Zum Inhalt springen

Ryan McGinley

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. September 2024 um 14:26 Uhr durch imported>Xqbot (Vorlage gelöscht nach LD; kosmetische Änderungen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Ryan McGinley (* 17. Oktober 1977 in Ramsey, New Jersey) ist ein amerikanischer Fotograf.

Leben

McGinley ist das jüngste von acht Geschwistern.<ref>Stern Mode 01/2016, S. 8.</ref> Als er 17 Jahre alt war, starb sein Bruder Michael an den Folgen von AIDS.<ref>Stern Mode 01/2016, S. 8.</ref> Dieses Ereignis wurde prägend für seine Fotografie: "Mein Werk ist auch eine Reaktion auf seinen Tod, ein Versuch, das Leben zu feiern."<ref>Stern Mode 01/2016, S. 8.</ref> Seit den 1990ern lebte er in Manhattan und studierte Grafikdesign an der Parsons School of Design. In dieser Zeit begann er, Polaroids von seinen Freunden und Bekannten aus der Skateboarder-, Sprayer- und Schwulenszene aufzunehmen. Auch ein, vom New York Magazine als Bowery School bezeichneter,<ref>The Bowery School, nymag.com</ref><ref>Ariel Levy, Chasing Dash Snow nymag.com, 25. November 2007</ref> künstlerischer Freundeskreis entstand, zu dem neben McGinley auch Dash Snow und Dan Colen gehörten.

Nach seinem Studienabschluss 2000 organisierte McGinley seine erste Soloausstellung The Kids are Alright in der Galerie 420 West Broadway. Es folgten Soloausstellungen in Galerien in Berlin und Mailand. Nachdem sein 2002 handgefertigtes Fotobuch zu The Kids are Alright in der Kunstwelt Aufsehen erregt hatte, folgte 2003 eine von Sylvia Wolf kuratierte Ausstellung im Whitney Museum of American Art. Sylvia Wolf sah in The Kids are Alright „ein ehrliches wie lebensbejahendes Porträt der aktuellen jugendlichen Subkultur.“<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fotograf Ryan McGinley - Alles was jung ist (Memento vom 4. Juli 2013 im Internet Archive), stern.de, abgerufen am 14. Juli 2013</ref> Mit seinen 25 Jahren war McGinley seinerzeit der jüngste Künstler, dem das Whitney eine Soloausstellung widmete.<ref>The Valtari Mystery Film Experiment sigur-ros.co.uk, abgerufen am 14. Juli 2013</ref> Im selben Jahr wurde er vom American Photo Magazine zum Photographer of the Year gewählt.

Aus den bisherigen Schnappschüssen seiner Freunde wurden nach 2003 zunehmend sorgsam arrangierte Inszenierungen. In den Sommern 2005 und 2006 unternahm er mit Freunden Reisen durch die USA und fotografierte sie, häufig nackt, auf Campingplätzen, in Motels und in der Natur.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 24. Mai 2009 im Internet Archive)</ref> Aus den Ergebnissen entstand die Ausstellung Sun and Health im Winter 2006 in der Pariser agnes b. galerie du jour. Auf ähnliche Weise entstand im Sommer 2007 sein Projekt I Know Where the Summer Goes, das von den Amateurfotos in Nudistenmagazinen der 1960er Jahre inspiriert war. Aus diesen Fotos junger Menschen entstand eine Soloausstellung in der New Yorker Team Gallery im April 2008.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ryan McGinley - I Know where The Summer Goes (Memento vom 9. April 2012 im Internet Archive) Team Gallery New York, 2008</ref> Das Bild Highway aus dieser Serie<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 3. August 2009 im Internet Archive)</ref> wurde im selben Jahr von Sigur Rós als Cover für ihr Album Með suð í eyrum við spilum endalaust verwendet. 2006 wurden Fotos aus McGinleys Sommerprojekten als public art in der Kunsthalle Wien gezeigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 23. Juli 2009 im Internet Archive)</ref>

Parallel hatte er für sein Projekt Irregular Regulars von 2004 bis 2007 Besucher bei Dutzenden von Morrissey-Konzerten fotografiert<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 23. Juli 2009 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ryan mcginley talks about his photographs of morrissey concerts with ana finel honigman (Memento vom 19. Dezember 2010 im Internet Archive), www.saatchi-gallery.co.uk</ref><ref>http://newyork.timeout.com/articles/art/2720/ryan-mcginley-irregular-regulars</ref> und die Ergebnisse 2007 in der Team Gallery ausgestellt.<ref>Ryan McGinley - Irregular Regulars Team Gallery New York, 2007</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Team Player (Memento vom 6. März 2016 im Internet Archive) Artforum, 1. Mai 2007</ref>

McGinleys Arbeiten wurden unter anderem vom Solomon R. Guggenheim Museum, vom San Francisco Museum of Modern Art und vom Museum of Fine Arts, Houston angekauft. McGinley lebt in New York. Sein Lebensgefährte Marc ist klassischer Musiker.<ref>Stern Mode 01/2016, S. 8.</ref>

Ryan McGinley wird in Deutschland von der Frankfurter Galerie Bischoff Projects vertreten.<ref>Ryan McGinley - Natürlich inszeniert, berliner-zeitung.de</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ryan McGinley's "Running Water, What Are You Running From?" exhibition opening at Bischoff Projects, Frankfurt/M. (Memento vom 2. Juli 2014 im Internet Archive), purple.fr</ref><ref>Interview mit Larissa Bischoff, artberlincontemporary.com</ref>

Kurzfilme

Preise und Auszeichnungen

  • 2011 Gold Medal: Society of Publication Designers, Ryan McGinley for The New York Times Magazine. 30. Mai 2010, "M.I.A. Takes to the Streets"
  • 2007 ICP Infinity Award: Young Photographer, International Center of Photography
  • 2003 Photographer of the Year, American Photo Magazine

Monographien

  • Whistle for the Wind. Mit Beiträgen von Chris Kraus, John Kelsey und Gus Van Sant. Rizzoli, New York 2012, ISBN 978-0-8478-3831-8.
    • deutsche Ausgabe: Schirmer Mosel, München 2012, ISBN 978-3-8296-0605-9.
  • Way Far. Mit einem Essay von David Rimanelli. Rizzoli, New York 2015, ISBN 978-0-8478-4691-7.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Hinweisbaustein