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Rainer Stadelmann

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Rainer Stadelmann (* 24. Oktober 1933 in Oettingen, Bayern; † 14. Januar 2019<ref name="dainst_obituary">Obituary Prof. Dr. Rainer Stadelmann. Deutsches Archäologisches Institut, 17. Januar 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Januar 2019; abgerufen am 18. Januar 2019.</ref><ref>Traueranzeige Rainer Stadelmann. Süddeutsche Zeitung, 16. Februar 2019, abgerufen am 16. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein deutscher Ägyptologe.

Leben

Nach seinem Abitur in Neuburg an der Donau im Jahr 1953 studierte Stadelmann Ägyptologie, Altorientalistik und Archäologie an der Universität München. In den Jahren 1955 und 1956 nahm er vier Monate an den Ausgrabungen am Sonnenheiligtum des Userkaf in Abusir teil. Im Sommer 1957 setzte er sein Studium an der Universität Heidelberg fort und wurde 1960 in Ägyptologie über Syrisch-Palästinensische Gottheiten in Ägypten promoviert. Bis 1967 war er wissenschaftlicher Assistent in Heidelberg und habilitierte sich 1968 dort. Ab 1968 war Rainer Stadelmann wissenschaftlicher Direktor an der Abteilung Kairo des Deutschen Archäologischen Instituts, von 1989 bis zu seinem Ruhestand 1998 war er dessen Erster Direktor. An der Universität Heidelberg war er ab 1975 Honorarprofessor.

Rainer Stadelmann nahm an zahlreichen Grabungen teil, so in Luxor, Elephantine, dem antiken Theben und Dahschur. Er war korrespondierendes Mitglied der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres.

Stadelmann war mit der Ägyptologin Hourig Sourouzian verheiratet.<ref>Jill Kamil: Hourig Sourouzian: Resurrection. In: Al-Ahram Weekly. Ausgabe 768, 10.–16. November 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Januar 2019; abgerufen am 18. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Interview).</ref>

Für seine Verdienste wurde Stadelmann neben dem deutschen Bundesverdienstkreuz auch mit dem ägyptischen Pendant (order of the Republic of Egypt) sowie der ägyptischen Hathor-Medaille ausgezeichnet.<ref name="dainst_obituary" /><ref>Rainer Stadelmann (1933-2019): Lover of Egypt’s Pyramids | Sada Elbalad. Abgerufen am 7. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Schriften (Auswahl)

  • Syrisch-palästinensische Gottheiten in Ägypten (= Probleme der Ägyptologie. Band 5). Brill, Leiden 1967 (Dissertation Heidelberg 1960).
  • Die ägyptischen Pyramiden. Vom Ziegelbau zum Weltwunder (= Kulturgeschichte der Antiken Welt. Band 30). von Zabern, Mainz 1985; 2. Auflage 1991, ISBN 3-8053-1142-7.
  • Die grossen Pyramiden von Giza. Akademische Druck- und Verlagsanstalt (ADEVA), Graz 1990, ISBN 3-201-01480-X.

Literatur

  • Heike Guksch, Daniel Polz (Hrsg.): Stationen. Beiträge zur Kulturgeschichte Ägyptens. Rainer Stadelmann gewidmet. von Zabern, Mainz 1989, ISBN 978-3-8053-2526-4.
  • Jean-Noël Robert: Allocution à l‘occasion de décès de M. Rainer Stadelmann, correspondatétrabger de l‛Académie. In: Comptes rendus des séances de l'Académie des Inscriptions et Belles-Lettres 2019 [2021], S. 9–48.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Ludwig Borchardt (1907–1929) | Hermann Junker (1929–1944) | Hanns Stock (1957–1966) | Werner Kaiser (1967–1988) | Rainer Stadelmann (1989–1998) | Günter Dreyer (1998–2008) | Stephan Seidlmayer (2009–2022) | Dietrich Raue (seit 2022) Vorlage:Klappleiste/Ende

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