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Akris

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Akris AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1922
Sitz St. Gallen SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz
Leitung Albert Kriemler, Chefdesigner
Peter Kriemler, CEO
Marcel Krug, CCO<ref>Elke Sieper: Akris bündelt Vertriebsbereiche unter Marcel Krug, textilwirtschaft.de, 27. Oktober 2016. Abgerufen am 1. Mai 2023.</ref>
Mitarbeiterzahl > 1000 (2017)<ref name=":0">Max Kriemler ist verstorben. In: St. Galler Tagblatt vom 28. November 2017.</ref>
Umsatz ca. 250–300 Mio. SFr (2011)<ref name=":2">Alice Cavanagh: Swiss beat: Akris turns 100. In: Financial Times. 30. September 2022 (ft.com [abgerufen am 1. Mai 2023]).</ref>
Branche Bekleidung
Website https://eu.akris.com/de
Stand: Mai 2023
Datei:Die Kleider der Elisabeth Kopp, die sie bei ihrer Bundesratswahl am 2. Oktober 1984 in Bern trug.jpg
Das von Akris entworfene Kleid Elisabeth Kopps bei der Wahl zur Bundesrätin im Jahr 1984<ref>Andrej Abplanalp: Vorrei­te­rin in Sachen Politik und Mode Im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums vom 2. Oktober 2017</ref>

Akris ist ein 1922 in St. Gallen von Alice Kriemler-Schoch gegründetes Schweizer Modehaus, das hochwertige Damenbekleidung und Accessoires anbietet. Erkennungszeichen der Marke sind aus dem «A» abgeleitete trapezförmige Gestaltungselemente, etwa bei den Schliessen von Taschen und Gürteln.

Geschichte

Im Sommer 1922 liess Alice Kriemler-Schoch (1896–1972), von deren Initialen sich der Name des Unternehmens ableitet, die Einzelfirma A. Kriemer-Schoch ins Handelsregister eintragen.

Alice Schoch stammte aus einer Bauernfamilie aus Degersheim im Kanton St. Gallen. Ihre Grosseltern besassen in Degersheim eine Kleiderfertigung und Stickerei. Schoch erhielt ihre Ausbildung als Schürzennäherin in der Schürzen- und Blusenfabrik ihrer Tante Elise Küffer-Weber in Flawil, sowie in der Frauenarbeitsschule in St. Gallen. Da sich ihre Hoffnungen, das Unternehmen zu übernehmen, nicht erfüllten, verliess sie die Fabrik um 1920. 1921 heiratete sie Albert Kriemler (1884–1944) von Speicher, der nun als Vertreter nicht nur Schuhcreme, sondern auch Kriemler-Schochs Schürzen vertrieb. Die Nachfrage stieg, Kriemler-Schoch fertigte u. a. für Globus. 1946 eröffnete das Unternehmen eine Schürzennäherei in Kriessern. Die Gründerin erweiterte das Unternehmen zu einer Kleiderfabrik, ab den 1960er Jahren ging die Produktion von Arbeitsschürzen zurück.<ref name=":1">Johannes Rutz: Vor 100 Jahren hat Alice Schoch-Kriemler Akris gegründet. In: tagblatt.ch. 18. Januar 2022, abgerufen am 1. Mai 2023.</ref>

Ihre beiden Söhne Max (1922–2017)<ref name=":0" /> und Ernst (* 1923) stiegen beide ins Unternehmen ein. Unter der Leitung von Max und dessen Frau Ute Kriemler-Winkhaus expandierte das Unternehmen endgültig in Richtung hochwertiger Kleider.<ref name=":1" /> 1960 wurde die von Max erfundene Marke Akris ins Handelsregister eingetragen.<ref>Adi Lippuner: Eine Bauerntochter mit eisernem Willen. In: Schweizer Bauer. 5. Juli 2013, abgerufen am 1. Mai 2023.</ref>

1980 übernahm deren Sohn Albert Kriemler die kreative Leitung, sein jüngerer Bruder Peter (* 1962) Kriemler ist seit 1987 verantwortlich für die Geschäftsführung.<ref>Valerie Steele: Akris. Assouline, 2012.</ref>

2009 erwarb die Akris AG die hessische Taschenmanufaktur Comtesse, die sie jedoch 2014 wieder veräusserte.<ref>Gebrüder Kriemler: Verkaufsabsichten. In: handelszeitung.ch. 10. Juni 2014, abgerufen am 1. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Unternehmen

Akris ist seit 1999 Mitglied der französischen Fédération de la haute couture et de la mode und präsentiert seit 2004 seine Prêt-à-porter-Kollektionen auf der Paris Fashion Week.<ref>AKRIS | FHCM. Abgerufen am 1. Mai 2023.</ref><ref name=":3">Albert Kriemler Biography. In: informat.com. 5. April 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. April 2011; abgerufen am 1. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Als privates Unternehmen veröffentlicht Akris keine konkreten Umsatz- und Ertragszahlen. 2011 soll der Umsatz zwischen 250 und 300 Millionen Franken gelegen haben.<ref name=":2" /> Der Umsatz wurde in den 2010er Jahren zu je etwa 30 Prozent in Europa und Asien und zu 40 Prozent in den USA generiert.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Akris: Sponsoring von Politikern wäre zu heikel.] Handelszeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Juni 2009.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> 2005 wurde der Wert des Unternehmens auf 500 Millionen US-Dollar geschätzt.<ref name="washingtonpost">Robin GivhanVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Fashion Sense.] washingtonpost.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Das Unternehmen produziert die Doubleface-Stücke und die zehn Musterkollektionen in Mendrisio im Kanton Tessin, die übrigen Stücke, darunter die seit 1996 existierende Sportswear-Linie Akris Punto, in Rumänien.<ref>Christina Hubbeling: Stiller Star aus St. Gallen. In: nzz.ch. 18. März 2012, abgerufen am 1. Mai 2023.</ref> Sie werden seit den 1980er und 1990er Jahren bei Bergdorf Goodman, Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus und Nordstrom verkauft.<ref name=":3" /><ref name=":0" /> 1996 eröffneten die erste Akris-Boutiquen in Paris und Boston.<ref name=":3" />

Seit 2010 ist u. a. auch die Schweizer Designerin Claudia Caviezel für Akris tätig.

Verbreitung und Rezeption

Akris ist für seine Kleidungsstücke aus Doubleface-Gewebe sowie ungewöhnlichen Textilien wie St. Galler Stickerei und digitalen Fotoprints bekannt.<ref>Stellene VolandisVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Cult Fashion House Akris.] In: departures.com. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Défilé Akris Automne-hiver 2014-2015 Prêt-à-porter. In: madame.figaro.fr. 2. März 2014, abgerufen am 1. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Unternehmen arbeitete für seine Kollektionen unter anderem mit Künstlern wie Thomas Ruff, Imi Knoebel, Geta Brătescu, Reinhard Voigt und Carmen Herrera zusammen.<ref name=":0" />

Produkte von Akris wurden u. a. von Jessica Chastain, Taraji P. Henson, Priyanka Chopra, Katie Holmes, Michelle Obama, Indra Nooyi, Yuja Wang, Jill Biden und Marissa Mayer getragen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Akris News (Memento vom 7. April 2014 im Internet Archive). Abgerufen am 1. Mai 2023.</ref><ref>VIP und Stars aus Politik, Film und Kunst die Akris tragen. Abgerufen am 1. Mai 2023.</ref>

Die für die Schweizer Wirtschaft zuständige Bundesrätin Doris Leuthard bezeichnete in ihrer Rede zum 90-jährigen Bestehen des Modehauses 2012 in Paris die Kollektionen von Albert Kriemler als «Botschafter weltweit für die Schweiz», sie stünden für «Kreativität und Innovation».<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Wo die Fürstin glücklich ist.] Schweizer Illustrierte, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Mai 2023.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Auszeichnungen

Ausstellungen

Literatur

  • Valerie Steele: Akris. Assouline, 2012, ISBN 978-1-61428-056-9.
  • Jolanda Spirig: Die Schürzennäherinnen. Die Fabrikantin und die Kriessner «Mädchen» Chronos, Zürich 2012, ISBN 978-3-0340-1143-3.
  • Christoph Doswald (Hrsg.): Akris. JRP Ringier, 2007, ISBN 978-3-905770-23-0.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />