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Regina Schmeken

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Regina Schmeken (* 1955 in Gladbeck<ref name="Koetzle">Hans-Michael Koetzle: Das Lexikon der Fotografen, Droemer Knaur, München 2002, ISBN 3-426-66479-8, S. 401f.</ref><ref name="Mißelbeck">Reinhold Mißelbeck (Hrsg.): Prestel-Lexikon der Fotografen, Prestel, München 2002, ISBN 3-7913-2529-9, S. 214.</ref>) ist eine deutsche Fotokünstlerin.

Leben und Wirken

Regina Schmeken studierte Germanistik und Kunst in Essen und München.

In den Jahren 1977 bis 1982 entstanden ihre ersten Fotoserien bei längeren Aufenthalten in Paris, New York und Mailand. 1978 erhielt sie den Prix de la Critique bei den Rencontres Internationales de la Photographie in Arles, Frankreich. Ab 1980 wurden ihre Arbeiten regelmäßig ausgestellt. Seit 1986 ist sie Redaktionsfotografin der Süddeutschen Zeitung.

2020/2021 erhielt sie ein Kurzzeitstipendium an der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo.<ref>Kurzzeitstipendium 2020/21 auf der Website der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, abgerufen am 2. Mai 2023.</ref>

2024 wurde ihr die Hedwig-Dohm-Urkunde des Journalistinnenbundes für ihr Lebenswerk verliehen.<ref>Hedwig-Dohm-Urkunde 2024 für die Fotografin Regina Schmeken auf der Website des Journalistinnenbundes, 19. Juni 2024, abgerufen am 21. Juni 2024.</ref>

Regina Schmeken fotografiert schwarzweiß. Ihr von starken Kontrasten geprägter Stil (low-key) ist „subjektiv“ und „metaphernreich“ aber „unpathetisch“.<ref name="Koetzle" /> Schmeken sucht nie in den Brennpunkten, sondern stets im Beiläufigen und im Schatten der Tagesaktualität ihre Motive.<ref name="Mißelbeck" /> 1994 schreibt Claus Heinrich Meyer im Katalogbuch zur Ausstellung Geschlossene Gesellschaft: Ein gutes Geschick fügte es, dass Regina Schmeken den freien Raum verließ und als Weltkind in die „politische Photographie“ eintauchte … da war zunächst einmal das subjektive Übersetzerpatent, die subjektive Augenblickserkennung der Regina Schmeken; zusammen gingen sie auf Reisen und überwanden mühelos das vermeintlich objektive Medium der Photographie.<ref>Regina Schmeken: Geschlossene Gesellschaft. Kunstmann, München, ISBN 3-88897-089-X.</ref> Michael Koetzle sagt 1996 über Regina Schmeken: Schmeken hat keine Fotoschule im engeren Sinne besucht und absolviert, sich keiner Richtung angeschlossen, keine Manifeste mitgetragen. Sie hat über Jahre ihr Sehen geschult, einen persönlichen Standpunkt gesucht, eine künstlerische Ausdrucksform.<ref>Photo Technik International. 1996.</ref>

Regina Schmeken ist die Tochter von Ewald Schmeken. Sie ist Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie (DFA)<ref>Mitgliederliste auf der Webseite der DFA, S–T, abgerufen am 7. Juli 2023.</ref> und der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh)<ref>Mitgliederverzeichnis auf der Website der DGPh, S. 9, abgerufen am 5. Juli 2023.</ref>.

Regina Schmeken lebt und arbeitet in Berlin.

Auszeichnungen

Ausstellungen

Die Arbeiten von Regina Schmeken waren in über 30 Einzelausstellungen und über 20 Gruppenausstellungen zu sehen. Eine ihrer ersten Ausstellungsbeteiligungen war 1980 die Gruppenausstellung 12 Deutsche Photographen auf der Photokina. Ausstellungen im Ausland fanden unter anderem statt in den Niederlanden (Rotterdam), in Japan (Tokio, Osaka, Sapporo) und in Frankreich (Paris). Von 2002 bis 2006 befand sich ihre Ausstellung Die neue Mitte auf Initiative des Goethe-Instituts auf einer Welttournee mit über 80 Stationen.<ref>Regina Schmeken – Exhibition: The New Centre – Photographs 1989–2000. Goethe-Institut</ref> Ihre Arbeiten sind weltweit in öffentlichen Sammlungen zu sehen.

Einzelausstellungen

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen

Veröffentlichungen

  • Alexander von Knorre (Hrsg.): Regina Schmeken. Fotografien, Arbeiten von 1980–1985. Ausstellung in der Städtischen Galerie im Rathauspark Gladbeck, 9. Februar – 6. April 1986 und Ausstellung in der Städtischen Galerie im Schlosspark Strünkede/Herne, 11. April – 19. Mai 1986. Texte von Ewald Schmeken und François Aubral. Emschertal-Museum, Herne 1986, ISBN 3-922987-11-7.
  • Geschlossene Gesellschaft. Photographien 1989–1993. Katalogbuch zur Ausstellung. Kunstmann, München 1994, ISBN 3-88897-089-X.
  • Die neue Mitte. Deutschland 1989–2000. Katalogbuch zur Ausstellung mit Texten von Julian Nida-Rümelin. Knesebeck, München 2001, ISBN 3-89660-091-5.
  • Unter Spielern. Die Nationalmannschaft. Katalogbuch zur Ausstellung. Cantz, Ostfildern 2012, ISBN 978-3-7757-3440-0.
  • Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU. Katalogbuch zur Ausstellung. Hatje-Cantz, Berlin 2016, ISBN 978-3-7757-4158-3.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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