Zum Inhalt springen

Nassenheide

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. Juli 2025 um 18:13 Uhr durch ~2025-15533-5 (Diskussion) (Einwohnerentwicklung: Anpassung Jahreszahl an Tabelle).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Nassenheide
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1838)&title=Nassenheide 52° 49′ N, 13° 13′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1838) 52° 48′ 52″ N, 13° 12′ 57″ O
 {{#coordinates:52,814444444444|13,215833333333|primary
dim=10000 globe= name=Nassenheide region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 37 m ü. NHN
Einwohner: 1838 (31. Dez. 2020)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 16775
Vorwahl: 033051
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Nassenheide ist der einwohnerstärkste Ortsteil der Gemeinde Löwenberger Land im Norden des Landes Brandenburg.

Geographie

Datei:Nassenheide 1840 Urmesstischblatt.jpg
Nassenheide auf einem Messtischblatt der Preußischen Uraufnahme von 1840

Nassenheide liegt im Naturraum der Zehdenick-Spandauer Havelniederung. Der Ortsteil wird von der Bundesstraße 96 durchquert und schließt die Wohnplätze Birkhorst, Birkhorstsiedlung, Mühlensiedlung, Altes Dorf und Waldsiedlung ein.<ref name="dienstleistungsportal" /> Nassenheide grenzt im Norden an den Ortsteil Grüneberg, im Osten an die Stadt Liebenwalde, im Süden an die Stadt Oranienburg sowie im Westen an die Ortsteile Teschendorf und Neuendorf.<ref name="karten" />

Geschichte

Datei:ALB - Goldarmband Nassenheide.jpg
Goldarmbandfund von Nassenheide

Nassenheide wurde 1350 als Nateheide erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr der Ersterwähnung gehörte es zum Schloss Bötzow. Allerdings ist fraglich, ob Nassenheide 1350 noch bewohnt war. Spätestens 1418 war es wüst gefallen. 1428 wurde Nassenheide durch den Markgrafen von Brandenburg dem Zisterzienserinnenkloster Zehdenick übereignet. 1437 wollte das Kloster Zehdenick Nassenheide wieder besiedeln. Spätestens 1541 war es ein Kirchdorf. Nach der Säkularisation des Klosters Zehdenick gehörte Nassenheide zu den landesherrlichen Ämtern Zehdenick (bis 1652), Oranienburg (bis 1745), Zehlendorf (bis 1763), Friedrichsthal (bis 1819) und Oranienburg (bis 1872). 1701 gab es in Nassenheide ein Lehnschulzengut und einen Krug. 1816/18 kam Nassenheide vom Niederbarnimischen Kreis der Mark Brandenburg zum neuen Kreis Niederbarnim der Provinz Brandenburg. 1840 hatte es die Siedlungsform eines Kreuzangerdorfs mit einer Windmühle.

Um 1879 erhielt Nassenheide einen Bahnhof an der Berliner Nordbahn.

Im Jahr 1900 bildete Nassenheide eine Landgemeinde mit 874 ha Fläche. Zum Gemeindebezirk gehörte der Wohnplatz Gut Birkhorst. Daneben bestand das Forsthaus Nassenheide im Gutsbezirk Forst Neuholland (später in Forst Sachsenhausen umbenannt). 1929 wurden Teile des Gutsbezirks einschließlich des Forsthauses Nassenheide in den Gemeindebezirk eingegliedert. 1946 wurden im Rahmen der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone 136 ha Bodenfläche aufgeteilt. Die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft wurde 1953 gegründet, eine weitere folgte. 1973 gab es in Nassenheide die Produktionsgenossenschaft des Handwerks Baugemeinschaft Nord und einen Betriebsteil Schweinemast des Volkseigenen Gutes Fleisch- und Frischeierproduktion Falkensee.<ref name="enders" />

Seit der Verwaltungsreform von 1952 gehörte Nassenheide zum Kreis Oranienburg des Bezirks Potsdam. Von 1992 bis 2003 wurde die Gemeinde Nassenheide durch das Amt Oranienburg-Land verwaltet und ist seit 1993 Teil des Landkreises Oberhavel. Am 26. Oktober 2003<ref name="gemeindeverzeichnis" /> wurde Nassenheide in die Gemeinde Löwenberger Land eingemeindet und bildet seitdem einen Ortsteil.<ref name="dienstleistungsportal" />

Einwohnerentwicklung

Die folgende Tabelle zeigt die Einwohnerentwicklung von Nassenheide zwischen 1875 und 2019 im Gebietsstand des jeweiligen Stichtages:<ref name="gemeindeverzeichnis" />

Stichtag Einwohner Bemerkungen
Vorlage:DatumZelle 0449 Volkszählung
Vorlage:DatumZelle 0516 Volkszählung
Vorlage:DatumZelle 0619 Volkszählung
Vorlage:DatumZelle 0787 Volkszählung
Vorlage:DatumZelle 0903 Volkszählung
Vorlage:DatumZelle 1065 Volkszählung
Vorlage:DatumZelle 1328 Volkszählung
Vorlage:DatumZelle 1374 Volkszählung
Vorlage:DatumZelle 1325 Volkszählung
Vorlage:DatumZelle 1294 Volkszählung
Vorlage:DatumZelle 1170 Volkszählung
Vorlage:DatumZelle 1116 Tag der Deutschen Einheit
Vorlage:DatumZelle 1435 letzter Stichtag vor Eingemeindung
Vorlage:DatumZelle 1651 Volkszählung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die 1541 bereits in Dokumenten erwähnte Kirche in Nassenheide wurde 1589 durch einen Neubau ersetzt. Die heutige Kirche stammt von 1749 und wurde 1776 um einen Kirchturm ergänzt.<ref name="enders" /> Sie steht unter Denkmalschutz.

Weblinks

Commons: Nassenheide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="dienstleistungsportal">Gemeinde Löwenberger Land. In: service.brandenburg.de. Das Dienstleistungsportal der Landesverwaltung. Landesregierung Brandenburg, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juli 2015; abgerufen am 19. Juli 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/service.brandenburg.de</ref> <ref name="enders"> Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil VI. Barnim. Klaus D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-83-9, S. 390 f. </ref> <ref name="gemeindeverzeichnis"> Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel (= Beitrag zur Statistik. Band 19.7). Potsdam 2006 (statistik-berlin-brandenburg.de [PDF; 300 kB]). </ref> <ref name="karten"> Brandenburg-Viewer. Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, abgerufen am 19. Juli 2015. </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein