Patrick W. Schmitz
Patrick W. Schmitz ist ein deutscher Ökonom. Er ist Lehrstuhlinhaber am Staatswissenschaftlichen Seminar der Universität zu Köln und Research Fellow beim Centre for Economic Policy Research (CEPR) in London.
Leben und Werk
Schmitz studierte Volkswirtschaftslehre in Bonn, wurde dort promoviert und hat sich dort habilitiert. Sein Doktorvater ist Urs Schweizer von der Universität Bonn.<ref>Patrick Schmitz: Meister der Bescheidenheit. In: handelsblatt.com. Handelsblatt, 9. Oktober 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Januar 2011.</ref>
Schmitz hat in bedeutenden Fachzeitschriften publiziert, darunter im American Economic Review und im Review of Economic Studies.<ref>Prof. Dr. Patrick W. Schmitz. Universität Köln, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. November 2013.</ref> In seiner Forschung beschäftigt er sich mit theoretischer und angewandter Mikroökonomik. Er interessiert sich insbesondere für grundlegende Fragen:<ref>UniversitaetzuKoeln: Prof. Dr. Patrick Schmitz // Hans-Kelsen-Preis 2015 auf YouTube, 21. Mai 2015, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 1:01 min).</ref> Warum gibt es überhaupt Unternehmen? Was unterscheidet also Transaktionen innerhalb von Unternehmen von Transaktionen, die über den Markt abgewickelt werden? Welche Auswirkungen haben unterschiedliche Eigentumsstrukturen, z. B. in Bezug auf Investitionsanreize? Wie sollte man öffentliche Projekte organisieren, etwa um übermäßige Kostensteigerungen zu verhindern? Schmitz untersucht solche Fragestellungen mit Hilfe der ökonomischen Vertragstheorie, d. h. mit formalen Modellen, in denen Informationsasymmetrien eine zentrale Rolle spielen. In einigen seiner Arbeiten hat er sich auch mit experimentellen Tests vertragstheoretischer Ideen beschäftigt.
Beim Handelsblatt Ökonomen-Ranking 2015, das die Forschungsleistung der rund 2300 Ökonomen aus Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz gemessen an der Qualität der Publikationen analysiert, erreicht er Platz 4 gemäß der aktuellen Forschungsleistung und Platz 13 im Lebenswerkranking.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Top 100. ( vom 14. September 2015 im Internet Archive) Handelsblatt VWL-Ranking 2015 – Beste Forschungsleistung. In: Handelsblatt online.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Top 250. ( vom 7. Mai 2018 im Internet Archive) Handelsblatt VWL-Ranking 2015 – Lebenswerk. In: Handelsblatt online.</ref> In dem 2008 erschienenen Ranking der Arbeitsgruppe Forschungsmonitoring des Vereins für Socialpolitik ist Schmitz der Jüngste unter den Top 25 der deutschen VWL-Professoren mit dem umfangreichsten Lebenswerk, gemessen an der Qualität der Publikationen.<ref>Robert Hofmeister, Heinrich W. Ursprung: Das Handelsblatt Ökonomen-Ranking 2007: Eine kritische Beurteilung. In: Perspektiven der Wirtschaftspolitik. 9, 2008, S. 254, doi:10.1111/j.1468-2516.2008.00279.x.</ref>
Auszeichnungen
Im Jahr 2006 erhielt Schmitz den Karl-Arnold-Preis der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften<ref>Karl-Arnold-Preis. In: Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste. Abgerufen am 14. Dezember 2024.</ref> und wurde vom Handelsblatt als bester junger deutscher Volkswirt ausgezeichnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Personalia. Auszeichnungen und Ehrenämter. ( vom 4. Januar 2016 im Internet Archive) In: Kölner Universitätszeitung, Dezember 2006, Seite 14.</ref> Im Jahr 2007 bezeichnete die WirtschaftsWoche Schmitz als einen der forschungsaktivsten deutschen VWL-Professoren<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Uni-Ranking 2007 - Die Top-Hochschulen für Führungskräfte von morgen ( vom 24. Oktober 2007 im Internet Archive)</ref> und die Zeitschrift Capital zählte ihn in ihrer Reihe "junge Elite" zu den 160 herausragendsten Nachwuchskräften Deutschlands.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Guten Tag, wir sind die Zukunft! ( vom 10. Oktober 2009 im Internet Archive)</ref> Im Jahr 2015 erhielt Schmitz den mit 240.000 Euro Forschungsgeldern dotierten Hans-Kelsen-Preis.<ref>Zukunftspreise 2015. Universität Köln, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. Mai 2015.</ref>
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Information Gathering, Transaction Costs, and the Property Rights Approach. American Economic Review 96, 2006, 422–434.
- Reserve Prices in Auctions as Reference Points. Economic Journal 117, 2007, 637–653 (mit S. Rosenkranz).
- Public versus Private Ownership: Quantity Contracts and the Allocation of Investment Tasks. Journal of Public Economics 94, 2010, 258–268 (mit E.I. Hoppe).
- Can Contracts Solve the Hold-Up Problem? Experimental Evidence. Games and Economic Behavior 73, 2011, 186–199 (mit E.I. Hoppe).
- Repeated Moral Hazard and Contracts with Memory: The Case of Risk-Neutrality. International Economic Review 53, 2012, 433–452 (mit S. Ohlendorf).
- Public-Private Partnerships versus Traditional Procurement: Innovation Incentives and Information Gathering. RAND Journal of Economics 44, 2013, 56–74 (mit E.I. Hoppe).
- Job Design with Conflicting Tasks Reconsidered. European Economic Review 57, 2013, 108–117.
- Contracting under Incomplete Information and Social Preferences: An Experimental Study. Review of Economic Studies 80, 2013, 1516–1544 (mit E.I. Hoppe).
- Investments as Signals of Outside Options. Journal of Economic Theory 150, 2014, 683–708 (mit S. Goldlücke).
Weblinks
- Vollständiges Publikationsverzeichnis
- Working Papers und Publikationen in der IDEAS-Datenbank
- Staatswissenschaftliches Seminar der Universität zu Köln
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schmitz, Patrick W. |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |