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Nasalanz

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Nasalanz bezeichnet die relative nasale Schallenergie, die mittels der Nasometrie ermittelt wird, indem das nasale Schallsignal in Bezug zum oralen Schall gesetzt wird.

Formel

Nasalanz = (nasal / (oral + nasal)) ∗ 100

Relevanz

Einige Studien haben nachgewiesen, dass die Nasalanzwerte mit der wahrgenommenen nasalen Qualität der Sprache korrelieren.<ref name="pmid">R. M. Dalston, D. W. Warren, E. T. Dalston: The identification of nasal obstruction through clinical judgments of hyponasality and nasometric assessment of speech acoustics. In: Am J Orthod Dentofacial Orthop. Band 100, Nr. 1, Juli 1991, S. 59–65, PMID 2069149.</ref> Damit kann der Nasalanzwert den Anteil des nasalen Schalls im Gesamtschallsignal beschreiben und eine Aussage zu Therapiefortschritten (beispielsweise bei Lippen-Kiefer-Gaumensegel-Spalt-Patienten) machen. In einigen Regionen Deutschlands sind Normwerte für die Nasalanz bestimmt worden.<ref>W. Reuter u. a.: Objektive Nasalitätsmessung - Bestimmung der Normalschwelle. In: M. Gross (Hrsg.): Aktuelle phoniatrisch-pädaudiologische Aspekte. 1997/98. Band 5, Median, Heidelberg 1998.</ref>

Literatur

  • Ramona Benkenstein: Vergleich objektiver Verfahren zur Untersuchung der Nasalität im Deutschen. (= Hallesche Schriften zur Sprechwissenschaft und Phonetik. 19). Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-631-56176-8.
  • Kristin Müller: Vergleichsstudie zur diagnostischen Wertigkeit der Nasometrie für Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumen-Segelspalten und Gesunde. Dissertation. Universität Jena, Jena 2004.
  • Tim Bressmann, R. Sader, S. N. Awan, R. Busch, S. J. Brockmeier, H.-F. Zeilenhofer, H.-H. Horch: Nasalanzmessung mit dem Nasal View bei der Therapiekontrolle von Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten In: Sprache–Stimme–Gehör. 2(22), 1998, S. 98–106.

Einzelnachweise

<references />