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Rheinzink

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RHEINZINK GmbH & Co. KG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Rheinzink LOGO schwarz.png
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1966
Sitz Datteln, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung Carsten Beier (Vorsitz)
Pascal Hagemann
Michael Knepper<ref>Impressum. In: Rheinzink GmbH & Co KG. Abgerufen am 18. April 2024.</ref>
Mitarbeiterzahl ca. 500 (2025)<ref name="über uns" />
Umsatz 278,3 Mio. Euro (Okt. 2022 bis Sep. 2023)<ref>Grillo-Werke Aktiengesellschaft, Duisburg, Jahres- und Konzernabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023, veröffentlicht im Unternehmensregister am 29. Oktober 2024, abgerufen am 24. Juli 2025.</ref>
Branche Metallverarbeitende Industrie
Website www.rheinzink.de

Die Rheinzink GmbH & Co. KG (Eigenschreibweise: RHEINZINK) ist ein international tätiges Unternehmen des Grillo-Konzerns. Am Standort Datteln produziert das Unternehmen Titanzink, ein Ausgangsmaterial für die Herstellung von Dach-, Fassaden- und Dachentwässerungsprodukten,<ref name="wiwo">Henryk Hielscher: Grillo-Werke AG: „Die Krise in der Branche hat Rheinzink voll erwischt“. In: Wirtschaftswoche. 28. März 2024, abgerufen am 27. August 2025.</ref> und vertreibt darüber hinaus Produkte aus dem Bereich Solar/Photovoltaik.<ref>Birgit Tegtbauer: Photovoltaik im Rundum-Sorglos-Paket. In: Dach Wand. 27. Juni 2025, S. 34–37.</ref>

Geschichte

Rheinzink wurde im Jahr 1966 als Gemeinschaftsunternehmen von den Grillo-Werken, der Stolberger Zink und der Vereinigten Deutschen Metallwerken gegründet. Den Impuls zur Gründung gab der Industrielle Herbert Grillo, der auf seinen Reisen durch die Vereinigten Staaten festgestellt hatte, dass das damals übliche Paketwalzverfahren zur Herstellung von Zinklegierungen – das sogenannte Hüttenzink-Verfahren – technisch überholt war. Ziel des Zusammenschlusses war es, ein neues Herstellungsverfahren zu etablieren und damit eine dauerhaft standfeste Zinklegierung zu produzieren.<ref name="Kramer">Wieland Kramer: Gefragter Baustoff: Gegen Wind und Wetter. In: Süddeutsche Zeitung. 15. Juni 2007, S. 28.</ref><ref name="historie">Historie. In: Rheinzink. Abgerufen am 27. August 2025.</ref>

1969 nahm die neue Produktionstechnik in Datteln ihren Betrieb auf. Mit der Einführung einer kontinuierlichen Breitband-Gieß-Walzstraße ersetzte Rheinzink das traditionelle Paketwalzverfahren. Es war in diesem Bereich Pionier in Europa.<ref name="Kramer" /> Lange wurde der Rohstoff Zink aus der benachbarten Zinkhütte Ruhr-Zink Datteln geliefert.<ref name="Kramer" /><ref name="historie" />

Ab 1978 wurde Rheinzink verstärkt als öffentliche Marke aufgebaut; es entstand ein Netzwerk von Fachhändlern, die Rheinzink-Produkte an das Handwerk verkauften.<ref name="Oebbeke">Alfons Oebbeke: Rheinzink feiert 40-jähriges Jubiläum. In: Baulinks. 26. Juni 2006, abgerufen am 27. August 2025.</ref> 1999 erwarben die Grillo-Werke die gesamten Anteile an Rheinzink und sind seitdem Alleininhaber.<ref name="HB2016" /> Im Mai 2006 wurde im Rahmen der 40-Jahre-Feierlichkeiten eine neue Vorbewitterungsanlage eröffnet.<ref name="Oebbeke" />

Am 29. September 2009 wurde als Empfangsgebäude des Hauptsitzes in Datteln eine Villa des Architekten Daniel Libeskind eröffnet. Das Gebäude wurde mit Solarkollektoren und anderen ökologischen Elementen ausgestattet.<ref>Libeskind mal kleiner. In: Der Spiegel. Nr. 26, 2009, S. 138 (online).</ref><ref name="faz">Brigitte Koch: Ulrich Grillo: Mann mit Energie. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 26. November 2012, abgerufen am 27. August 2025.</ref>

Unternehmensstruktur

Die Rheinzink GmbH & Co. KG ist eine Tochtergesellschaft des international tätigen Familienunternehmens Grillo-Werke AG. Das Unternehmen beschäftigt Stand 2025 rund 500 Mitarbeiter,<ref name="über uns">Über uns. In: Rheinzink. Abgerufen am 27. August 2025.</ref> davon 320 am Hauptsitz in Datteln.<ref name="morgenpost">Benedikt Iwen: Rheinzink tritt ways2work bei: Mehr ÖPNV mit Unterstützung des Dattelner Bürgermeisters. In: Dattelner Morgenpost. 8. April 2025, abgerufen am 27. August 2025.</ref> Weltweit ist Rheinzink in 30 Ländern und auf fünf Kontinenten tätig und hat mehrere Vertriebsniederlassungen in Deutschland und Frankreich. Im Jahr 2011 lag die Fertigungskapazität bei 160.000 Tonnen Bauzink.<ref>Anja Kimmig: Folge 17: Rheinzink – Werkstoffe vom Weltmarkführer. In: Deutsche Welle. 4. Oktober 2011, abgerufen am 27. August 2025.</ref>

Die Rheinzink France SAS fungiert als Tochterunternehmen für Frankreich, das nach Deutschland den zweitgrößten Absatzmarkt für Rheinzink darstellt. Rheinzink France produziert seit 1992 in Neulise, zu den Produkten gehören Standard-Entwässerungssysteme wie Dachrinnen, Fallrohre und Zubehör sowie maßgeschneiderte Fassaden- und Dachprodukte.<ref>Stéphanie Véron: A Neulise, Rheinzink fête trente ans de savoir-faire et poursuit sa conquête de parts de marché en France. In: Mesinfos. 8. August 2022, abgerufen am 27. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Rheinzink France SAS. In: Rheinzink. Abgerufen am 27. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Produkte

Rheinzink produziert ein Elektrolyt-Feinzink nach DIN EN 988 mit einem Reinheitsgrad von 99,995 %,<ref>Natürlich schöne Lösungen aus Titanzink. In: Rheinzink. Abgerufen am 27. August 2025.</ref> ergänzt um bestimmte Anteile an Kupfer und Titan. Diese Legierung wird in einem kontinuierlichen Prozess geschmolzen, gegossen und zu sogenannten Coils verarbeitet.<ref>Steildach-Reportage: Natürlich, ökologisch, nachhaltig. In: Dach Wand. Nr. 2, 8. Mai 2020, S. 16–18.</ref>

In der Weiterverarbeitung werden unterschiedliche Dach-, Fassaden- und Dachentwässerungssysteme<ref name="wiwo" /> sowie verschiedene Architekturprodukte hergestellt. Die Fassadensysteme können in Falz-, Paneel-, Profil-, Kassetten- und Rautensysteme eingeteilt werden. Rheinzink betreibt zudem eine Vorbewitterungsanlage, in der durch ein spezielles Beizverfahren vorbewitterte Titanzinkprodukte erzeugt werden, die den Eindruck von natürlich gealtertem Zink erzielen.<ref>Eurobaustoff zu Gast bei Rheinzink. In: Eurobaustoff. 4. November 2013, abgerufen am 27. August 2025.</ref><ref name="historie" />

Datei:Outside education space.jpg
Riverside Museum Glasgow
Datei:Neue Synagoge Mainz Portalsicht.jpg
Neue Synagoge Mainz

Zink von Rheinzink wurde unter anderem in größerem Umfang im Riverside Museum in Glasgow,<ref>Zinc cladding: Zaha Hadid’s Riverside Museum, Glasgow. In: Building Design Index. Abgerufen am 27. August 2025.</ref> im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück,<ref>Felix-Nussbaum-Haus Osnabrück. In: Rheinzink. Abgerufen am 27. August 2025.</ref> im Jüdischen Museum Berlin,<ref>Suryo Buono: Rheinzink: Working Materials from the World Market Leader. In: Deutsche Welle. 10. Mai 2011, abgerufen am 27. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> in der Neuen Synagoge Mainz<ref>Neue Synagoge Mainz. In: Rheinzink. Abgerufen am 27. August 2025.</ref> und im eigenen Empfangsgebäude von Rheinzink verbaut.<ref name="faz" /> Verschiedene Architekten, unter anderem Daniel Libeskind, arbeiteten in diesem Zusammenhang mehrfach mit Rheinzink zusammen.<ref name="HB2016">J. Blume, D. Sauer, T. Schmelzer, K. Witsch: Ulrich Grillo: Wenn die Pflicht ruft. In: Handelsblatt. 16. Juni 2016, S. 46.</ref>

Nachhaltigkeit

Der Werkstoff Rheinzink wird seit Jahrzehnten von der Internationalen Gesellschaft für Elektrosmogforschung untersucht und mehrfach als umweltverträgliches Bauprodukt ausgezeichnet.<ref>Alfons Oebbeke: Rheinzink ist laut Umweltproduktdeklaration umweltverträglich und nachhaltig. In: Baulinks. 31. Mai 2006, abgerufen am 27. August 2025.</ref><ref>Rheinzink – Garantien & Zertifikate. In: Rheinzink. Abgerufen am 27. August 2025.</ref> Seit 2009 wird Rheinzink nach den Kriterien von „Cradle to Cradle“ zertifiziert.<ref>Rheinzink: 2023 wird nachhaltig. In: Baudatenbank.at. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. April 2024; abgerufen am 27. August 2025.</ref>

2025 trat Rheinzink dem Projekt „ways2work“ bei, welches Mitarbeiter für einen klimafreundlichen Weg zum Arbeitsplatz sensibilisiert und Optionen zum Erreichen des Arbeitsplatzes verbessern soll.<ref name="morgenpost" />

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />