Vanilla havilandii
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Vanilla havilandii | ||||||||||||
| Rolfe |
Vanilla havilandii ist eine Pflanzenart aus der Gattung Vanille (Vanilla) in der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Sie wächst als Kletterpflanze auf Borneo.
Beschreibung
Vanilla havilandii ist eine immergrüne Kletterpflanze. Die Blätter sind oval bis lanzettlich, vorne lang und spitz ausgezogen. Die Blätter werden zehn bis 17 Zentimeter lang und 2,5 bis 5,5 Zentimeter breit. Der Blattstiel ist einen Zentimeter lang.<ref name="Portères1954" /> Die Blätter sind von dünner Textur.<ref name="SotoArenasCribb" />
Der drei bis vier Zentimeter lange, traubige Blütenstand trägt zahlreiche dicht beieinander stehende, nickende<ref name="SotoArenasCribb" /> Blüten. Die Tragblätter werden drei bis vier Millimeter lang, sie sind rundlich bis oval, stumpf endend und konkav gebogen. Blütenstiel und Fruchtknoten messen zusammen vier bis fünf Zentimeter. Die grünlichen Sepalen sind drei Zentimeter lang, länglich-oval geformt und stumpf endend. Die Petalen sind ebenfalls grün, stumpf endend, sie sind oberhalb der Mitte am breitesten. Die weiße Lippe ist ganzrandig, der Rand ist vorne gewellt. Auf der Lippe sitzt ein im Umriss ovaler Bart, der aus einzelnen längs verlaufenden, behaarten Leisten zusammengesetzt ist. Die Säule ist zwei Zentimeter lang, an ihrer Spitze mit zwei seitlichen verbreiterten Leisten („geflügelt“). Die elf bis 15 Zentimeter lange Kapselfrucht ist etwa zylindrisch geformt.<ref name="Portères1954" />
Verbreitung
Vanilla havilandii ist auf Borneo endemisch.<ref name="WCSP" /> Sie besiedelt Lichtungen in Regenwäldern.<ref name="Portères1954" />
Systematik und botanische Geschichte
Vanilla havilandii wurde 1918 von Robert Allen Rolfe erstmals beschrieben.<ref name="EB" /> Der Name havilandii ehrt den Sammler des Typusexemplars.
Innerhalb der Gattung Vanilla wird Vanilla havilandii in die Untergattung Xanata und dort in die Sektion Tethya, die alle Arten der Paläotropis enthält, eingeordnet.<ref name="SotoArenasCribb" /> Nach Portères ähnelt sie der ebenfalls in Asien verbreiteten Vanilla albida.<ref name="Portères1954" /> Soto Arenas und Cribb erwähnen ebenfalls die Ähnlichkeit dieser Art. Sie geben des Weiteren Vanilla andamanica, Vanilla montana, Vanilla moonii, Vanilla sanjappae und Vanilla yersiniana als Verwandte an.<ref name="SotoArenasCribb" />
Literatur
- Le Vanillier et la Vanille dans le Monde. In: Gilbert Bouriquet (Hrsg.): Encyclopédie Biologique. Band XLVI. Paul Lechevalier, Paris 1954.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Portères1954"> Roland Portères: Le Genre Vanilla et ses Espèces. In: Le Vanillier et la Vanille dans le Monde. S. 209–210. </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="SotoArenasCribb"> Miguel A. Soto Arenas, Phillip Cribb: A new infrageneric classification and synopsis of the genus Vanilla Plum. ex Mill. (Orchidaceae: Vanillinae). In: Lankesteriana. Band 9, Nr. 3, 2010, S. 379 (ucr.ac.cr [PDF; 692 kB]). </ref> <ref name="EB"> In: Bulletin of Miscellaneous Information, Royal Gardens, Kew 1918, Teil 7, S. 236. </ref> </references>