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Nina Queer

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Datei:Nina queer 2018 foto michael rädel.jpg
Nina Queer bei ihrer Party Irrenhouse in Berlin, 2018

Nina Queer, Geburtsname: Daniel Wegscheider<ref>Nina Queers neues schmutziges Hobby. In: Berliner Zeitung, 28. Januar 2011.</ref> (* 1985 nach eigenen Angaben auf der Website<ref>Nina Queer I Offizielle Homepage. Abgerufen am 3. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, laut Buch Dauerläufig1984<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nina Queer (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. September 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ninaqueer.com; zum Geburtsjahr gibt es folgende Nachweise: Tagesspiegel von 2005: „25jährige“; Berliner Zeitung von 2005: „Kam 2000 mit Anfang 20 nach Berlin“.</ref>), ist ein Dance-Musik-Sänger, DJ, Entertainer, und Travestiekünstler, der vor allem in einer gegengeschlechtlichen Rolle als Dragqueen auftritt und bekannt wurde.

Leben

Daniel Wegscheider zog 2000 von Kärnten nach Berlin, wo er zunächst in einem Imbiss am Wittenbergplatz arbeitete. Er finanzierte damit seine Schulmädchenreport-Partys, bei denen er als „Star-Transe“ auftrat.<ref>Schulmädchenreport präsentiert knappe Fummel und bunte Perücken. In: Berliner Morgenpost, 3. Januar 2003</ref> Seitdem wurde er in der Travestierolle der Nina Queer als Partyqueen, DJ, Sängerin und Entertainerin einem größeren Publikum bekannt.

Film und Fernsehen

Als Nina Queer wirkte Wegscheider in etlichen Talkshows und diversen Fernsehsendungen mit, unter anderem in Frauentausch<ref>Frauentausch Folge 90, 2007. In: fernsehserien.de. Abgerufen am 22. April 2015. (Website zu Sendung)</ref>, Mission Traumhaus und Endlich Urlaub in Marokko. Bei TIER.TV moderiert Nina Queer die Sendung Star Radar. Nina Queer moderierte fünfmal den Christopher Street Day für den Sender rbb Fernsehen und vier MTV-Masters. Wegscheider wirkte in seiner Rolle auch mit bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten, K11 – Kommissare im Einsatz und Candy Girls und war neben Jim Reeves, Ross Antony und Katja Mitchell Jurymitglied der dreiteiligen Castingsendung Village Boys – Die große Lips Casting Show, die im Sommer 2009 bei TIMM ausgestrahlt wurde.<ref>Village Boys – Die große Lips Casting Show. In: TIMM.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Mai 2009; abgerufen am 5. Juli 2009. (Website zu Sendung)</ref> 2010 spielte sie zusammen mit Debbie Rochon unter der Regie von Marcel Walz in dem deutschen Amateurfilm Avantgarde und in dem Musikvideo „Night People“ von The Human League, welches auch in ihrer Bar gedreht wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />energy.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.energy.de</ref> 2013 synchronisierte Nina Queer in dem Film Fliegende Liebende die Rolle von Normas Assistentin.<ref>Come fly with me. (PDF) siegessaeule.de, S. 22</ref>

Musik

Nina Queer veröffentlichte mehrere Singles. Im März 2009 erschien das Debüt-Album Discopony.<ref>Diskopony-Hof. Tagesspiegel, 7. März 2009, abgerufen am 24. November 2014.</ref> Mit der ersten Single-Auskopplung Fickifickiauaaua war Nina Queer bei Germany’s next Showstars zu sehen, wo sie bereits in der ersten Runde ausschied.<ref>Busen-Blitzer – DJ BoBo bringt Nina Queer auf die Palme. In: Express.de. 5. Juni 2009, abgerufen am 20. Mai 2017.</ref>

Seit 2010 ist Nina Queer mit ihrer satirischen Kolumne Promispalte fester Bestandteil der ENERGY Toastshow auf Energy Berlin, seit 2013 täglich.<ref name="radioszene.de">ENERGY Berlin: Neue Morgenshow. In: radioszene.de. 18. Dezember 2012, abgerufen am 2. Mai 2015.</ref> Queer ist Kolumnistin u. a. für das Szenemagazin blu, die Zeitschrift DU&ICH, queer.de und schreibt für die BILD-Zeitung den Blog Darf’s ein bisschen queer sein?<ref>„Bild“ feiert den schwulen Selbsthass — BILDblog. Abgerufen am 22. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bühne

In der Bar zum schmutzigen Hobby in Berlin, die Nina Queer von 2005<ref name="Tagesspiegel2005">Mein schmutziges Hobby Drag-Queen Nina Queer empfängt jetzt in ihrer Bar. Der Tagesspiegel, 22. August 2005, abgerufen am 11. Dezember 2022.</ref> bis 2014<ref name="promiflash.de">Martin: Sie steigt aus dem Betrieb aus – Zapfenstreich: Nina Queer beendet Bar-Karriere. promiflash, 5. April 2014, abgerufen am 2. Mai 2015.</ref> betrieb, veranstaltete sie jeden Mittwoch das Glamourquiz.<ref>Kneipenquiz: Bier und Spiele. Stern, 15. November 2005, abgerufen am 20. Juli 2009.</ref> Zudem veranstaltet das „Urgestein der Berliner Szene“<ref>Mit schmutzigen Hobbys zum Erfolg. In: Spiegel Online. 22. August 2005, abgerufen am 5. Juli 2009.</ref> monatlich die Party Irrenhouse, die zunächst im Bastard@Prater stattfand, später im Friedrichshainer GeburtstagsKlub in Berlin und inzwischen im Kreuzberger Comet Club, bei der unter anderem auch schon Justin Timberlake, Heidi Klum oder Daniel Brühl als Gäste auftauchten.<ref name="BerlinerZeitung2005">Andreas Merkel: Große Frau mit schmutzigem Hobby. In: Berliner Zeitung, 20. Juli 2005</ref>

Anderes

Im April 2011 erschien Nina Queers erster Roman Dauerläufig. Im Mai 2020 erschien Nina Queers zweiter Roman Sie ist wieder da.

Im Juli 2015 führte Nina Queer eine medienwirksame Hochzeitszeremonie zwischen Helmut Berger und dem 37 Jahre jüngeren Florian Wess, Sohn eines der beiden Botox-Boys, durch. Die Zeremonie fand auf einer Finca in Spanien in kleinem Rahmen von 15 Gästen, u. a. Christina Lugner, statt.<ref>Helmut Berger & sein Botox-Boy: So verrückt war die Hochzeit. PromiFlash, 11. Juli 2015</ref>

Rassismusvorwürfe

Nina Queer wurde in den 2010er Jahren mehrfach wegen rassistischer Äußerungen kritisiert. Erstmals erhob die CDU im Wahlkampf 2016 entsprechende Vorwürfe gegen Queer als damalige „Toleranzbotschafterin“ der SPD und verwies auf eine Kolumne aus dem Jahre 2011, in dem Queer mit Sätzen wie „Schwarze Männer verehren einen dicken weißen Weiberarsch wie der Inder eine heilige Kuh.“ rassistische und kolonialistische Stereotypen reproduziere. Queer und die SPD verteidigten die Äußerungen als erkennbare Satire.<ref>Wahlkampf: CDU wirft Nina Queer Rassismus vor. queer.de; abgerufen am 11. August 2020</ref> Nachdem Queer im Folgejahr nach einem homophoben Angriff in einem Statement die Abschiebung der Täter in ein Kriegsgebiet beschwor, flammten erneut Vorwürfe auf, diesmal auch aus der queeren Szene und der SPD, die sich daraufhin von Queer in ihrer Funktion als Toleranzbotschafterin trennte.<ref>Rassismus-Vorwürfe gegen Nina Queer. queer.de; abgerufen am 11. August 2020</ref><ref>Zoff um wütendes Facebook-Statement von Nina Queer. bz-berlin.de; abgerufen am 11. August 2020</ref><ref>(8) SPD-Aushängeschild: Rassismus-Debatte um Dragqueen Nina Queer. tagesspiegel.de; abgerufen am 11. August 2020</ref>

Zu einem weiteren Zwischenfall kam es 2020. Der Journalist und Autor Johannes Kram wies darauf hin, dass Queer 2013 ein Statement auf Facebook postete, aus dem er zitierte „In meiner Frauengruppe muss mindestens einmal mit einem N. (Unkenntlichmachung des im Post ausgeschriebenen N-Worts von mir) geschlafen zu haben, um den Vorwurf des Rassismus wirkungsvoll entgegen zu treten“ und Queer eine „rassistische und sexistische Provokateurin“ nannte.<ref>„Black Lives Matter“: CSD Berlin möchte rassistischer und sexistischer Provokateurin Plattform bieten Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber. nollendorfblog.de; abgerufen am 11. August 2020</ref> Kram konfrontierte auch die Veranstalter des Berliner CSD mit diesem Posting, da Queer in Rahmenprogramm des CSD eine Veranstaltung anbot. Nachdem sich auch weitere prominente Aktivisten gegen Queers Äußerungen positionierten, folgte der Vorstand des CSD Berlin mit einer distanzierenden Presseerklärung.<ref>Nina Queer entschuldigt sich für rassistisches Posting und fällt Berliner CSD-Vorständen in den Rücken Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber. nollendorfblog.de; abgerufen am 11. August 2020</ref><ref>(9) „Wir haben Sorge vor einer Sogwirkung“: Wie der Berliner CSD in diesem Jahr Corona-konform feiern will. tagesspiegel.de; abgerufen am 11. August 2020</ref>

Aufgrund eines Interviews, in dem Queer sich mit den Worten „Dann bin ich eben die erste Hitler-Transe“ dagegen aussprach, dass „Schwule in Kreuzberg von Arabern angegriffen würden“,<ref>(1) Dragqueen Nina Queer: „Dann bin ich eben die erste Hitler-Transe“. tagesspiegel.de; abgerufen am 13. Januar 2021</ref> entschied der Sender RTL im Januar 2021, Queer aus der geplanten Teilnahme an der Dschungelshow zu streichen.<ref>„Hitler-Transen“-Aussage: RTL wirft Nina Queer aus „Dschungelshow“. rnd.de; abgerufen am 13. Januar 2021</ref>

Diskografie

Singles

  • 1999: Sex (als DaniL.)
  • 2007: Haben Sie Mich Schon
  • 2008: HimalayaJennifer Rostock feat. Nina Queer Remix
  • 2009: Fickifickiauaaua
  • 2009: Beautiful
  • 2009: R U Ready
  • 2009: Ich schau in Dein Gesicht – Nina Queer & DJ Divinity
  • 2011: I give you love
  • 2012: Hat hier irgendjemand ne Nutte bestellt?
  • 2012: Bukakke
  • 2012: Wund im Mund
  • 2014: Lover? Friend?
  • 2015: Hacken & Ziehen – Nina Queer & DJ Divinity
  • 2020: OMG – Nina Queer & DJ Herzbeat

Alben

  • 2009: Discopony
  • 2012: Hat hier irgendjemand ne Nutte bestellt?
  • 2017: Wer hat an der Hur(e) gedreht?

Bücher

  • 2011: Dauerläufig (Roman)
  • 2020: Sie ist wieder da (Roman)

Filme

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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