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Kaltmamsell

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. Februar 2026 um 17:38 Uhr durch imported>Turdus (Manche Speisen der kalten Küche werden durchaus mit Erwärmung hergestellt, z. B. gekochte Eier, Wurst, sie werden aber im abgekühlten Zustand angerichtet bzw. serviert.).
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Eine Kaltmamsell (<phonos file="DE Kaltmamsell GT.ogg">Anhören</phonos>/?; alternative Bezeichnung: kalte Mamsell) ist in der Gastronomie und Hotellerie die Berufsbezeichnung für eine Angestellte (Mamsell), die für kalte Speisen und Buffets zuständig ist. Der Begriff der kalten Küche bezieht sich in dem Zusammenhang nicht auf rohe und ungekochte, sondern auf ohne Erwärmung servierte Speisen.

Aufgaben und Berufsbild

Die Aufgaben einer Kaltmamsell umfassen die Zubereitung und Ausgabe kalter Speisen wie Salate, Aspiks, Mayonnaisen, kalte Saucen, kalte Vorspeisen, die Zusammenstellung kalter Platten bzw. kalter Buffets.<ref name="Pini" /> Sie können auch die Beschaffung der Zutaten umfassen wie bei einem Gardemanger.

Es handelt sich bei einer Kaltmamsell traditionell um eine erfahrene ältere Kraft.<ref name="Pini">Udo Pini: Das Gourmet-Handbuch. 4. Auflage. Tandem-Verlagsgruppe, 2004, ISBN 3-8331-1097-X, S. 506, Abschnitt „Kaltmamsell“.</ref> Sie nimmt ihre Aufgaben sowohl geplant im regulären gastronomischen Ablauf wahr, beispielsweise im Rahmen der Vorbereitungen von Stehempfängen, zu denen Häppchen angeboten werden sollen, als auch manchmal außerhalb der regulären Betriebszeiten: So weist das Gourmet-Handbuch beispielsweise darauf hin, dass einer Kaltmamsell eine besondere Rolle zukommt, wenn die warme Küche eines Hauses bereits geschlossen hat, die betreffende Gaststätte oder das jeweilige Gasthaus, Hotel und Restaurant aber noch Gäste hat, erwartet oder rund um die Uhr mit einem Zimmerservice bedienen muss oder will.<ref name="Pini" />

Das Berufsbild der Kaltmamsell findet sich vorwiegend in der Esskultur Europas und ist in anderen Kulturräumen wie beispielsweise Afrika oder Asien unbekannt.

Begriff

Das Gourmet-Handbuch konstatiert zum Begriff „Kaltmamsell“, dass „die konsequente Verjüngung und Unterbezahlung im Gastgewerbe die Funktion und das Wort der meist älteren Mamsell“ aussterben ließen.<ref name="Pini" />

Der Historiker Bodo Mrozek griff den Begriff der „Kaltmamsell“ in seinem Lexikon der bedrohten Wörter auf und führt darin aus: „Sie [eine Kaltmamsell] richtete Häppchen, schnitzte aus Gurken und Radieschen kleine Kunstwerke und füllte Schinkenröllchen mit Eiertunke (neudeutsch: Mayonnaise).“<ref>Hermann Schreiber: Lang lebe die Kaltmamsell! In: abendblatt.de. 24. April 2010, abgerufen am 30. November 2019.</ref>

Bekannte Kaltmamsells

Trivia

Literatur

  • Ursula Simgen-Buch (Hrsg.): Die Kaltmamsell und der Koch. Eine Liebe in 80 Feldpostbriefen. Ein historischer Erlebnisbericht. Dreieich 2017, ISBN 978-3-944948-99-7.

Einzelnachweise

<references />