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Fristingen

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Fristingen
Große Kreisstadt Dillingen an der Donau
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(700)&title=Fristingen 48° 33′ N, 10° 33′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(700) 48° 33′ 21″ N, 10° 33′ 5″ O
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Höhe: 419 m ü. NN
Fläche: 12,95 km²
Einwohner: 700 (1. Juni 2016)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 89407
Vorwahl: 09071

Fristingen ist ein Ortsteil von Dillingen an der Donau. Es liegt circa fünf Kilometer südöstlich von Dillingen und hat ungefähr 730 Einwohner. Die Donau fließt nordwestlich in drei Kilometer Entfernung. Die Wasserkraft der Glött wurde benutzt, um die Fristinger Mühle zu betreiben. Heute erinnert noch der Mühlweg im Westen des Ortes an die Getreidemühle.

Datei:Pfarrkirche Fristingen.jpg
Katholische Pfarrkirche St. Blasius

Geschichte

Fristingen ist alemannischen Ursprungs, was zwei kleine Reihengräberfriedhöfe des 7. Jahrhunderts beweisen. Damit zählt das Dorf zu den wenigen Ortsgründungen im bis zum Hochmittelalter weitgehend unbesiedelten Donautal. Am 24. Juni 1220 übertrug der Abt von St. Georgen im Schwarzwald dem Grafen Hartmann IV. von Dillingen die Vogtei des „Helhart de Fruostingen“ (Ellenhart von Fristingen). Fristingen wird damit erstmals 1220 als „Fruostingen“ erwähnt. Der Ortsname erscheint in verschiedenen Schreibvarianten in Urkunden als „Fruostingen“ (1220), „Früstingen“ (1272) oder „Fristingen“ (1381). Mit der Schenkung der Stadt Dillingen durch Bischpf Hartmann am 29. Dezember 1258 kam auch Fristingen an das Hochstift Augsburg. Dieses errichtete in Fristingen ein Vogtamt. Bis 1464 existierte nachweislich das Adelsgeschlecht der Herren von Fristingen, welches sich nach dem Ort benannt hatte. Mit der Säkularisation 1803 wurde Fristingen königlich-bayerisch.

Die ehemals selbstständige Gemeinde Fristingen wurde durch die Gemeindegebietsreform am 1. Mai 1978 ein Teil der Stadt Dillingen an der Donau.<ref name=Gemeindeverzeichnis1970bis1982>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 770.</ref>

Im Jahr 2011 wurde begonnen, den Stadtteil Fristingen an ein neues Nahwärmenetz anzuschließen, das von einer eigens gegründeten Genossenschaft betrieben wird. Das Projekt wurde von den Einwohnern Fristingens selbst initiiert und in vielen Bereichen ehrenamtlich vorangetrieben. Über 100 Haushalte können dadurch in Fristingen mit Nahwärme versorgt werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Infoveranstaltung der Nahwärme Fristingen eG (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1805 420
1820 456
1860 659
1910<ref>Bezirksamt Dillingen. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Juni 2024; abgerufen am 15. Februar 2026.</ref> 681
1933<ref name="Verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> 657
1939<ref name="Verwaltungsgeschichte" /> 617
1961<ref name= Gemeindeverzeichnis1970bis1982 /> 619
1970<ref name= Gemeindeverzeichnis1970bis1982 /> 700
1978<ref name="Stadtgeschichte">Dillingen an der Donau: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stadtgeschichte (Memento vom 27. Juni 2009 im Internet Archive)</ref> 695
2024 790

<ref>Rupp: Alphabet Verzeichniß aller… 1820.</ref>

Baudenkmäler

Siehe: Liste der Baudenkmäler in Fristingen

Bodendenkmäler

Siehe: Liste der Bodendenkmäler in Dillingen an der Donau

Literatur

  • Fristinger Chronikteam (Hrsg.): 800 Jahre Fristingen. 1220–2020, Die Geschichte eines Dorfes im Donauried, o. O. 2020.

Weblinks

Commons: Fristingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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