Georg Samuel Albert Mellin
Georg Samuel Albert Mellin (* 13. Juni 1755 in Halle (Saale); † 14. Februar 1825 in Magdeburg) war ein deutscher Philosoph und reformierter Pfarrer in Magdeburg.
Leben
Mellin studierte ab 1772 in Halle Theologie und wurde anschließend Rektor der reformierten Schule und Hilfsprediger in Züllichau. Über das Pfarramt in der reformierten Gemeinde in Brandenburg an der Havel von 1782 bis 1790 kam er 1791 in die Deutsch-Reformierte Gemeinde in Magdeburg, wo er vom Amt des dritten Predigers bis 1801 zu dem des ersten Predigers und Konsistorialrats aufstieg. 1804 wurde er auch Inspektor (Superintendent). Im Jahr 1815 erhielt er die Ehrendoktorwürde der philosophisch-theologischen Fakultät der Universität Halle.<ref>Heiner F. Klemme, Manfred Kuehn: The Bloomsbury Dictionary of Eighteenth-Century German Philosophers. Bloomsbury, 2016, ISBN 978-1-4742-5597-4, S. 518. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). (englisch)</ref> Von 1793 bis 1825 lebte er als zweiter bzw. dann erster Prediger im Predigerhaus Neuer Weg 17.<ref>Ralph Meyer, Geschichte der Deutsch-Reformierten Gemeinde zu Magdeburg, Erster Band, Verlag von Julius Neumann, Magdeburg 1914, Seite 139</ref><ref>Adreß-Buch der Stadt Magdeburg, Magdeburg 1817, Seite 53 und 89</ref><ref>E. F. Liweh, Adreß-Buch der Stadt Magdeburg, Magdeburg 1823, Seite 13 und 37</ref>
Mellin war dreimal verheiratet. Seine erste Ehefrau, Christiane Johanna Sophie Kuckenberg, starb 1790 in Brandenburg. Aus dieser Ehe stammten zwei Söhne und zwei Töchter. Der Sohn Carl Albert Ferdinand Mellin wurde Stadtbaumeister und Oberbürgermeister von Halle (Saale). In zweiter Ehe war Mellin ab 1791 mit Rosamunde von Katte (1772–1800) verheiratet. Eines ihrer Kinder war der Architekt Friedrich Albert Immanuel Mellin. 1801 heiratete er Wilhelmine von Besser. Der Sohn Ernst Albert Julius Mellin (* 1811 in Magdeburg) wurde Pfarrer in Eickendorf.
Außerhalb Magdeburgs ist Mellin heute vor allem noch als Kommentator der Philosophie Immanuel Kants in Erinnerung. Von seinen zahlreichen Werken dürfte das Encyclopädische Wörterbuch der Kritischen Philosophie (1797–1803) das bekannteste sein. Es ist immer noch eines der wichtigsten Nachschlagewerke zu Kant.
Literatur
- Neuer Nekrolog der Deutschen. Dritter Jahrgang 1825. Zweites Heft. Ilmenau 1827, S. 1342
- Carl von Prantl: Mellin, George Samuel Albert. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 21, Duncker & Humblot, Leipzig 1885, S. 300 f.
- Paul Menzer: Ein Brief Kants an Georg Samuel Albert Mellin. In: Kant-Studien 34 (1929), S. 265 f.
- Hanno Birken-Bertsch: Mellin, Georg Samuel Albert. In: Guido Heinrich, Gunter Schandera (Hrsg.): Magdeburger Biographisches Lexikon 19. und 20. Jahrhundert. Biographisches Lexikon für die Landeshauptstadt Magdeburg und die Landkreise Bördekreis, Jerichower Land, Ohrekreis und Schönebeck. Scriptum, Magdeburg 2002, ISBN 3-933046-49-1, S. 456f. (Artikel online).
- Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hrsg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen - Biogramme Me-P. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2007, ISBN 978-3-374-02138-3, S. 47 f. (eva-leipzig.de [PDF]).
Weblinks
- Literatur von und über Georg Samuel Albert Mellin im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Stammbaum von Rosamunde Christiane Frederike Louise von Katte
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mellin, Georg Samuel Albert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher reformierter Pfarrer und Philosoph |
| GEBURTSDATUM | 13. Juni 1755 |
| GEBURTSORT | Halle (Saale) |
| STERBEDATUM | 14. Februar 1825 |
| STERBEORT | Magdeburg |