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Roben (Gera)

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Roben
Stadt Gera
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(235)&title=Roben 50° 57′ N, 12° 3′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(235) 50° 56′ 33″ N, 12° 3′ 16″ O
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Höhe: 308 m ü. NN
Einwohner: 235 (1. Jan. 2009)<ref>Stadtarchiv Gera</ref>
Eingemeindung: 1. April 1994
Postleitzahl: 07554
Vorwahl: 036605
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Roben bildet zusammen mit Rusitz und Steinbrücken den 11,82 km² großen Ortsteil Roben der Stadt Gera in Thüringen mit insgesamt 688 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024).<ref>Stadtteil Roben. In: Webauftritt. Stadt Gera, abgerufen im November 2025.</ref>

Geografie

Roben liegt auf einer Hochebene im Nordwesten der Stadt Gera an der Grenze zu Bad Köstritz im Landkreis Greiz.

Datei:Gera Roben 2010 Kriegerdenkmal 3.jpg
Dorfplatz mit Kriegerdenkmal
Datei:Roben, Wappen an der Kirche.JPG
Altes Ritterwappen an der Robener Kirche.

Geschichte

Der Ort ist sorbischer Gründung. Dem Namen liegt wohl rob ‚Knecht‘ zugrunde (vgl. Rubitz); er bezeichnete also als *Robno eine „Siedlung von Hörigen“.<ref>Heinz Rosenkranz: Ortsnamen des Bezirkes Gera, Greiz 1982, S. 71.</ref>

Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung stammt von 1146 in einer Verbriefung des Sigibert von Robin, wohl Ritter auf der vormals im Ort bestehenden Burg, deren Überreste in Form von Wallanlagen noch heute neben dem Kirchengrund vorzufinden sind. Die Edlen von Roben sind für die Jahre 1146 bis 1196 und 1371 urkundlich belegbar.

Im 16. Jahrhundert sind die Robener Ländereien teilweise für die Familie von Eichigkt in Langenberg und von Schauroth auf Steinbrücken verbrieft. Letztere erwirbt es 1609 vollständig. Das Vorwerk zu Roben wird 1690 zerschlagen, der Ort untersteht in der Folgezeit lehnsrechtlich Steinbrücken.

Mit Beginn der Reformation wird Roben Pfarr- und Schulort für die benachbarten Dörfer Rusitz und Steinbrücken.

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Rusitz und Steinbrücken eingegliedert. Im Jahr 1994 wurde Roben nach Gera eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten

St. Martin: ein eigener Förderverein ist in Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde Roben, der evangelisch-lutherischen Pfarrei Großaga-Roben, dem Kreiskirchenamt Gera und der Stadtverwaltung Gera bemüht, dringendst notwendige Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen anzubahnen.

Politik

Roben ist seit dem 1. April 1994 zur Stadt Gera eingemeindet. Seitdem bildet Roben zusammen mit Rusitz und Steinbrücken den Ortsteil Roben der Stadt Gera mit eigener Ortschaftsverfassung und Ortsteilrat (bis II/2009 Ortschaftsrat). Ortsteilbürgermeisterin ist seit 1994 Karin Conradi (CDU).

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr 1827 1939 1864 2009
Einwohner<ref>Stadtarchiv Gera</ref> 159 326 280 235

Verkehr

Der ÖPNV wird durch die RVG Regionalverkehr Gera/Land gesichert. Dabei ist der Ort mit der stündlich bedienten Ringlinie 229 an Gera angebunden.

Nächstgelegener Bahnhof ist Gera-Langenberg.

Kultur

Den Mittelpunkt des dörflichen Lebens bilden der Feuerwehrverein, der auch das jährliche Maibaumsetzen sowie ein Straßenfest zum 3. Oktober ausrichtet. Ferner gibt es den Förderverein zur Erhaltung örtlicher historischer Denkmäler sowie das VW-Team Roben.

Bildung

Die nächstgelegene Kindereinrichtung ist die

  • Kindertagesstätte „Schlumpfhausen“ in Steinbrücken

Zuständige Grundschule ist die

  • Staatliche Grundschule Gera-Langenberg

Nächstgelegene Regelschule ist die

  • Staatliche Regelschule 12 in Bieblach-Ost.

Persönlichkeiten

  • Karl August Schmalz (1803–1875), deutscher Guts- und Brandweinfabrikbesitzer und Politiker, ab 1865 Bürgermeister in Roben

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Brodale, Klaus und Heidrun Friedemann: Das war Gera im 20. Jahrhundert. Gudensberg 2002.
  • Cannabich, Johann Günther Friedrich: Neueste Kunde von Baden, Nassau, Hohenzollern, Lippe, Waldeck, Anhalt und den Reußischen Ländern. Weimar 1827.
  • Hagner, Udo: 850 Jahre Roben – Chronik der Gemeinde. 1996
  • Hahn, Ferdinand: Geschichte von Gera und dessen nächster Umgebung. Gera 1855.
  • Klotz, Johann Christoph: Beschreibung der Herrschaft und Stadt Gera. Schleiz 1816.
  • Rosenkranz, Heinz: Ortsnamen des Bezirks Gera. Greiz 1982.
  • Schiffner, Albert: Handbuch der Geographie, Statistik und Topographie des Kgr. Sachsen. Leipzig 1939.
  • Schumann, August: Vollständiges Staats,- Post und Zeitungslexikon für Sachsen. Zwickau 1825.
  • Thüringer Pestalozziverein (Hrsg.): Thüringen in Wort und Bild. Berlin 1900. (Reprint; Augsburg 1997.)
  • o.A.: Hof- und Staatskalender für das Fürstentum Reuß j. L. Gera 1864.
  • Mitteilungen des geschichts- und altertumsforschenden Vereins. Altenburg; div.

Weblinks

Commons: Roben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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