Hugo Braesicke
Hugo Eugen Alexander Braesicke (* 1. Februar 1843 in Gut Heinrichsfelde, Kreis Niederung (Ostpreußen)<ref name=":0">Bromberg. In: Leipziger Tageblatt. 10. Oktober 1898, S. 2 (deutsche-digitale-bibliothek.de).</ref>; † 6. Oktober 1898 in Bad Nauheim<ref>Hesse, Germany, Deaths, 1851-1958. In: ancestry.com. Abgerufen am 30. März 2026 (Sterbeurkunde).</ref>) war ein deutscher Kommunalpolitiker, Mitglied des Preußischen Herrenhauses und Oberbürgermeister von Bromberg.
Leben
Während seines Jura-Studiums in Königsberg (Preußen) wurde er zusammen mit seinem Bruder Rudolf 1862 Mitglied der Burschenschaft Germania. 1866 nahm er als Leutnant an den Schlachten bei Trautenau und Königgrätz teil. Während des Deutsch-Französischen Krieges wurde er als Hauptmann mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.
Bis 1873 war als Kreisrichter in Königsberg in Preußen tätig. In diesem Jahr wurde er in die Staats-Eisenbahn-Verwaltung übernommen und wurde zum Regierungsassessor ernannt.<ref>Amtliche Nachrichten. In: Berliner Börsen-Zeitung. 12. Dezember 1873, S. 2 (deutsche-digitale-bibliothek.de).</ref> Ab 1873 hatte er verschiedene Funktionen in der höheren Eisenbahnverwaltung inne. Ende des Jahres 1875 wurde Braesicke die Stelle eines administrativen Mitglieds der zu 1876 ins Leben gerufenen Königlichen Eisenbahn-Kommissions zu Danzig übertragen.<ref>Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten. In: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger. 28. Dezember 1875, S. 1 (deutsche-digitale-bibliothek.de).</ref> 1878 wurde er von der Stelle als Mitglied der Königlichen Eisenbahn-Kommissions zu Danzig abberufen und als Vorsitzender zur Königlichen Eisenbahn-Direktion nach Elberfeld bei gleichzeitiger Übertragung der Funktionen des Vorsitzenden der Königlichen Eisenbahn-Direktion in Kassel versetzt.<ref>Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten. In: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger. 4. April 1878, S. 1 (deutsche-digitale-bibliothek.de).</ref> 1880 wurde Braesicke zum Regierungsrat ernannt.<ref>Königreich Preußen. In: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger. 6. September 1880, S. 1 (deutsche-digitale-bibliothek.de).</ref> 1888 wurde er mit dem Roten Adlerorden 4. Klasse ausgezeichnet.
Ab 1890 war er zunächst Magistratsdirektor und Erster Bürgermeister, ab 1891 Oberbürgermeister von Bromberg. In seine Amtszeit fielen unter anderem die Einrichtung des städtischen Theaters und die Einführung der elektrischen Beleuchtung. 1892 wurde er als Vertreter der Stadt Bromberg Mitglied auf Lebenszeit des Preußischen Herrenhauses.<ref name=":0" />
Während eines Kuraufenthalts starb er 1898 in Bad Nauheim.
Literatur
- Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 1: A–E. Winter, Heidelberg 1996, ISBN 3-8253-0339-X, S. 124.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Braesicke, Hugo |
| ALTERNATIVNAMEN | Braesicke, Hugo Eugen Alexander |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kommunalpolitiker, Mitglied des Preußischen Herrenhauses und Oberbürgermeister von Bromberg |
| GEBURTSDATUM | 1. Februar 1843 |
| GEBURTSORT | Heinrichsfelde, Kreis Niederung, Ostpreußen |
| STERBEDATUM | 6. Oktober 1898 |
| STERBEORT | Bad Nauheim |
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- Burschenschafter (19. Jahrhundert)
- Mitglied des Preußischen Herrenhauses
- Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse
- Person im Deutschen Krieg
- Person im Deutsch-Französischen Krieg
- Oberbürgermeister (Bromberg)
- Absolvent der Albertus-Universität Königsberg
- Deutscher
- Geboren 1843
- Gestorben 1898
- Mann