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Frigemo

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Frigemo AG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo Frigemo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1997<ref>frigemo ag. Handelsregisteramt des Kantons Bern, abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref>
Sitz Bern, Schweiz
Leitung
  • Daniel Jenni
    (CEO)
Mitarbeiterzahl 850 (2008)
Umsatz 450 Mio. CHF (2008)
Branche Nahrungsmittel, Grosshandel
Website www.frigemo.ch
Stand: 31. Dezember 2008

Die Frigemo AG mit Sitz in Bern ist ein Schweizer Nahrungsmittelhersteller. Das zur Fenaco-Gruppe gehörende Unternehmen produziert und vermarktet für die Gastronomie und den Detailhandel sowohl Frisch- wie auch Kühl- und Tiefkühlprodukte. Das Produktsortiment umfasst Kartoffelprodukte, Pasta und Fertiggerichte, Eier, Gemüse, Früchte und Salate sowie Fingerfood.

Frigemo ist in der Schweiz Marktführer in der Herstellung von gekühlten und tiefgekühlten Kartoffelprodukten sowie eines der grössten Eierhandelsunternehmen.

Die Frigemo-Gruppe umfasst nebst der Frigemo AG mit Produktionsstätten in Cressier (NE), Bern, Märstetten, Mellingen und Zollikofen auch sieben regionale Handelsunternehmen, welche den wichtigsten Absatzkanal des Unternehmens bilden. Die Unternehmensgruppe beschäftigt insgesamt 850 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2008 einen Umsatz von 450 Millionen Schweizer Franken. Kernstück bildet hierbei die Frigemo AG mit 600 Mitarbeitern und einem Umsatz von 300 Millionen Franken.

Geschichte

Die Cisac S.A. fabrique de produits alimentaires<ref>https://rcnet.ne.ch/extract?companyOfsUid=CHE-102.737.891</ref> im neuenburgischen Cressier entstand 1943 im Zusammenhang mit der Namensänderung der Cisa, Chimie des Fermentations S.A. in Cisac, Chimie des Fermentations S.A.<ref>https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=EXR19431223-01.2.37</ref> Sie stellte zunächst Kartoffelstärke her. 1949 übernahm der Verband landwirtschaftlicher Genossenschaften von Bern und benachbarter Kantone (VLG) die Aktienmehrheit der Cisac.<ref>https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=DBB19510531-01.2.13</ref> 1951 wurde die erste schweizerische Kartoffelflockenfabrik in Betrieb gesetzt.<ref>https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=DBB19520523-02.2.16.2</ref><ref>https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=SBR19610330-01.2.3.2</ref> Nach langen vergeblichen Versuchen gelang es dem Unternehmen 1960 ein Instant-Kartoffelpüree für die menschliche Ernährung herzustellen. Die Vorbereitungen für die Belieferung des Marktes waren bereits getroffen, als die Firma Knorr mit Stocki ein aus den Vereinigten Staaten importiertes Kartoffelgriess lancierte.<ref>https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=FZG19601129-01.2.3</ref> Gegenüber diesem war das Produkt der Cisac, dank der Herstellung aus besten Kartoffelsorten, vor allem Bintje, geschmacklich überlegen, doch in anderer Hinsicht, namentlich was die Haltbarkeit betrifft, im Nachteil. Bald taten sich die beiden Firmen zusammen, um gemeinsam ein nochmals verbessertes Produkt herzustellen.<ref>https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=TGZ19620310-06.2.8.4</ref><ref>https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=WVF19620209-01.2.18</ref> Im Herbst 1961 wurde die industrielle Produktion des neuen Stockis aufgenommen.<ref>https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=NBZ19620516-01.2.7.1</ref> Die Förderung des Absatzes eines wichtigen landwirtschaftlichen Produktes war geschaffen. 1966 kamen mit den Golden Frites die ersten vorfrittierten Schweizer Pommes frites auf den Markt.<ref>50 Jahre Pommes frites-Produktion. In: schweizerbauer.ch. 7. Oktober 2016, abgerufen am 23. August 2023.</ref><ref>https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=DBB19661016-01.2.25.2.3</ref>

Mit einer Beteiligung von je 50 % haben der Verband ostschweizerischer landwirtschaftlicher Genossenschaften (VOLG) und der VLG Bern 1974 die FRIGEMO AG mit Sitz in Cressier gegründet und es kamen Tiefkühlgemüse und Pasta hinzu; durch Beteiligung an den Firmen Haller AG in Mellingen (Tiefkühlgemüse) und Caprez-Danuser AG in Chur (Tiefkühl- und Trockenteigwaren).<ref>Überzeugen durch Leistung. (PDF; 4 MB. S. 26–31) Die Geschichte des Zusammenschlusses der landwirtschaftlichen Genossenschaftsverbände der Schweiz. In: fenaco.com. 2015, abgerufen am 19. Januar 2020.</ref> Die beiden Firmen wurden 1946 bzw. 1841 gegründet. 1976 wurde Frigemo exklusiver Pommes-frites-Lieferant von McDonald’s Schweiz.

1980 wurde eine neue Tiefkühlfabrik in Betrieb genommen, welche auch die Produktion von Backofen frites erlaubt. Im gleichen Jahr erwirtschaftete Frigemo einen Umsatz von rund 50 Millionen Franken.<ref>https://www.e-newspaperarchives.ch/?a=d&d=FZG19810511-01.2.37</ref>

Auf den 1. Januar 1985 wurde die Frigemo-Gruppe gebildet. Alle Produktionsbetriebe und die Vertriebsgesellschaft wurden einer einzigen Geschäftsleitung unterstellt.

Durch den Zusammenschluss landwirtschaftlicher Genossenschaftsverbände entstand Ende 1993 die Fenaco, unter deren Dach das mittlerweile unter dem Namen Frigemo firmierende Unternehmen neu mit Sitz in Bern eingebunden wurde. Ab der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre wurden verschiedene Nahrungsmittelhändler sowie 2003 mit EiCO AG, mit Standorten in Bern und Märstetten, einer der grössten Eierhändler der Schweiz übernommen. Infolge der Fusion mit der EiCO AG wurde die Frigemo SA mit Sitz in Cressier gelöscht, die EiCO AG wiederum in Frigemo AG umbenannt.<ref>Frigemo SA. Registre du Commerce du Canton de Neuchâtel, abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref><ref>frigemo ag. Zefix, abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref> 2005 wurde das Verkaufsteam der Lusso-Glacen in das Verkaufsteam von Gourmador mit Sitz in Zollikofen integriert, sowie das Tiefkühlgeschäft der Unilever Schweiz GmbH mit Sitz in Thayngen übernommen. Im Jahr 2000 die Lizenz der Marke McCain für die gesamte Schweiz. 2006 wurde der Produktionsbetrieb in Weinfelden geschlossen und somit die gesamte Kartoffelproduktion nach Cressier verlagert. 2013 wurde in Zollikofen ein neues Tiefkühllager mit Platz für rund 1000 Paletten in Betrieb genommen.

Ab 1. Januar 2017 wurde das Unternehmen von Beat Wittmer geleitet.<ref>Neuer Chef für Frigemo. In: schweizerbauer.ch. 3. Oktober 2016, abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref> 2018 wurde in Payerne eine neue Kartoffellagerhalle in Betrieb genommen, die bisherige in Bargen wird nun für Karotten genutzt.<ref>Fenaco eröffnet Kartoffellagerhalle. In: schweizerbauer.ch. 21. August 2018, abgerufen am 23. August 2023.</ref> Per 1. Januar 2019 wurden Culturefood (CFD SA) mit Sitz in Freiburg und Berger SA mit Sitz in Marly übernommen.<ref>Fenaco-Tochter kauft zu. In: schweizerbauer.ch. 5. Juni 2019, abgerufen am 2. April 2020.</ref> Die Berger SA wurde per 1. Januar 2022 mit der Frigemo AG fusioniert. Auch wurde die Krenger FGT AG aus Uetendorf übernommen, welche nach der Fusion mit der Frigemo AG gelöscht wurde.<ref>Fenaco kauft Gemüsehändler. In: schweizerbauer.ch. 15. März 2017, abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref><ref>Krenger FGT AG. Handelsregisteramt des Kantons Bern, abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref> Infolge der COVID-19-Pandemie ist 2020 die Nachfrage nach Pommes frites zusammengebrochen, so dass die Landwirte 2021 weniger produzieren konnten.<ref>Daniel Ballmer: Corona in der Landwirtschaft – «Pommes-Stau» wegen geschlossener Restaurants. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), 24. Februar 2021, abgerufen am 24. Februar 2021.</ref>

Weblinks

Commons: Frigemo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />