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Emmenopterys henryi

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Emmenopterys henryi
Datei:Emmenopterys henryi - inflorescence (detail).jpg

Emmenopterys henryi, Laubblätter und Blütenstände

Systematik
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Unterfamilie: Ixoroideae
Tribus: Condamineeae
Gattung: Emmenopterys
Art: Emmenopterys henryi
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Emmenopterys
Oliv.
Wissenschaftlicher Name der Art
Emmenopterys henryi
Oliv.

Emmenopterys henryi ist die einzige Art der Pflanzengattung Emmenopterys innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Sie stammt aus dem südlichen China.

Beschreibung

Datei:Emmenopterys henryi - Cambridge sept. 2012.jpg
Blühende Zweige

Vegetative Merkmale

Emmenopterys henryi ist ein unbewehrter, laubabwerfender Baum, der Wuchshöhen von bis über 30 Metern<ref name="FoC"/> erreicht. Der Stammdurchmesser kann bis 1 Meter erreichen. Die bräunliche Borke ist im Alter rau und schuppig.

Die gegenständigen Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der rötliche, leicht behaarte bis kahle Blattstiel ist 2 bis 8 Zentimeter lang.<ref name="FoC"/> Die lederige, ganzrandige und spitze bis bespitzte, seltener stumpfe Blattspreite ist bei einer Länge von 6 bis 30 Zentimetern sowie einer Breite von 3,5 bis 14,5 Zentimetern eiförmig oder elliptisch bis verkehrt-eiförmig.<ref name="FoC"/> Die Blätter sind oberseits fast kahl und unterseits heller und vor allem auf den Adern behaart. Die interpetiolaren und spitzen Nebenblätter werden meist abgeworfen.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die duftenden Blüten stehen in endständigen und schirmrispigen Blütenständen, mindestens eine der Blüten eines Blütenstandes wird von einem anfänglich weißen, vergrößerten laubblattartigen, beständigen Hochblatt (einem Kelchblatt) begleitet.

Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der kleine Kelch ist mehr oder weniger behaart und wird abgeworfen, außer dem einen, oft beständigen und stark vergrößerten Kelchblatt. Die fünf glockenförmig verwachsenen Kronblätter sind weiß bis gelblich. Die Kronröhre ist 13 bis 23 Millimeter lang.<ref name="FoC"/> Die ausladenden und außen und innen mehr oder weniger feinhaarigen Kronzipfel sind 5 bis 7 Millimeter lang und am oberen Ende gerundet.<ref name="FoC"/> Die Staubblätter mit behaarten Staubfäden sind eingeschlossen. Der Fruchtknoten ist unterständig. Der Griffel ist schlank mit einer leicht zweilappigen Narbe.

Die Früchte reifen zwischen Juli und September. Die holzigen und zylindrischen bis spindelförmigen, bis 5 Zentimeter langen Kapselfrüchte (Scheinfrucht) enthalten eine Vielzahl von Samen. Die feinen und abgeflachten Samen sind netzartig geflügelt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 76.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Emmenopterys henryi ist vom südlichen bis zentralen China in den Provinzen Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Shanxi, Sichuan, Yunnan sowie Zhejiang verbreitet.<ref name="FoC"/> Sie gedeiht in Wäldern in Tälern in Höhenlagen von 400 bis 1600 Metern.<ref name="FoC"/>

Taxonomie

Die Erstbeschreibung von Emmenopterys henryi erfolgte 1889 durch Daniel Oliver in Hooker’s Icon. Pl. Band 19, Tafel 1823. Synonyme für Emmenopterys henryi <templatestyles src="Person/styles.css" />Oliv. sind: Mussaenda cavaleriei <templatestyles src="Person/styles.css" />H.Lév., Mussaenda mairei <templatestyles src="Person/styles.css" />H.Lév.<ref name="FoC"/> Benannt ist die Art nach ihrem Entdecker Dr. A. Henry.

Gärtnerische Geschichte

In Europa gibt es nur wenige große Exemplare in einigen Arboreten. Im Handel ist sie in einigen wenigen holländischen und deutschen Baumschulen. Das erste Exemplar wurde 1907 in Europa eingeführt. In Europa hat sie 1971 im Arboretum der Villa Taranto am Lago Maggiore zum ersten Mal geblüht.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Webseite der Villa Taranto (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. April 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.villataranto.it</ref> Die offenbar erste Blüte in Deutschland begann im Juli 2018 am Herforder Stadtwall in einem Privatgarten, sowie im Arboretum Kalmthout in Belgien, in dem man extra hierfür ein etwa 6 Meter hohes Gerüst für das Publikum gebaut hat.<ref>Moritz Winde: Der schöne Henryi. In: Herforder Kreisblatt. Westfalen-Blatt, 4./5. August 2018, 174. Jahrgang, Nummer 179/2018, Herforder Zeitung, Seite 2 (unpaginiert).</ref><ref>Frank-Michael Kiel-Steinkamp: Einzigartig in Deutschland: In einem Herforder Garten blüht chinesischer Baum. In: Neue Westfälische. online, 6. August 2018.</ref> In England wurden 1928 Samen, den George Forrest in Süd-China gesammelt hatte, in Borde Hill ausgesät, der Baum blühte erstmals 2011.<ref>Webpage Borde Hill (Englisch).</ref>

Literatur

  • Rubiaceae. In: Albert N. Steward: Manual of vascular plants of the lower Yangtze Valley, China. Oregon State College Corvallis, 1958 eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
  • Tim Upson: Emmenopterys henryi. Rubiaceae. Curtis’ Botanical Magazine Band 31, No. 1, 2014, S. 66–67, 69–79, Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).
  • William Jackson Hooker: Hooker’s Icones Plantarum Band 19, Teil I, 1889, Plate 1823, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden..

Weblinks

Commons: Emmenopterys henryi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN"> Emmenopterys henryi bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoC"> Tao Chen, Charlotte M. Taylor: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 19: Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010, ISBN 978-1-935641-04-9. Emmenopterys Oliver. textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> </references>