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Flachland

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Der Ausdruck Flachland wird in der Geographie für Landformen mit geringer Reliefenergie und geringen Hangneigungen verwendet, die geomorphologisch etwa zwischen Ebene und Hügelland vermitteln. In dieser fachsprachlichen Bedeutung ist Flachland prinzipiell unabhängig von der Meereshöhe und kann demnach auch Hochländer prägen.<ref>„Flachland […] Gebiet mit geringen Höhenunterschieden, d. h. geringer → Reliefenergie bei gleichzeitig geringen → Hangneigungsstärken. Fehlen die Reliefunterschiede innerhalb des F. ganz, handelt es sich um eine → Ebene. […] Zum F. gehört sowohl das → Tiefland als auch das → Hochland. […]“ In: Hartmut Leser (Hrsg.) et al.: Diercke Wörterbuch Geographie. 16., völlig überarbeitete Auflage, Westermann, Braunschweig 2017, ISBN 978-3-14-100840-1, S. 252.</ref><ref>„Flachland, Teil der Erdoberfläche, der nur geringe Höhenunterschiede aufweist; nach der Höhenlage wird zw. Tiefland (bis 200 m.ü.M.) u. Hochland unterschieden. ↗Ebene.“ In: Johannes Klein (Bearbeiter): Herder Lexikon Geographie. 10., neubearbeitete Auflage, Herder, Freiburg i. Br. 1990, ISBN 3-451-21753-8, S. 77.</ref> Umgangssprachlich wird Flachland häufig gleichbedeutend wie Ebene verwendet, wobei die Abgrenzung zu nicht wirklich flachen Gebieten unscharf sein kann. Der Begriff Flächenland (i. S. v. Flächenstaat) hat keine Beziehung zu Flachland.

Verwendung in der Meteorologie

In einem abgewandelten Sinne wird Flachland bisweilen von Meteorologen als Kategorie für die Wetterberichte verwendet, um die tiefer gelegenen, klimatisch milderen Höhenstufen eines Landes zu bezeichnen – insbesondere in Ländern mit großen Anteilen an Gebirgen (wie etwa in Österreich und der Schweiz).

  • Auch in Österreich wird das Land grob in die zwei Landschaften Alpen und Flachland unterteilt. Letzteres umfasst die Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und Burgenland sowie den Südosten der Steiermark.<ref>Herbert Formayer, Lukas Clementschitsch, Michael Hofstätter, Helga Kromp-Kolb: Vor Sicht Klima! Klimawandel in Österreich, regional betrachtet. Endbericht. Hrsg.: Institut für Meteorologie (BOKU-Met). Universität für Bodenkultur Wien. Wien September 2009, S. 20 f. (meteo.boku.ac.at [PDF; abgerufen am 8. Mai 2024]).</ref> Mit dem Östlichen Flachland wird hingegen der geologische Raum bestehend aus Wiener Becken, Steirischem Becken und Pannonischem Becken bezeichnet.<ref>Alpenvorland. In: Geologie von Österreich. GeoSphere Austria – Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie, abgerufen am 8. Mai 2024.</ref>
  • Der Deutsche Wetterdienst unterscheidet zwischen Bergland und Tiefland (wobei der Ausdruck Flachland synonym gebraucht wird), verwendet die Begriffe aber je nach Region relativ: In Süddeutschland liegt der Bezug wie in Österreich und der Schweiz auf der Meereshöhe, während in Norddeutschland die Oberflächenstruktur gemeint ist.<ref>Bergland und Tiefland im Wetter- und Klimalexikon auf dwd.de</ref><ref>Deutscher Wetterdienst, Regionale Flugklimatologie (RFK) für die Allgemeine Luftfahrt in der Bundesrepublik Deutschland, 2. Ausgabe, erste Änderung Mai 2010, Offenbach am Main, PDF, S. 31.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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