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Graisbach

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Graisbach
Gemeinde Marxheim
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(375)&title=Graisbach 48° 45′ N, 10° 54′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(375) 48° 44′ 55″ N, 10° 53′ 53″ O
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Höhe: 453 m ü. NHN
Einwohner: 375 (2023)<ref>Statistik 2024. In: Mitteilungsblatt. Gemeinde Marxheim, 31. Januar 2024, S. 4 (gemeinde-marxheim.de [PDF; 5,1 MB; abgerufen am 20. November 2024]).</ref>
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 86688
Vorwahl: 09097

Graisbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Marxheim im Landkreis Donau-Ries (Regierungsbezirk Schwaben, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Graisbach hat eine Fläche von 10,133 km². Sie ist in 858 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11810,29 m² haben.<ref>Gemarkung Graisbach (096942). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 17. April 2026.</ref> In der Gemarkung liegen das Pfarrdorf Lechsend, das Dorf Graisbach und die Einöde Erlhöfe (auch Edelhöfe).<ref>Webkarte. ALKIS-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. April 2026.</ref>

Geschichte

Graisbach war mit seinen Gemeindeteilen Lechsend und Erlhöfe bis zum 1. Juli 1972 eine Gemeinde im Landkreis Donauwörth und wurde an diesem Tag sowohl dem Landkreis Donau-Ries, der bis zum 1. Mai 1973 die Bezeichnung Landkreis Nördlingen-Donauwörth trug, zugeschlagen als auch in die Gemeinde Marxheim eingegliedert.<ref></ref>

Die Burg Graisbach war bis 1523 Sitz des kaiserlichen Landgerichts Graisbach.<ref>Lechsgemünd-Graisbach, Grafen von im Historischen Lexikon Bayerns.</ref> Dies ging darauf zurück, dass die Grafen von Lechsgemünd-Graisbach durch kaiserliches Privileg von fremder Gerichtsbarkeit befreit waren. Nach dem Aussterben der Grafenfamilie wurde das Gericht durch Kaiser Ludwig den Bayern eingezogen, es fiel nacheinander an verschiedene Linien der Familie der Wittelsbacher als Herzöge von Bayern. Diese setzten die Gerichtshoheit als Mittel der Territorialpolitik gegen benachbarte Fürsten und Landesherrn ein. Es urteilten ein Richter und sieben Schöffen. Der Gerichtssprengel war in 27 oder 28 Schrannen gegliedert. Mit dem Übergang an die Herrschaft Pfalz-Neuburg wurde das Gericht 1525 nach Monheim verlegt.<ref>Kaiserliches Landgericht Graisbach im Historischen Lexikon Bayerns.</ref>

Bevölkerung

Graisbach und sein Gemeindeteil Lechsend zählen zu den Grenzorten des alemannischen Dialektraums zum Bairischen hin. Der Hauptort Marxheim zählt bereits zum bairischen Dialektgebiet.

Graisbach und die Erlhöfe gehören zur katholischen Pfarrei Sankt Vitus in Lechsend, die Teil der Pfarreiengemeinschaft Marxheim im Dekanat Donauwörth im Bistum Augsburg ist.

Grafengeschlecht

Nach der Zerstörung ihrer Burg Lechsgemünd 1248 wegen eines Zollstreits zogen die Grafen von Lechsgemünd auf die Burg Graisbach.

Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Datei:BY Marxheim Graisbach castle.jpg
Burgruine Graisbach

Naturdenkmäler

  • „14 alte Linden“; Baumgruppe im Feld, am nördlichen Ortsrand.
  • „Gerichtslinde Graisbach“; alte Gerichtslinde in Baumgruppe, Innerorts.

Siehe: Liste der Naturdenkmäler im Landkreis Donau-Ries

Persönlichkeiten

Johann Riederer, Regierungspräsident von Niederbayern vom 1. Juli 1963 bis 30. Juni 1975, wurde am 3. Juni 1910 in Graisbach geboren; gestorben ist er am 15. Januar 1979 in Landshut.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biographie im RegioWiki (Memento vom 23. November 2015 im Internet Archive)</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Graisbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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