetzlar.

Die Evangelische Kapelle Rachelshausen wurde wahrscheinlich 1626/1627 errichtet.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Rachelshausen:

„Rachelshausen (L. Bez. Gladenbach) evangel. Filialdorf; liegt auf einer Anhöhe, 1 St. von Gladenbach, hat 12 Häuser und 95 Einwohner, die außer 1 Katholiken evangelisch sind. Die Einwohner sind wohlhabend, und Viehzucht und die Waldungen geben ihnen einen guten Erwerb. Die sehr ergiebige Eisengruben, die auf Rechnung des Staatsbetrieben werden, liefern einen nicht sehr reichhaltigen Eisenstein, der in der Ludwigshütte bei Biedenkopf geschmolzen wird. In der Nähe liegt der Rachelshäuser Kopf, der 2112 Hess. (1625 Par.) Fuß über der Meeresfläche erhaben ist.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. Juli 1974 erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz der Zusammenschluss der Stadt Gladenbach mit den Gemeinden Bellnhausen, Diedenshausen, Erdhausen, Friebertshausen, Frohnhausen b. Gladenbach, Kehlnbach, Mornshausen a. S., Rachelshausen, Römershausen, Rüchenbach, Sinkershausen, Weidenhausen und Weitershausen zu heutigen Stadt Gladenbach.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 21 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,0 MB]).</ref><ref></ref> Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden und die Kernstadt Gladenbach wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 172 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Gladenbach, abgerufen im Juli 2021.</ref>

Ringwallanlage

Auf dem Daubhaus, im Norden des Ortes, befindet sich die Ringwallanlage Daubhaus.

Leipzig-Kölner-Fernhandelsstraße

Datei:Rachelshausen - Steinbruch-Endeschnabel (022).png
Blick von der „Hohen Straße“ direkt oberhalb des Steinbruchs in Richtung mittleres Salzbödetal, im Hintergrund der Dünsberg

Durch Rachelshausen verlief die Trasse der einst sehr bedeutenden hochmittelalterlichen Fernhandelsstraße, der Leipzig-Kölner-Straße, auch Hohe Straße oder Brabanter Straße genannt, weil sie bis nach Antwerpen im Herzogtum Brabant führte. Bereits 1255 wurde sie als strada publica (öffentliche Straße) genannt. Sie führte von Marburg auf der Allna-Salzböde-Wasserscheide über Rachelshausen zum Kreuzungspunkt der alten Fernstraßen bei der Angelburg (Berg) und zog dort weiter in Richtung Siegen. Rachelshausen war Rastplatz vor dem steilen Anstieg zur Bottenhorner Hochfläche. Dort gab es Frischwasser aus einer Quelle und zusätzliche Zugtiere für den Vorspann. Nordwestlich von Rachelshausen, oberhalb des Steinbruchs, querte die Handelsstraße den nördlichen älteren Teilstrang der Mittelhessische Landheege, die Innenheege. Dort befand sich ehemals eine mit Wällen (noch sichtbar) und Schlagbaum gesicherte Kontroll- und Zollstelle.

Steinbruch Rachelshausen

Datei:Rachelshausen 02 08 065.jpg
Der große 1996 stillgelegte Diabas-Steinbruch „Kuhwald“ Rachelshausen

Ab ca. 1880 wurde in den nahegelegenen Steinbrüchen<ref>Robert Müller: „Rachelshausen und sein Steinbruch“, Das Vorkommen von Diabas macht den Ort in ganz Deutschland bekannt, Hinterländer Geschichtsblätter, Nr. 4, Dezember 2009, S. 93, 94, 95; Geschichtsbeilage des Hinterländer Anzeigers, Biedenkopf</ref> bis 1995 Diabas gebrochen und verarbeitet<ref>Stefan Debus: Der Steinbruch Kuhwald Rachelshausen, Hrsg. Festausschuß 675 Jahre Rachelshausen, Bad Endbach, Oktober 2017, 301 S., zahlreiche Fotos</ref>. Seit Anfang des 17. Jahrhunderts suchte und förderte man Roteisenstein in der Gemarkung. In Spalten des Diabas findet sich auch Hämatit in geringen Mengen.<ref>Robert Müller: „Bergbau in Rachelshausen“, Die Gruben Wiederhoffnung und Ritschtal, Hinterländer Geschichtsblätter, Nr. 4, Dezember 2008, S. 57, 58, 59; Geschichtsbeilage des Hinterländer Anzeigers, Biedenkopf</ref>

Diabas<ref>Robert Müller: Diabasvorkommen Rachelshausen, unveröffentlichte persönliche Mitteilung</ref> ist ein Gestein vulkanischen Ursprungs, das im Rheinischen Schiefergebirge weit verbreitet auftritt. In seiner chemischen Zusammensetzung ähnelt es dem Basalt, der im Vogelsberg und im Westerwald vorkommt. Allerdings ist Diabas wegen seines Alters, seiner besonderen Entstehung und seiner Mineralzusammensetzung doch viel anders.

Der Steinbruch ist heute als Naturdenkmal ein Geschützter Landschaftsbestandteil.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Überregional bedeutsame Lebensräume im Rachelshäuser Steinbruch – Landkreis finanziert Entbuschungs-Maßnahmen (Memento vom 7. November 2017 im Internet Archive) Pressemeldung 76/2005 vom 8. März 2005 auf marburg-biedenkopf.de</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Rachelshausen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Die Zugehörigkeit des Amtes Blankenstein anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567–1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604–1638. und Hessen-Darmstadt 1567–1866. </ref>

Gerichte seit 1821

Die Rechtsprechung gibt 1821 im Rahmen der Trennung von Justiz und Verwaltung auf die neu geschaffenen Landgerichte über. „Landgericht Gladenbach“ war daher von 1821 bis zur Abtretung an Preußen 1866 die Bezeichnung für das erstinstanzliche Gericht in Gladenbach. Für die Provinz Oberhessen wurde das Hofgericht Gießen als Gericht der zweiten Instanz eingerichtet. Übergeordnet war das Oberappellationsgericht Darmstadt.

Nach der Abtretung des Kreises Biedenkopf an Preußen infolge des Friedensvertrags vom 3. September 1866 zwischen dem Großherzogtum Hessen und dem Königreich Preußen wurde der Landgerichtsbezirk Gladenbach preußisch.<ref>Art. 14 des Friedensvertrages zwischen dem Großherzogthum Hessen und dem Königreiche Preußen vom 3. September 1866 (Hess. Reg.Bl. S. 406–407http://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10510194~SZ%3D412~doppelseitig%3D~LT%3DHess.%20Reg.Bl.%20S.%20406%E2%80%93407~PUR%3D)</ref> Im Juni 1867 erging eine königliche Verordnung, die die Gerichtsverfassung im vormaligen Herzogtum Nassau und den vormals zum Großherzogtum Hessen gehörenden Gebietsteilen neu ordnete. Die bisherigen Gerichtsbehörden sollten aufgehoben und durch Amtsgerichte in erster, Kreisgerichte in zweiter und ein Appellationsgericht in dritter Instanz ersetzt werden.<ref>Verordnung über die Gerichtsverfassung in dem vormaligen Herzogthum Nassau und den vormals Großherzoglich Hessischen Gebietstheilen mit Ausschluß des Oberamtsbezirks Meisenheim vom 26. Juni 1867. (PrGS 1867, S. 1094–1103)</ref> Im Zuge dessen erfolgte am 1. September 1867 die Umbenennung des bisherigen Landgerichts in Amtsgericht Gladenbach. Die Gerichte der übergeordneten Instanzen waren das Kreisgericht Dillenburg und das Appellationsgericht Wiesbaden.<ref>Verfügung vom 7. August 1867, betreffend die Einrichtung der nach der Allerhöchsten Verordnung vom 26. Juni d. J. in dem vormaligen Herzogthum Nassau und den vormals Großherzoglich Hessischen Gebietstheilen, mit Ausschluß des Oberamtsbezirks Meisenheim, zu bildenden Gerichte (Pr. JMBl. S. 218–220http://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10509837~SZ%3D234~doppelseitig%3D~LT%3DPr.%20JMBl.%20S.%20218%E2%80%93220~PUR%3D)</ref>

Vom 1. Oktober 1944<ref>Erlaß zur Änderung von Oberlandesgerichtsbezirken vom 20. Juli 1944 (RGBl. I S. 163)</ref> bis 1. Januar 1949<ref>Betrifft: Gerichtsorganisation (Änderung von Landgerichtsbezirken) vom 14. Dezember 1948. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1948 Nr. 52, S. 563, Punkt 728 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,4 MB]).</ref> gehörte das Amtsgericht Gladenbach zum Landgerichtsbezirk Limburg, danach aber wieder zum Landgerichtsbezirk Marburg. Am 1. Juli 1968 erfolgte die Aufhebung des Amtsgerichts Gladenbach<ref>Zweites Gesetz zur Änderung des Gerichtsorganisationsgesetzes (Ändert GVBl. II 210–16) vom 12. Februar 1968. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1968 Nr. 4, S. 41–44, Artikel 1, Abs. 6 b) und Artikel 2, Abs. 8 a) (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 298 kB]).</ref>, welches fortan nur noch als Zweigstelle des Amtsgerichts Biedenkopf fungierte.<ref>Betrifft: Gerichtsorganisation (Errichtung von Zweigstellen der Amtsgerichte) vom 1. Juli 1964. In: Der Hessische Minister Justiz (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1968 Nr. 28, S. 1037, Punkt 777: § 1 Abs. 5 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 2,8 MB]).</ref> Am 1. November 2003 wurde diese Zweigstelle schließlich aufgelöst.<ref>Dritte Verordnung zur Anpassung gerichtsorganisatorischer Regelungen (Ändert GVBl. II 210–33; GVBl. II 210–86) vom 10. Oktober 2003. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 2003 Nr. 16, S. 291, Artikel 1, Abs. 3) (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 531 kB]). bezieht sich auf Anordnung über die Errichtung und Zuständigkeit von gerichtliche Zweigstellen (Ändert GVBl. II 210-33) vom 24. Mai 1974. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 18, S. 539 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,6 MB]).</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Rachelshausen 138 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 18 Einwohner unter 18 Jahren, 57 zwischen 18 und 49, 39 zwischen 50 und 64 und 24 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 60 Haushalten. Davon waren 18 Singlehaushalte, 18 Paare ohne Kinder und 21 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 12 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 42 Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1502: 5 Männer
• 1577: 9 Hausgesesse
• 1630: 8 Hausgesesse (6 zweispännige, 1 einspännige Ackerleute, 1 Kuhhirt)
• 1742: 16 Haushalte
• 1791: 66 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 66 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1806: 67 Einwohner, 10 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 95 Einwohner, 12 Häuser<ref name="GW" />
Rachelshausen: Einwohnerzahlen von 1830 bis 2020
Jahr  Einwohner
1830
  
95
1834
  
76
1840
  
88
1846
  
92
1852
  
89
1858
  
105
1864
  
104
1871
  
98
1875
  
96
1885
  
77
1895
  
93
1905
  
100
1910
  
111
1925
  
100
1939
  
101
1946
  
163
1950
  
165
1956
  
169
1961
  
173
1967
  
183
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
160
2006
  
163
2011
  
138
2015
  
144
2020
  
152
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS:<ref name="lagis" />; Ab 2000 Stadt Gladenbach (webarchiv)<ref name=EinwZ />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1829: 094 evangelische, ein römisch-katholischer Einwohner<ref name="GW" />
• 1885: 077 evangelische (= 100 %) Einwohner
• 1961: 140 evangelische (= 80,92 %), 33 römisch-katholische (= 19,08 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

• 1867: Erwerbspersonen: 76 Landwirtschaft, 5 Bergbau und Hüttenwesen, 3 Verkehr.<ref name="lagis" />
• 1961: Erwerbspersonen: 27 Land- und Forstwirtschaft, 34 produzierendes Gewerbe, 9 Handel und Verkehr, 5 Dienstleistungen und sonstiges.<ref name="lagis" />

Wappen

Wappen von Rachelshausen
Wappen von Rachelshausen
Blasonierung: „In Weiß ein geschwungenes rotes Fachwerkschräg, dessen vier Zwickel mit je vier Herzfiguren besetzt sind.“<ref name="Wappen">Genehmigung eines Wappens und einer Flagge der Gemeinde Rachelshausen, Landkreis Biedenkopf vom 12. September 1962. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1962 Nr. 39, S. 1306, Punkt 1070 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 5,2 MB]).</ref>

Das Wappen wurde am 19. Januar 1962 durch den Hessischen Minister des Innern genehmigt.

Literatur

  • 650 Jahre Rachelshausen, "Amt Blankenstein", Sonderausgabe der Zeitschrift des Heimatvereins und Heimatmuseums Amt Blankenstein e. V., Gladenbach 1986
  • Rachelshausen im 20. Jahrhundert, Menschen, Häuser, Traditionen, Hrsg. Stefan Debus, Robert Müller, L&W Druck, Bad Endbach 2011
  • Die Bau- und Erhaltungsgeschichte der Fachwerkkapelle von Rachelshausen, Gerald Bamberger, Matthias Kornitzky und Thomas Urban, Ev. Rentamt, Biedenkopf 1998
  • Chronik der Schule zu Rachelshausen, Stefan Debus, L&W Druck, Bad Endbach 2013
  • Der Steinbruch Kuhwald Rachelshausen, Stefan Debus, L&W Druck, Bad Endbach 2017
  • Straßenbau Rachelshausen 1951–1956, Zeitschrift des Heimat- und Museumsvereins "Amt Blankenstein" e. V., Stefan Debus, Stefan Runzheimer, Franz Brandl und Robert Müller, Gladenbach 2018
  • Vorlage:HessBib
  • Vorlage:HessBib
  • Suche nach Rachelshausen. In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek

Weblinks

Commons: Rachelshausen (Gladenbach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Rachelshausen, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 188 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 201 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 244 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name=EinwZ> Einwohnerzahlen aus Webarchiv: 2004, 2006, 2010–2012, ab 2014 </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 28 und 68, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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