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Horst Karsten

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Horst Karsten (* 1. Januar 1936<ref>Laut sports-reference und auch laut Sport-Bild vom 23. Dezember 1997, S. 88 ist Horst Karsten am 1. Januar 1936 geboren, in der unter den Weblinks aufgeführten Pressemitteilung der Reiterlichen Vereinigung von 2007 wird sein Alter mit 71 Jahren angegeben. In der Olympiabroschüre 1972 und in den älteren Büchern wird sein Geburtsjahr mit 1937 notiert.</ref> in Elsfleth) ist ein ehemaliger deutscher Vielseitigkeitsreiter, der bei drei Olympiastarts zwei Medaillen gewann.

Horst Karsten begann 1956 mit der Vielseitigkeitsreiterei. 1964 konnte er sich zusammen mit Fritz Ligges und Gerhard Schulz für die gesamtdeutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1964 qualifizieren. Diese Equipe war eine der wenigen Mannschaften innerhalb des Olympiaaufgebotes, die wirklich gesamtdeutsch aufgestellt waren, der Niedersachse Horst Karsten und der Westfale Fritz Ligges waren Landwirte aus der Bundesrepublik Deutschland, Gerhard Schulz gehörte der berittenen Grenzpolizei der Deutschen Demokratischen Republik an. In Tokio belegte Horst Karsten auf Condora den sechsten Platz in der Einzelwertung. Gemeinsam gewannen die drei Reiter die Bronzemedaille in der Mannschaftswertung hinter den Teams aus Italien und aus den Vereinigten Staaten.

Nach dem Ende der gesamtdeutschen Mannschaft vertrat Horst Karsten auf Adagio zusammen mit Jochen Mehrdorf und Klaus Wagner die Bundesrepublik Deutschland bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt. Als bestplatzierter deutscher Reiter reihte sich Horst Karsten auf Rang 11 ein, die Equipe belegte den fünften Platz. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München war Karsten mit Sioux für die deutsche Mannschaft nominiert. Er ging in der Dressurwertung in Führung, musste aber beim Geländeritt aufgeben. Zusammen mit Karl Schultz, Harry Klugmann und Lutz Goessing erhielt Horst Karsten in der Mannschaftswertung die Bronzemedaille hinter den Teams aus dem Vereinigten Königreich und aus den Vereinigten Staaten. 1974 gewann Horst Karsten mit der deutschen Mannschaft Bronze bei der Weltmeisterschaft. 1965, 1973 und 1977 erhielt Horst Karsten jeweils die Bronzemedaille in der Einzelwertung bei der Europameisterschaft. In der Mannschaftswertung gewann er 1973 Gold, 1977 Silber und 1969 sowie 1975 Bronze.

Horst Karsten gehörte dem Reiterverein Ganderkesee an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Geschichte unseres Vereins (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rv-ganderkesee.de, Reiterverein Ganderkesee e. V.</ref> Er gewann den Deutschen Meistertitel in den Jahren 1963, 1965, 1973, 1977 und 1981. 1963 gelang ihm der Sieg auf Condora, dahinter belegte er auf Hanko auch den zweiten Platz.<ref>Deutsche Meisterschaften im Vielseitigkeitsreiten</ref> Nachdem er bei 14 internationalen Meisterschaften Mitglied der deutschen Mannschaft gewesen war, übernahm Horst Karsten 1986 das Amt des Bundestrainers. In seiner Amtszeit gewann die deutsche Vielseitigkeitsreiter-Equipe Gold bei den Olympischen Spielen 1988 und Bronze bei den Olympischen Spielen 1992 sowie bei den Weltmeisterschaften 1990 und 1994.

Im März 1989 wurde ihm der Titel „Reitmeister“ verliehen.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.pferd-aktuell.deListe der bisherigen Reit- und Fahrmeister, Deutsche Reiterliche Vereinigung, Stand November 2006 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> 2007 wurde Horst Karsten als erster Deutscher in die Hall of Fame der internationalen Vereinigung der Vielseitigkeitsreiter aufgenommen.

Außerdem wurde er am 11. Dezember 1964 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.<ref>Sportbericht der Bundesregierung vom 29. September 1973 an den Bundestag - Drucksache 7/1040 . Seite 71</ref>

Literatur

  • Volker Kluge: Olympische Sommerspiele. Die Chronik III. Mexiko-Stadt 1968 – Los Angeles 1984. Sportverlag Berlin, Berlin 2000, ISBN 3-328-00741-5.
  • Nationales Olympisches Komitee für Deutschland: München Kiel 1972. Die Olympiamannschaft der Bundesrepublik Deutschland. Frankfurt am Main 1972

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1959: Siegfried Dehning | 1960: Reiner Klimke | 1961–62: Fritz Ligges | 1963: Horst Karsten | 1965: Horst Karsten | 1966–67: Lutz Goessing | 1969: Otto Ammermann | 1970: Bernd Messmann | 1971: Harry Klugmann | 1973: Horst Karsten | 1974–75: Herbert Blöcker | 1977: Horst Karsten | 1978: Otto Ammermann | 1979: Harry Klugmann | 1980: Otto Ammermann | 1981: Horst Karsten | 1982: Dietmar Hogrefe | 1983: Claus Erhorn | 1984: Burkhard Tesdorpf | 1985: Johann Stolle | 1986: Burkhard Wahler | 1987: Dieter Hesselbach | 1988: Simone Richter-Kals | 1989: Hans-Friedrich Nagel | 1990–92: Matthias Baumann | 1993: Marina Loheit | 1994: Cord Mysegaes | 1995: Edith Schless-Beine | 1996–97: Bodo Battenberg | 1998: Inken Johannsen | 1999–2001: Ingrid Klimke | 2002: Bettina Hoy | 2003: Frank Ostholt | 2004: Bettina Hoy | 2005: Frank Ostholt | 2006: Bettina Hoy | 2007: Meisterschaft abgebrochen | 2008: Frank Ostholt | 2009: Ingrid Klimke | 2010: Julia Mestern | 2011: Andreas Ostholt | 2012: Michael Jung | 2013: Andreas Dibowski | 2014: Meistertitel nicht vergeben | 2015: Andreas Ostholt | 2016: Sandra Auffarth | 2017: Bettina Hoy | 2018–19: Julia Krajewski | 2020: Ingrid Klimke | 2021-22: Michael Jung | 2023: Julia Krajewski | 2024: Michael Jung Vorlage:Klappleiste/Ende

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