Zum Inhalt springen

Crossing network

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. März 2024 um 14:46 Uhr durch imported>Snoopy1964 (Archivlinks überprüft; keine Weblinks im Fließtext).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Ein Crossing network oder ein Crossing-System ist ein vollelektronisches alternatives Handelssystem, das das Zusammenführen von passenden Kundenaufträgen untereinander oder von Kundenaufträgen gegen Eigenbestände des Handelsteilnehmers unter Ausschluss einer externen Börse ermöglicht.<ref>deprez.ch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Erläuterungen zur Änderung der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 18. April 1984 (Memento vom 24. Februar 2016 im Internet Archive; PDF; 166 kB)</ref> Nach der Definition der United States Securities and Exchange Commission werden in ein Crossing System typischerweise Aufträge ohne Limit eingestellt, welche zu definierten Zeitpunkten zu einem importierten Preis aus einem anderen Handelssystem ausgeführt werden<ref>SEC: Regulation of Exchanges and Alternative Trading Systems, Release 34-40760, Fußnote 37</ref>. Als Ausführungspreis werden z. B. der volumengewichtete Durchschnittspreis des Tages (VWAP) oder der aktuelle Mittelpunkt der Geld - Briefspanne (Midpoint) importiert.

Hintergründe

Entsprechend der MiFID-Bestimmungen muss dabei gewährleistet sein, dass der Kunde stets den bestmöglichen Ausführungskurs erhält. Den Handelsteilnehmern (z. B. Großbanken und Brokern) ist es durch Crossing-Systeme möglich, erhebliche Kosten durch den Wegfall von Börsenhandelsgebühren zu sparen und gleichzeitig bei Bedarf auch direkt auf die angebotene Liquidität zurückzugreifen. Bedingt durch das Marktmodell (Preisimport) ist eine Ausführung in Crossing-Netzwerken außerdem frei vom Market Impact, so dass die Strategie, institutionelle Aufträge zuerst zu „crossen“, aus Kostengründen vorteilhaft ist.<ref>Naes, R. and Skjeltorp, J. A. 2003. "Equity trading by institutional investors: Evidence on order submission strategies," Journal of Banking & Finance (27:9), September, pp. 1779-1817</ref> Da das Orderbuch von Crossing-Netzwerken in der Regel nicht offen, sondern verdeckt ist, gelten die meisten dieser Systeme auch als so genannte Dark Pools. Dabei kommen z. B. in Europa die Ausnahmen gemäß §18 der MiFID Durchführungsverordnung zur Anwendung.<ref>First proposals for MiFID pre-trade transparency waivers assessed at CESR level. In: cesr.eu. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 29. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/www.cesr.eu (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Bekannte Crossing Networks sind:

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />