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Georg Meisenbach

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Datei:Georg Meisenbach 1905 Gebrüder Lützel München.png
Georg Meisenbach nach einem Foto der Gebrüder Lützel (gedruckt 1905)

Georg Meisenbach (* 27. Mai 1841 in Nürnberg; † 24. September 1912 in Emmering) war ein deutscher Kupferstecher, Grafiker und Unternehmer. Er gilt als Erfinder des Glasgravurrasters und der Autotypie. 1883 erschien das erste gerasterte Foto in einer deutschen Zeitung, in der Illustrirten Zeitung.

Leben und Wirken

Georg Meisenbach wurde am 27. Mai 1841 in Nürnberg geboren. Mit 14 Jahren erlernte er den Beruf des Stahl- und Kupferstechers. Um 1876 gründete er eine Chemigraphische Kunstanstalt in München und arbeitete dort an der Entwicklung eines Druckverfahrens von Zinkplatten, das später Autotypie genannt wurde. Am 9. Mai 1882 wurde die von ihm erfundene Autotypie mit dem deutschen Reichspatent Nr. 22244 geschützt.<ref>Patent DE22244C: Neuerungen in der Herstellung photographischer Platten für Hoch- und Tiefdruck-Clichés. Angemeldet am 9. Mai 1882, veröffentlicht am 21. April 1883, Erfinder: Georg Meisenbach.</ref> Dieses Verfahren ermöglichte erstmals die Wiedergabe gedruckter Fotografien in der Presse.<ref name="Meisenbach"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Georg Meisenbach (1841–1912), abgerufen am 6. Juli 2009 (Memento vom 25. Februar 2009 im Internet Archive)</ref>

Zur Auswertung des Patents gründete Meisenbach 1883 zusammen mit dem Architekten Joseph von Schmaedel in München die Autotype-Company. 1891 setzte sich Meisenbach aus Krankheitsgründen zur Ruhe. 1892 entstand unter Führung durch von Schmaedel aus dem Zusammenschluss der Unternehmen Meisenbach & Co. in München und Heinrich Riffarth & Co. in Berlin das neue Unternehmen Meisenbach, Riffarth und Co., das um 1900 mit Niederlassungen in Berlin, München und Leipzig zur europaweit bedeutendsten graphischen Kunstanstalt aufstieg.<ref name="Meisenbach" />

Georg Meisenbach hatte 1871 in Nürnberg die Witwe Johanna Pillmann geb. Raum geheiratet.<ref>Fränkischer Kurier vom 20. November 1871, Seite 7, abgerufen am 6. Juni 2020.</ref> Er lebte ab 1891 auf seinem Landsitz in Emmering bei Ebersberg in Bayern. Dort starb er am 24. September 1912 im Alter von 71 Jahren.<ref>Georg Meisenbach, abgerufen am 6. Juli 2009.</ref>

Grabstätte

Datei:Grab-Georg-Meisenbach-Alter-Suedl-Friedhof-Muenchen-GF-14-2-42.jpg
Grab von Georg Meisenbach auf dem Alten Südlichen Friedhof in München

Die Grabstätte von Georg Meisenbach befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 14 – Reihe 2 – Platz 42, Standort

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  }}).<ref>Schiermeier/Scheungraber Alter Südlicher Friedhof in München, Übersichtsplan, 2008, ISBN 978-3-9811425-6-3</ref><ref>Georg Meisenbach in der Datenbank Find a GraveVorlage:Abrufdatum. </ref>

Literatur

  • Ernst H. Berninger: Meisenbach, Georg. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 16. Duncker & Humblot, Berlin 1990, ISBN 3-428-00197-4, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
  • Dorothea Peters: Die Welt im Raster. Georg Meisenbach und der lange Weg zur gedruckten Photographie. In: Alexander Gall (Hrsg.): Konstruieren, Kommunizieren, Präsentieren. Bilder von Wissenschaft und Technik. Wallstein, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0180-1, S. 181–244. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)
  • Hans-Michael Körner (Hrsg.): Große Bayerische Biographische Enzyklopädie. De Gruyter Saur, Berlin/New York 2005, Reprint 2010, S. 1293
  • Erika Bosl: Meisenbach, Georg. In: Karl Bosl (Hrsg.): Bosls bayerische Biographie. Pustet, Regensburg 1983, ISBN 3-7917-0792-2, S. 518 (Digitalisat).
  • Bernd Rohr und Herbert Wiele: Rasterätzung, Autotypie, Netzätzung. Lexikon der Technik – 3., überarb. Aufl. Bibliographisches Institut Leipzig, 1986 Verlagslizenz-Nr. 433-130/203/86 G. Meisenbach S. 455

Weblinks

Commons: Georg Meisenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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