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Agave cantala

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Agave cantala
Datei:COLLECTIE TROPENMUSEUM Een vrouw bundelt de geoogste bladeren van de cantala agave op onderneming Mento Toelakan in Solo Java TMnr 10011435.jpg

Agave cantala

Systematik
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Agavengewächse (Agavoideae)
Gattung: Agaven (Agave)
Untergattung: Agave
Art: Agave cantala
Wissenschaftlicher Name
Agave cantala
(Haw.) Roxb. ex Salm-Dyck

Agave cantala ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Agaven (Agave). Das Epitheton der Art leitet sich möglicherweise von einem asiatischen Trivialnamen für die Pflanzen ab.<ref>Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Birkhäuser 2004, ISBN 3-540-00489-0, S. 40</ref>

Beschreibung

Agave cantala wächst mit 30 bis 60 Zentimeter hohen Stämmen und bildet lockere, hohe und schlanke Rosetten von 2 bis 2,5 Metern Durchmesser die Ausläufer bilden. Die dünnen, oft zurückgebogenen Laubblätter sind linealisch. Sie sind zur Basis hin rundlich gekielt und zur Blattspitze hin lang zugespitzt. Die hell- oder dunkelgrünen Blätter sind 150 bis 200 Zentimeter lang und 7 bis 9 Zentimeter breit. Sie sind auf der Unterseite der Blattspreite rau, auf der Oberseite hingegen glatt. Der Blattrand ist gerade. An ihm befinden sich in einem Abstand von meist 2 bis 3 Zentimetern braune, vorwärts gebogene Randzähne, die zur Spitze hin weniger werden oder ganz fehlen und von denen die größeren 3 bis 4 Millimeter lang sind. Der Enddorn ist nur 0,5 bis 1,5 Zentimeter lang.

Der 6 bis 8 Meter hohe rispige Blütenstand hat einen schlanken Schaft. Seine etwa 20 lockeren Teilblütenstände befinden sich in der oberen Hälfte des Blütenstandes und tragen manchmal Bulbillen. Die schlanken Einzelblüten sind 70 bis 85 Millimeter lang. Ihre Tepalen sind grünlich, purpurfarben oder rötlich überhaucht. Sie besitzen fast gleiche Zipfel von 25 bis 28 Millimeter Länge. Die Blütenröhre ist 14 bis 17 Millimeter lang. Es sind sechs lange, ausladende Staubblätter vorhanden. Der Fruchtknoten ist unterständig.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 90.<ref>H. Brücher: Tropische Nutzpflanzen. Springer, 1977, 2014, ISBN 978-3-662-13238-8 (Reprint), S. 218.</ref>

Systematik und Verbreitung

Agave cantala ist nicht aus der Natur bekannt. Sie soll aus Mexiko stammen, von wo sie nach Südostasien transportiert worden sein soll.<ref>NIIR Board of Consultants & Engineers: Natural Fibers Handbook with Cultivation & Uses. ISBN 81-86623-98-1, NIIR, 2005, S. 314.</ref>

Die Erstbeschreibung als Furcraea cantala durch Adrian Hardy Haworth wurde 1819 veröffentlicht.<ref>A. H. Haworth: Supplementum plantarum succulentarum. J. Harding, London 1819, S. 42 (online).</ref> Er verwies darin auf den Namen Agave cantala der 1814 von William Roxburgh verwendet wurde.<ref>William Roxburgh: Hortus Bengalensis, or a Catalogue of the Plants Growing in the Hounourable East India Company's Botanical Garden at Calcutta. 1814, S. 25 (online).</ref> Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck stellte die Art 1822 in die Gattung Agave.<ref>Index plantarum succulentarum in horto Dyckensi cultae. Anno 182[2]. Aachen 1822, S. 1 (online).</ref>

Es werden folgende Varietäten unterschieden:<ref> Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Einkeimblättrige Pflanzen (Monocotyledonen). Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3662-7, S. 19–20.</ref>

  • Agave cantala var. cantala
  • Agave cantala var. acuispina <templatestyles src="Person/styles.css" />(Trel.) Gentry

Nutzung

Agave cantala wird weltweit, vor allem jedoch in Südostasien kultiviert. Aus den Blättern werden Maguey- oder Cantalafasern gewonnen, diese sind sehr ähnlich wie Sisalfasern.

Nachweise

Literatur

  • Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Einkeimblättrige Pflanzen (Monocotyledonen). Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3662-7, S. 19–20.

Einzelnachweise

<references />