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Alexandrow-Ensemble

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Alexandrow-Ensemble
Datei:Alexandrov Ensemble Logo.png
Sitz: Russland
Gründung: 1928
Gattung: Soldatenchor
Gründer: Alexander Alexandrow
Leitung: Leonid Malew
Datei:Chór Aleksandrowa Josif Kobzon Warszawa 2009.JPG
Das Alexandrow-Ensemble mit Iossif Kobson im Oktober 2009
Datei:Bundesarchiv Bild 183-11225-0008, Budapest, II. Weltfestspiele, sowjetische Tanzgruppe.jpg
Eine Aufführung des Alexandrow-Ensembles bei den II. Weltfestspielen der Jugend 1949 in Budapest

Das Alexandrow-Ensemble (eigentlich: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Soldatenchor aus Russland, der am 12. Oktober 1928 in Moskau von Alexander Alexandrow, dem späteren Komponisten der Nationalhymne der Sowjetunion (heute offizielle Nationalhymne Russlands), gegründet wurde. Das Ensemble, auch unter dem Namen „Chor der Roten Armee“ bekannt, intoniert vor allem Volkslieder (darunter russische Schlager).

Bei einem Flugzeugabsturz am 25. Dezember 2016 starben 64 Mitglieder des Ensembles.

Geschichte

Der Chor bestand anfangs aus zwölf Soldaten (acht Sängern, zwei Tänzern und je einem Bajan (Akkordeon)-Spieler und Rezitator). 1937 erhielt das Ensemble bei der Pariser Weltausstellung den „Grand Prix“.<ref>Träumerei mit Ordensklingeln. In: Der Spiegel. Nr. 33, 1948 (online).</ref>

Am 18. August 1948 löste das Alexandrow-Ensemble mit seinem Auftritt auf dem Berliner Gendarmenmarkt Begeisterung aus.<ref>Berliner Zeitung. Jahrgang 4, Ausgabe 193, 20. August 1948, S. 1.</ref><ref>Fälschlicherweise ist oft von einem Konzert des Ensembles in Berlin im Jahre 1946 die Rede, nach welchem Alexander Alexandrow verstorben sein soll. In der Presse dieser Zeit gibt es jedoch keine Hinweise auf einen solchen Auftritt (Berliner Zeitung, Neues Deutschland). Tatsächlich befand sich Alexander Alexandrow 1946 auf einer Reise, die ihn u. a. nach Berlin führte und auf welcher er am 8. Juli 1946 verstarb. Diese Reise war jedoch nicht mit einem Auftritt des Ensembles in Berlin verbunden.</ref> Die ostdeutsche Filmgesellschaft DEFA hielt die Tournee 1948 in dem Dokumentarfilm Botschafter des Friedens fest.<ref>Marion Keller (Inhalt, nicht Titel): Botschafter des Friedens. 1948. In: DEFA-Stiftung. Abgerufen am 24. November 2025.</ref> Der Dichter Kurt Barthel erzählte in einem seiner Bücher, das Ensemble habe bei der Vorbereitung auf seine Tournee durch die Sowjetische Besatzungszone bei deutschen Kommunisten in Moskau nachgefragt, welches deutsche Lied sie darbieten sollten, worauf ihnen empfohlen worden sei, das Volkslied Im schönsten Wiesengrunde zu singen.<ref>Gerhard Peine: Meine Heimat DDR. In: Horst Jäkel (Hrsg.): DDR unvergessen. Schkeuditz 2016, ISBN 978-3-89819-430-3, S. 31 f.</ref>

Von 1946 bis 1987 wurde das Ensemble von Alexander Alexandrows Sohn, dem Generalmajor Boris Alexandrow, geleitet. Bekannte Solisten des Chors waren unter anderem Jewgeni Beljajew und Leonid Charitonow.

Auch nach dem Ende der Sowjetunion trat das Ensemble im In- und Ausland auf. In Westeuropa bekannt wurde die Zusammenarbeit mit den finnischen Leningrad Cowboys, mit denen sie sogar auf Tournee gingen und dabei unter anderem Kalinka aufführten.

Bis zum Flugzeugabsturz bestand das Ensemble aus 186 Mitgliedern, dazu gehörten der Männerchor (mit 9 Solisten), das Orchester und eine Tanzgruppe.<ref>Judith Görs: Armeechor im Unglücksflugzeug: Wer sind die Alexandrows? ntv Nachrichtenfernsehen, 26. Dezember 2016, abgerufen am 26. Dezember 2016.</ref> Das Repertoire reicht von russischen Volksliedern über Kirchenlieder und Opernarien bis zu modernen Stücken.

Flugzeugabsturz im Dezember 2016

Beim Flugzeugabsturz am 25. Dezember 2016 stürzte eine Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums über dem Schwarzen Meer ab, wobei es keine Überlebenden gab. An Bord waren unter anderem 64 Sänger, Instrumentalisten und Tänzer des Alexandrow-Ensembles, die auf dem russischen Militärflugplatz Hmeimim in Syrien ein Neujahrskonzert geben sollten.<ref>Tupolew-154: Russisches Flugzeug über Schwarzem Meer abgestürzt. In: Tagesschau. Norddeutscher Rundfunk, 25. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Dezember 2016; abgerufen am 15. März 2022.</ref><ref>Taucher entdecken Rumpfteil der abgestürzten Tupolew. Neue Zürcher Zeitung, 26. Dezember 2016, abgerufen am 29. Dezember 2016.</ref> Bis auf 3 Personen waren alle Chormitglieder an Bord, so auch der Dirigent Generalleutnant Waleri Chalilow.<ref>Russian plane crash: The victims. In: bbc.com. 28. Dezember 2016, abgerufen am 15. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Einzig der Solist Wadim Petrowitsch Ananjew überlebte, weil er wegen der Geburt seines dritten Sohnes beurlaubt war.<ref>Александр Алексеев: "Мистер Калинка" избежал гибели благодаря рождению ребенка. In: Российская газета. 25. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Dezember 2016; abgerufen am 15. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Neustart

Am 16. Februar 2017 trat das Ensemble in neuer Besetzung erstmals wieder in Moskau auf.<ref>Russland: Neuanfang für berühmten Alexandrow-Chor. In: Heute im Osten. Mitteldeutscher Rundfunk, 17. Februar 2017, abgerufen am 15. März 2022.</ref> Neuer Leiter wurde Oberst Gennadi Xenafontowitsch Satschenjuk.<ref>Руководство и администрация. In: Академический Ансамбль песни и пляски Российской Армии имени А.В.Александрова. Министерство Обороны Российской Федерации, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Oktober 2018; abgerufen am 15. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bekannte Mitglieder

Repertoireliste

Siehe auch

Weblinks

Commons: Alexandrow-Ensemble – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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