Aninoasa
| Aninoasa Aninósza | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ||||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Romania.svg Rumänien | |||||
| Historische Region: | Siebenbürgen | |||||
| Kreis: | Hunedoara | |||||
| Koordinaten: | Vorlage:Infobox Ort in Rumänien/adm2iso_type:city(3369) 45° 25′ N, 23° 19′ O
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| Zeitzone: | OEZ (UTC+2) | |||||
| Höhe: | 624 m | |||||
| Fläche: | 33,61 km² | |||||
| Einwohner: | 3.369 (1. Dezember 2021<ref name="vz2021">Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).</ref>) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 100 Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 335100 | |||||
| Telefonvorwahl: | (+40) 02 54 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | HD | |||||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024<ref>Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 8. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) | ||||||
| Gemeindeart: | Stadt | |||||
| Gliederung: | 1 Gemarkung/Katastralgemeinde: Iscroni | |||||
| Bürgermeister : | Nicolae Dunca (PSD) | |||||
| Postanschrift: | Str. Libertății, nr. 85 loc. Aninoasa, jud. Hunedoara, RO–335100 | |||||
| Website: | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Aninoasa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Kleinstadt im Kreis Hunedoara in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage
Aninoasa liegt in der Nähe des Zusammenflusses beider Quellflüsse (Jiu de Vest und des Jiu de Est) des Jiu (Schil), in den östlichen Ausläufern des Retezat-Gebirges. Die Kreishauptstadt Deva liegt etwa 60 km nordwestlich von Aninoasa entfernt.
Geschichte
Die Region der heutigen Stadt ist seit der Zeit der Daker und Römer wegen ihrer reichen Holzvorkommen bekannt.
Die älteste erwähnte Siedlung im Tal des westlichen Schils ist Bărbătenii de Jos, das später in Iscroni umbenannt wurde und das heute in Aninoasa eingemeindet ist. 1442 wurde eine Siedlung namens Anena beschrieben. Sie entstand nach Auffassung des rumänischen Historikers Nicolae Iorga möglicherweise im 11. bis 13. Jahrhundert durch Kolonisten aus dem Hațeger Land. 1791 wurde in Iscroni eine Holzkirche erbaut.
Die heutige Ortschaft Aninoasa entstand durch den Kohlebergbau im Schil-Tal am Ende des 19. Jahrhunderts, als 1890 mehrere Kohlenreviere eröffnet wurden. Um die Kohle transportieren zu können, baute die Betreibergesellschaft 1892 eine 4200 m lange Transportseilbahn nach Petroșani. 1895 wurde eine Schule errichtet; 1900 nahm eine Eisenbahn für den Kohletransport ihren Betrieb auf. Die erstmalige offizielle Erwähnung als administrative Einheit erfolgte 1913.<ref name=avj><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jiu ValleyPortal, abgerufen am 24. Juni 2009 ( vom 21. Oktober 2007 im Internet Archive).</ref>
Nach Ende des Ersten Weltkrieges kam Aninoasa, das bis dahin wie ganz Siebenbürgen zu Österreich-Ungarn gehört hatte, zu Rumänien. 1968 wurden Iscroni in Aninoasa eingemeindet; 1989 erhielt Aninoasa den Status einer Stadt.
Bis 1989 florierte der Ort vor allem durch den Bergbau und war zugleich auch der größte Getreide- und Fleischproduzent der Region. Danach begann die allmähliche Einstellung des Bergbaus,<ref name=":0">Orașul din România lovit de cutremure și sărăcie, unde traiul în containere este gratuit, iar chiriile au costuri simbolice. In: Adevarul. 5. Februar 2025, abgerufen am 23. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2006 wurde die letzte Zeche geschlossen.<ref name=":1" />
Die von der Kohle weitgehend abhängige Stadt verarmte dadurch, die Arbeitslosenzahlen stiegen sprunghaft und viele junge Menschen verließen Aninoasa. Da die Steuereinnahmen einbrachen und die Gemeinde sich stark verschuldete, musste Aninoasa 2013 als erste rumänische Stadt Insolvenz beantragen.<ref name=":1">Aninoasa in Rumänien: Wie in Detroit. In: Süddeutsche Zeitung. 13. November 2013, abgerufen am 23. März 2025.</ref> Seither gilt die Stadt als die ärmste Stadt Rumäniens.<ref name=":0" />
Erdbeben in der Region beschädigten im Februar 2023 zahlreiche vernachlässigte Wohnbauten, fast 400 Bewohner mussten deshalb für mehrere Jahre in Notfallunterkünfte evakuiert werden.<ref name=":0" />
Bevölkerung
Laut der im Jahr 2021 durchgeführten Volkszählung beträgt die Einwohnerzahl der Stadt Aninoasa 3.369 Einwohner, ein Rückgang gegenüber der vorherigen Volkszählung im Jahr 2011, als 4.360 Einwohner registriert wurden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Rezultatele recensământului din 2011: Tab8. Populația stabilă după etnie – județe, municipii, orașe, comune.] Institutul Național de Statistică din România, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
1850 waren auf dem Gebiet der heutigen Stadt 500 Einwohner registriert. 488 waren Rumänen und 12 Roma. Der Bergbau führte zu einem raschen Bevölkerungszuwachs; 1910 wurden 1523, 1930 schon 5318 Bewohner gezählt. Seit 1956 (6830) ist die Einwohnerzahl tendenziell rückläufig. Bei der Volkszählung 2002 lebten in Aninoasa 5106 Personen, davon 3120 in der eigentlichen Stadt und 1986 in Iscroni. 4684 bezeichneten sich als Rumänen, 260 als Ungarn, 141 als Roma und 8 als Rumäniendeutsche.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Volkszählungen in Siebenbürgen 1850–2002 (ung.), abgerufen am 24. Juni 2009 ( vom 10. Juni 2007 im Internet Archive) (PDF-Datei; 1,1 MB).</ref> Inoffizielle Schätzungen aus dem Jahr 1999 gehen von ca. 500 Roma aus.<ref>Dena Ringold, Mitchell A. Orenstein, Erika Wilkens: Roma in an expanding Europe. Breaking the Poverty Cycle. The World Bank, Washington DC 2005, ISBN 0-8213-5457-4, S. 93.</ref> 2011 bekannten sich von den 4360 Einwohnern 3711 als Rumänen, 298 als Roma, 172 als Magyaren und fünf als Deutsche.<ref>Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB).</ref>
Aus konfessioneller Sicht ist die Mehrheit der Einwohner orthodox (74,77 %), mit Minderheiten von Katholiken (5,25 %), Pfingstlern (3,86 %) und Reformierten (1,22 %).<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Rezultatele recensământului din 2021: Populația rezidentă după religie (Religii, Macroregiuni, Regiuni de dezvoltare, Județe, Municipii, orașe și comune*).] Institutul Național de Statistică din România, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Verkehr
Aninoasa verfügt über keinen Bahnanschluss. Der eingemeindete Ort Iscroni liegt an der Bahnstrecke Simeria–Petroșani–Filiași. Hier halten derzeit (2009) pro Tag und Richtung ca. fünf Nahverkehrszüge. Es bestehen regelmäßige Busverbindungen nach Petroșani.
Ehrenbürger
- 2014: Ștefania Stănilă (* 1997), Kunstturnerin
Weblinks
- Aninoasa bei ghidulprimariilor.ro
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aninoasa im Schiltal ( vom 8. Februar 2014 im Internet Archive) (englisch)
Einzelnachweise
<references />