Strontiumfluorid
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| Struktur von Strontiumfluorid | ||||||||||||||||
| Vorlage:Farbe Sr2+ Vorlage:Farbe F− | ||||||||||||||||
| Kristallsystem | ||||||||||||||||
| Raumgruppe |
Fm3m (Nr. 225) | |||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Strontiumfluorid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Verhältnisformel | SrF2 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farb- und geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 125,62 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Dichte |
4,24 g·cm−3<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
1473 °C<ref>H. Kojima, S. G. Whiteway, C. R. Masson: Melting points of inorganic fluorides. In: Canadian Journal of Chemistry. 46 (18), 1968, S. 2968–2971, doi:10.1139/v68-494.</ref> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
2489 °C<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
sehr schwer in Wasser (0,21 g·l−1 bei 25 °C)<ref name="GESTIS"/> | |||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,4380<ref name="CRC90_10_248">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Index of Refraction of Inorganic Crystals, S. 10-248.</ref> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||
| Thermodynamische Eigenschaften | ||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−1217 kJ·mol−1<ref>A. F. Holleman, N. Wiberg: Anorganische Chemie. 103. Auflage. 1. Band: Grundlagen und Hauptgruppenelemente. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2016, ISBN 978-3-11-049585-0, S. 1460 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> | |||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | ||||||||||||||||
Strontiumfluorid (auch Strontium(II)-fluorid) ist das Fluorid des Erdalkalimetalls Strontium. Es ist ein weißer, kristalliner, spröder Feststoff, der bei 1473 °C flüssig wird und bei 2489 °C schließlich verdampft.
Vorkommen
Die bisher einzige bekannte, natürlich vorkommende Verbindung ist das 2009 als Mineral anerkannte Strontiofluorit, das bisher nur an seiner Typlokalität Koaschwa in den russischen Chibinen (Halbinsel Kola) gefunden wurde.<ref>Mineralienatlas:Strontiofluorit (IMA 2009-014)</ref>
Darstellung
Strontiumfluorid kann durch die Reaktion von Strontiumchlorid (SrCl2) mit Fluor dargestellt werden.
- <chem>SrCl2 + F2 -> SrF2 + Cl2</chem>
Alternativ erfolgt die Gewinnung durch Reaktion von Fluorwasserstoffsäure mit Strontiumcarbonat (SrCO3).
- <chem>SrCO3 + 2HF -> SrF2 + H2CO3</chem>
Eigenschaften
Der Feststoff kristallisiert im kubischen Kristallsystem in der Fluoritstruktur. Der Gitterparameter beträgt a = 579,96 pm, der Brechungsindex der Kristalle beträgt 1,439 bei 580 nm.<ref name="Korth">Eintrag bei <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Strontiumfluorid (SrF2) ( vom 13. Februar 2013 im Internet Archive) bei korth.de, abgerufen am 25. Februar 2018.</ref> In der Dampfphase beträgt der Bindungswinkel zwischen F–Sr–F ungefähr 120°, was eine Ausnahme zum VSEPR-Modell darstellt, welches eine lineare Struktur vorhersagen würde. Es wurden Berechnungen herangezogen, die zeigen wollen, dass Einflüsse der Schale, die direkt unterhalb der Valenzschale liegt, diesen Effekt verursachen. Eine andere Vermutung ist, dass die Polarisierung des Elektronenkerns des Strontiumatoms eine annähernd tetraedische Ladungsverteilung verursacht, welche mit der Sr–F-Bindung agiert und so zur Einstellung dieses Winkels führt.<ref>Ian Bytheway, Ronald J. Gillespie, Ting-Hua Tang, Richard F. W. Bader: Core Distortions and Geometries of the Difluorides and Dihydrides of Ca, Sr, and Ba, in: Inorg. Chem., 1995, 34 (9), S. 2407–2414; doi:10.1021/ic00113a023.</ref>
Strontiumfluorid ist mit 0,12 g/l nahezu unlöslich in Wasser.<ref name="GESTIS"/> Es reizt sowohl Haut als auch die Augen und ist gesundheitsschädlich beim Einatmen oder Verschlucken.
Bei erhöhten Temperaturen fungiert Strontiumfluorid als Ionenleiter, kann also über Ionen elektrische Ladungen transportieren und leitet somit den elektrischen Strom.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Newmet Homepage ( vom 29. September 2007 im Internet Archive)</ref>
Die Verbindung ist im Lichtspektrum, also dem sichtbaren Anteil des elektromagnetischen Spektrums und ein wenig darüber hinaus lichtdurchlässig. Seine optischen Eigenschaften liegen damit zwischen denen von Calciumfluorid und Bariumfluorid.<ref>Crystran Ltd. Optical Component Materials: Strontium Fluoride (SrF2), abgerufen am 14. April 2013.</ref> Dies macht es interessant für Anwendungen im optischen Bereich (siehe Verwendung).
Verwendung
Strontiumfluorid wird als Beschichtung für Linsen eingesetzt, um die Reflexe zu reduzieren und die Transmission zu erhöhen. Es wird außerdem als Kristall in Thermolumineszenzdosimetern verwendet. Weiterhin findet es Anwendung als Träger für das Isotop 90Sr, welches in Radionuklidbatterien eingesetzt wird.
Weblinks
- Produktbeschreibung bei Crystran (englisch)
Einzelnachweise
<references/>
Vorlage:Klappleiste/Anfang Strontiumfluorid | Strontiumchlorid | Strontiumbromid | Strontiumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang Berylliumfluorid | Magnesiumfluorid | Calciumfluorid | Strontiumfluorid | Bariumfluorid | Radiumfluorid Vorlage:Klappleiste/Ende
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