Franz Kemser
Franz Kemser (* 11. November 1910 in Partenkirchen; † 20. Januar 1986 in Garmisch-Partenkirchen) war ein deutscher Bobfahrer. Er gewann 1952 im Viererbob die olympische Goldmedaille.
Karriere
Franz Kemser startete für den SC Riessersee. Bei der Weltmeisterschaft 1938 im Viererbob, die in seinem Heimatort Garmisch-Partenkirchen ausgetragen wurde, war Kemser Anschieber im Bob von Hanns Kilian, zusammen mit Werner Windhaus und Bobby Braumüller belegten sie den zweiten Platz hinter dem von Frederick McEvoy gesteuerten britischen Bob. 1939 gewann Kilian mit Kemser, Windhaus und Lechner die deutsche Meisterschaft. Bei der Weltmeisterschaft 1939 in Cortina d’Ampezzo gewann Kilian Bronze zusammen mit Windhaus, Hans Schmidt und Kemser. Kilian, Kemser, Windhaus und Schmidt gewannen zehn Jahre später auch die erste deutsche Meisterschaft im Viererbob nach dem Zweiten Weltkrieg.
Für die Olympischen Spiele 1952 hatte sich Franz Kemser im Viererbob mit einem von ihm selbst gesteuerten Bob qualifiziert. Bei den Trainingsläufen in Oslo lagen sein Bob und der von Anderl Ostler gesteuerte erste deutsche Bob deutlich hinter den schwereren Teams aus den USA und aus der Schweiz zurück. Die deutsche Mannschaftsleitung meldete daraufhin den zweiten deutschen Bob ab und setzte die schwersten Leute in einen Bob.<ref>Volker Kluge, Seite 134, Anmerkung 40</ref> Der auf diese Art zusammengesetzte Bob mit Anderl Ostler, Friedrich Kuhn, Lorenz Nieberl und Franz Kemser siegte dann vor dem US-Bob von Stanley Benham und dem Schweizer Bob von Fritz Feierabend. Nach den Olympischen Spielen 1952 wurden Gewichtslimits für Zweier- und Viererbobs eingeführt. Franz Kemser erhielt, wie die anderen Bob-Fahrer seines Vierer-Bobs, 1952 das Silberne Lorbeerblatt.
1953 trat Kemser als Anschieber von Anderl Ostler im Zweierbob an und gewann die deutsche Meisterschaft. Bei der Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen belegten die beiden den zweiten Platz hinter den Schweizern Felix Endrich und Fritz Stöckli.
Literatur
- Bodo Harenberg (Red.): Die Stars des Sports von A–Z. Darmstadt 1970.
- Volker Kluge: Olympische Winterspiele, die Chronik. Berlin 1994, ISBN 3-328-00631-1.
Weblinks
- Vorlage:Olympedia
- Weltmeisterschaften Zweierbob
- Weltmeisterschaften Viererbob
- Deutsche Meisterschaften Bobfahren
Einzelnachweise
<references/>
1924: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Scherrer, Neveu, A. Schläppi, H. Schläppi | 1928: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Fiske, Tucker, Mason, Gray, Parke | 1932: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Fiske, Eagan, Gray, O’Brien | 1936: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Musy, Gartmann, Bouvier, Beerli | 1948: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Tyler, Martin, Rimkus, D’Amico | 1952: Datei:Flag of Germany.svg Ostler, Kuhn, Nieberl, Kemser | 1956: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Kapus, Diener, Alt, Angst | 1964: Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg V. Emery, Kirby, Anakin, J. Emery | 1968: Vorlage:ITA-1946 Monti, De Paolis, Zandonella, Armano | 1972: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Wicki, Hubacher, Leutenegger, Camichel | 1976: Datei:Flag of East Germany.svg Nehmer, Babock, Germeshausen, Lehmann | 1980: Datei:Flag of East Germany.svg Nehmer, Musiol, Germeshausen, Gerhardt | 1984: Datei:Flag of East Germany.svg W. Hoppe, Wetzig, Schauerhammer, Kirchner | 1988: Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Fasser, Meier, Fässler, Stocker | 1992: Österreich Appelt, Winkler, Haidacher, Schroll | 1994: Deutschland Czudaj, Brannasch, Hampel, Szelig | 1998: Deutschland Langen, Zimmermann, Jakobs, Hampel | 2002: Deutschland Lange, Kühn, Kuske, Embach | 2006: Deutschland Lange, Kuske, R. Hoppe, Putze | 2010: Vereinigte Staaten Holcomb, Mesler, Tomasevicz, Olsen | 2014: Datei:Flag of Latvia.svg Melbārdis, Vilkaste, Dreiškens, Strenga | 2018: Deutschland Friedrich, Bauer, Grothkopp, Margis | 2022: Deutschland Friedrich, Margis, Bauer, Schüller | 2026: Deutschland Lochner, Fleischhauer, Margis, Wenzel
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kemser, Franz |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bobfahrer |
| GEBURTSDATUM | 11. November 1910 |
| GEBURTSORT | Partenkirchen |
| STERBEDATUM | 20. Januar 1986 |
| STERBEORT | Garmisch-Partenkirchen |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Bobfahrer (Deutschland)
- Olympiateilnehmer (Deutschland)
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1952
- Olympiasieger (Bobsport)
- Träger des Silbernen Lorbeerblattes
- Sportler (SC Riessersee)
- Deutscher
- Geboren 1910
- Gestorben 1986
- Mann
- Deutscher Meister (Bobsport)