Malonty
| Malonty | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ||||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien | |||||
| Region: | Jihočeský kraj | |||||
| Bezirk: | Český Krumlov | |||||
| Fläche: | 6128 ha | |||||
| Geographische Lage: | 48° 41′ N, 14° 34′ O
{{#coordinates:48,681388888889|14,574444444444|primary
|
dim=10000 | globe= | name= | region=CZ-31 | type=city
}} |
| Höhe: | 681 m n.m. | |||||
| Einwohner: | 1.416 (1. Jan. 2023)<ref>Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB) </ref> | |||||
| Postleitzahl: | 382 41 – 382 91 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | C | |||||
| Verkehr | ||||||
| Straße: | Kaplice – Pohorská Ves | |||||
| Struktur | ||||||
| Status: | Gemeinde | |||||
| Ortsteile: | 9 | |||||
| Verwaltung | ||||||
| Bürgermeister: | Vladimír Malý (Stand: 2018) | |||||
| Adresse: | Malonty 27 382 91 Malonty | |||||
| Gemeindenummer: | 545619 | |||||
| Website: | www.obecmalonty.cz | |||||
| Lage von Malonty im Bezirk Český Krumlov | ||||||
| Datei:Malonty CK CZ.png | ||||||
Malonty (deutsch Meinetschlag) ist eine Gemeinde im Okres Český Krumlov in Tschechien. Sie liegt etwa vierundzwanzig Kilometer südöstlich von Český Krumlov (Krumau).
Geographie
Malonty gehört zur Region Jihočeský kraj und liegt in den westlichen Ausläufern des Gratzener Berglandes. Nachbarorte sind Desky (Brettern) im Norden, Benešov nad Černou (Beneschau) und Meziříčí (Uhretschlag) im Nordosten, Pohorská Ves (Theresiendorf) im Südosten, Bělá (Zirnetschlag) im Süden, Bukovsko (Buggaus) und Budákov (Pudageln) im Südwesten, Jaroměř (Jarmirn) im Westen und Květoňov (Steinbach) im Nordwesten.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde Malonty besteht aus den Ortsteilen<ref>http://www.uir.cz/casti-obce-obec/545619/Obec-Malonty</ref>
- Bělá (Zirnetschlag)
- Bukovsko (Buggaus)
- Desky (Brettern)
- Jaroměř (Jarmirn)
- Malonty (Meinetschlag)
- Meziříčí (Uhretschlag)
- Radčice (Radinetschlag) und
- Rapotice (Rappetschlag).
Grundsiedlungseinheiten sind Bělá, Bukovsko, Desky, Hodonice (Hodenitz), Jaroměř, Malonty, Meziříčí, Radčice und Rapotice.<ref>http://www.uir.cz/zsj-obec/545619/Obec-Malonty</ref> Auf dem Gemeindegebiet liegen die Wohnplätze Leopold und Nové Stavení sowie die Wüstungen Jednoty (Tonihäuseln), Ludvické Hory (Ludwigsberg), Uhliště (Kohlstätten) und Velíška (Wölschko).
Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Bělá u Malont, Bukovsko, Hodonice u Malont, Jaroměř u Malont, Ličov-Desky, Malonty, Meziříčí u Malont, Radčice u Malont und Rapotice u Malont.<ref>http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/545619/Obec-Malonty</ref>
Nachbargemeinden
| Kaplice | Benešov nad Černou | |
| Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | ||
| Dolní Dvořiště | Pohorská Ves |
Geschichte
Meinetschlag wurde von den Herren von Michelsberg (Páni z Michalovic) auf Weleschin (Velešín) gegründet. Sie übertrugen deutschen Kolonisten aus Oberösterreich ein Waldgebiet zur Rodung und Besiedlung. Erstmals urkundlich belegt ist Meinetschlag in einer lateinisch verfassten Urkunde vom 26. Juli 1360, die in Meinetschlag ausgestellt wurde. Darin ernannten die Brüder Benesch II. und Johann III. von Weleschin die Gebrüder Peter II. und Jodok I. von Rosenberg zu Verwesern ihrer Güter und zu Bevollmächtigten über ihre Erben.<ref>Vertrag von 1360 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> 1380 übernahm Johann IV. von Michelsberg die verschuldeten Besitzungen und verkaufte sie am 2. Oktober 1387 an Ulrich I. von Rosenberg, der Meinetschlag mit seinen Herrschaften Weleschin und Beneschau verband.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chronik ( des Vorlage:IconExternal vom 30. August 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Um diese Zeit verfügte Meinetschlag über zwei Glashütten und besaß das Braurecht. Nach dem Tod des letzten Rosenbergers Peter Wok 1611 gelangte Meinetschlag an die Schwanberger, die ihre Besitzungen jedoch wegen ihrer Beteiligung am Böhmischen Ständeaufstand nach der Schlacht am Weißen Berg verloren. Nachfolgend verlieh Kaiser Ferdinand II. Meinetschlag seinem Feldherrn Bucquoy, der es mit seiner Herrschaft Gratzen verband. Für das Jahr 1686 ist eine Schule belegt.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Meinetschlag eine selbständige Gemeinde, die zur Bezirkshauptmannschaft Kaplitz gehörte.
Nach der Gründung der Tschechoslowakei 1918 gehörte Meinetschlag zum politischen Bezirk Kaplitz.<ref>Landkreis Kaplitz auf territorial.de, abgerufen am 11. Oktober 2018.</ref> Nachfolgend erhielt es die amtliche tschechische Ortsbezeichnung Malonty. Am 28. August 1928 richtete ein Wolkenbruch mit Hagelschlag große Schäden an.<ref>Unwetter 1928 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Als Folge des Münchner Abkommens wurde Malonty 1938 mit der wieder amtlichen deutschen Ortsbezeichnung Meinetschlag dem Deutschen Reich angeschlossen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Kaplitz im Gau Oberdonau.<ref>Gemeindeverzeichnis Landkreis Kaplitz [Stand: 1. 1. 1945] auf territorial.de, abgerufen am 11. Oktober 2018.</ref> 1939 bestand Meinetschlag aus 689 Einwohnern.<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel Meinetschlag / Malonty an die Tschechoslowakei zurück; 1946 erfolgte die Vertreibung der deutschen Bevölkerung. Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten 1948 lag Meinetschlag durch seine Grenznähe zu Österreich am sogenannten Eisernen Vorhang. Dadurch wurden zahlreiche Häuser dem Verfall preisgegeben. Nach dem politischen Umbruch von 1989 erfolgten Maßnahmen zur Hebung der Infrastruktur.
Sehenswürdigkeiten
- Die St.-Bartholomäus-Kirche (Kostel svatého Bartoloměje) war ursprünglich eine der hl. Katharina geweihte Kapelle aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Sie wurde im 14. und 15. Jahrhundert erweitert. Die barocke Ausstattung stammt aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts.<ref>Fritz Fellner: [%5B%5B:Vorlage:OoeGeschichte/URL%5D%5D/ausstellungen/schande-folter-hinrichtung/ausstellung-freistadt-mit-richtrad-und-schwert-die-rechtsprechung-und-die-heiligen/fruehchristliche-heilige-im-muehlviertel-und-suedboehmen/hl-bartholomaeus Frühchristliche Heilige im Mühlviertel und Südböhmen. Hl. Bartholomäus. Malonty (Meinetschlag).] In: ooegeschichte.at. Virtuelles Museum Oberösterreich, abgerufen am 12. August 2022 (St.-Bartholomäus-Kirche).</ref><ref>Anton Cechner: Meinetschlag, Die Pfarrkirche und die hl. Barbarakapelle. In: Topographie der historischen und Kunst-Denkmale. 1929, S. 299–304 (online auf bwb-ooe.at).</ref>
Persönlichkeiten
- Carl Jänig, auch Karl Jänig oder Karel Jaenig, (* 1835 in Zirnetschlag; † 1914 in Prag), altösterreichischer katholischer Prälat
Literatur
- Johann Spörker: Heimatbuch der Pfarre Meinetschlag. Ein Gedenkbuch. Steyregg 2002.
- Josef Quass: Marterlroas. Marterln, Kreuzsäulen, Feldkreuze und Kapellen aus der Pfarre Meinetschlag. Linz 2002.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Benešov nad Černou | Besednice | Bohdalovice | Boletice (TrÜbPl) | Brloh | Bujanov | Černá v Pošumaví | Český Krumlov | Dolní Dvořiště | Dolní Třebonín | Frymburk | Holubov | Horní Dvořiště | Horní Planá | Hořice na Šumavě | Chlumec | Chvalšiny | Kájov | Kaplice | Křemže | Lipno nad Vltavou | Loučovice | Malonty | Malšín | Mirkovice | Mojné | Netřebice | Nová Ves | Omlenice | Pohorská Ves | Polná na Šumavě | Přední Výtoň | Přídolí | Přísečná | Rožmberk nad Vltavou | Rožmitál na Šumavě | Soběnov | Srnín | Střítež | Světlík | Velešín | Větřní | Věžovatá Pláně | Vyšší Brod | Zlatá Koruna | Zubčice | Zvíkov Vorlage:Klappleiste/Ende