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Fahlbauchamazilie

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Fahlbauchamazilie
Datei:Buff-bellied Hummingbird-Sabal Palm Bird Sanctuary-TX - 2015-05-21at11-43-412 (21421266100).jpg

Fahlbauchamazilie

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Amazilia-Kolibris (Amazilia)
Art: Fahlbauchamazilie
Wissenschaftlicher Name
Amazilia yucatanensis
(Cabot, 1845)

Die Fahlbauchamazilie (Amazilia yucatanensis) oder manchmal auch Yukatanamazilie genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet in den nordamerikanischen Ländern USA und Mexiko sowie in den mittelamerikanischen Ländern Guatemala und Belize. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingeschätzt.

Merkmale

Die Fahlbauchamazilie erreicht eine Körperlänge von etwa 10 bis 11 Zentimetern bei einem Gewicht von bis zu 3,8 Gramm. Der hellrote Schnabel hat schwarze Flecken und wird ca. 1,33 mal so lang wie der Kopf. Beim Weibchen ist die Oberseite des Schnabels schwarz. Sonst sind beide Geschlechter sehr ähnlich. Die Kehle und die Brust sind schimmernd grün. Der Bauch ist hell grau bis gelbbraun bei der Unterart a. y. chalconota, zimtbraun bei der Nominatform a. y. yucatanensis. Die Unterschwanzdecken sind gelbbraun bis zimtfarben und heben sich vom Bauch kaum ab. Die Krone, der Nacken und die Oberseite leuchten goldgrün. Die Oberschwanzdecken sind rotbraun gepunktet. Der Schwanz ist rotbraun. Die inneren Steuerfedern sind grün, die äußeren bronzegrün.

Habitat

Die Fahlbauchamazilie bewegt sich vorzugsweise in aridem bis semi-ariden Wald, gestrüppartigem Buschwerk und Waldlichtungen mit Blumen. Sie kann aber auch in Stadtparks und Gärten mit entsprechender Vegetation beobachtet werden.

Verhalten

Die Fahlbauchamazilie bewegt sich vorzugsweise im Dickicht und an Kletterpflanzen. Den Nektar bezieht sie auch von den Blüten in offenen Gärten. Im Winter verlässt sie die Gegend des Rio Grande und zieht südwärts Richtung Mexiko. Im Frühling kehrt sie dann zurück.<ref>enature.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Buff-bellied Hummingbird (Memento vom 7. Januar 2010 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Unterarten

Datei:Amazilia yucatanensis map.svg
Verbreitungsgebiet der Fahlbauchamazilie

Es sind bisher drei Unterarten bekannt.<ref>IOC World Bird List Hummingbirds</ref>

  • Amazilia yucatanensis yucatanensis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Cabot, 1845)<ref name="cabot74">Samuel Cabot, S. 74</ref>
  • Amazilia yucatanensis chalconota <templatestyles src="Person/styles.css" />Oberholser, 1898<ref name="oberholser32">Harry Church Oberholser, S. 32</ref>
  • Amazilia yucatanensis cerviniventris (<templatestyles src="Person/styles.css" />Gould, 1856)<ref name="gould150">John Gould, S. 150</ref>

Die Nominatform yucatanensis kommt im Südosten Mexikos, im Norden Belizes und Nordwesten Guatemalas vor. In Mexiko findet man sie in den Bundesstaaten Tabasco, Campeche und Yucatán. Im Osten Mexikos, in den Bundesstaaten Veracruz, Puebla und Chiapas findet man die Unterart cerviniventris. Die Subspezies chalconota ist im Süden der USA in Texas und im Nordosten Mexikos bis in den Süden des Bundesstaates San Luis Potosí präsent.

Etymologie und Forschungsgeschichte

Samuel Cabot beschrieb die Fahlbauchamazilie unter dem Namen Trochilus yucatanensis. Das Typusexemplar stammte aus Yucatán.<ref name="cabot74"/><ref>zum Veröffentlichungsdatum bei Zoonomen</ref> Erst später wurde sie der Gattung Amazilia zugeschlagen. Dieses Wort stammt aus einer Novelle von Jean-François Marmontel, der in Les Incas, ou La destruction de l'empire du Pérou von einer Inkaheldin namens Amazili berichtet.<ref name="jobling43">James A. Jobling S. 43</ref> Der Artname yucatanensis bezieht sich auf das Sammelgebiet Yucatán.<ref name="jobling412">James A. Jobling S. 412</ref> Das Wort chalconota ist ein Gebilde aus den griechischen Wörtern {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „bronzefarben“ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „Rücken“.<ref name="jobling98">James A. Jobling S. 98</ref> Das Wort cerviniventris ist lateinischen Ursprungs und leitet sich von cervinus für „hirschfarben, hirschfarbig“ und venter für „Bauch“ ab.<ref name="jobling97">James A. Jobling S. 97</ref>

Literatur

  • Ted Floyd: Smithsonian Field Guide to the Birds of North America, Collins, 2008, Seite 262, ISBN 978-0061120404
  • Mark W. Lockwood: Basic Texas Birds: A Field Guide, University of Texas Press, 2007, seite 192ff, ISBN 978-0292713499
  • Steve N. G. Howell, Sophie W. Webb: A Guide to the Birds of Mexico and Northern Central America. Oxford University Press, New York 1995, ISBN 978-0-19-854012-0.
  • Samuel Cabot: Dr. Cabot also exhibited, and read a description of, a new species of Humming-bird. In: Proceedings of the Boston Society of Natural History. Band 2, 1845, S. 74–75 (biodiversitylibrary.org).
  • Harry Church Oberholser: Description of a New Amazilia. In: The Auk. Band 15, Nr. 1, 1898, S. 32–36 (sora.unm.edu [PDF; 204 kB]).
  • John Gould: On two new species of Humming Birds belonging to genus Amazilus. In: Proceedings of the Zoological Society of London. Band 24, Nr. 310, 1856, S. 150–151 (biodiversitylibrary.org).
  • James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.

Weblinks

Commons: Fahlbauchamazilie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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