Sparriger Alant
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Sparriger Alant | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Inula spiraeifolia.JPG
Sparriger Alant (Inula spiraeifolia) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Inula spiraeifolia | ||||||||||||
| L. |
Der Sparrige Alant (Inula spiraeifolia) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Alante (Inula) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name=":0">Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller: Exkursionsflora von Deutschland. Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, 2007, ISBN 978-3-8274-0918-8.</ref>
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Sparrige Alant ist eine ausdauernde, spärlich behaarte<ref name="Schönfelder2008" /> krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80 Zentimetern erreicht.<ref name=":0" /> Es werden unterirdische Ausläufer ausgebildet. Der sparrige Alant bildet Überwinterungsknospen nahe der Erdoberfläche aus.<ref name=":1">Sparriger Alant (Inula spiraeifolia). In: www.oekologie-seite.de. R. Rausch, abgerufen am 22. Januar 2024.</ref> Die mittleren Laubblätter sind bei einer Länge von 3 bis 5 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 2 Zentimetern länglich-elliptisch, kaum stängelumfassend und gezähnt und oberseits deutlich netznervig.<ref name="Schönfelder2008" /> Die Köpfe sind meist zu 3 bis 10 angeordnet.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juni bis August.
Die Samenform ist eine einsamige Schließfrucht, welche sich aus einem unterständigen Fruchtknoten bildet (Achäne).<ref name=":1" /> Die Fruchtwand (Perikarp) und die Samenschale (Testa) sind sehr eng und fest miteinander verbunden und bilden teilweise gemeinsam mit den umgewandelten Kelchblättern (Pappus) eine flugfähige Diaspore.<ref name=":1" /><ref>Achäne. In: Lexikon der Biologie. Band 12. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2003, ISBN 3-8274-0354-5.</ref>
In einem Gesamtblütenstand stehen meist drei bis zehn körbchenförmige Teilblütenstände zusammen. Die Körbchen sind 25–35 Millimeter breit, die äußeren Hüllblätter sind eiförmig-spatelig mit zurückgekrümmter Spitze.<ref name="Schönfelder2008" /> Die Hüllblätter sind kahl oder bewimpert. Die äußeren sind kürzer als die inneren.<ref name="InfoFlora" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.<ref name="Flora Helvetica" />
Vorkommen
Der Sparrige Alant kommt in Südfrankreich und von Italien bis Bulgarien in Flaumeichen-Trockengebüschen vor.<ref name=":0" /> Das Verbreitungsgebiet umfasst die Länder Frankreich, Korsika, Italien, die Schweiz, Kroatien, Slowenien, die Balkanhalbinsel, Ungarn, Bulgarien und die Türkei.<ref name="Euro+Med" /> Er ist in der Schweiz eine Charakterart des Verbands der Kontinentalen Halbtrockenrasen (Cirsio-Brachypodion), kommt aber auch im Verband Insubrischer Trockenrasen (Diplachnion) vor.<ref name="InfoFlora" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1+ (trocken), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 5 (kontinental).<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie
Der Sparrige Alant wurde von Carl von Linné in Syst. Nat., ed. 10: 1219, 1759 als Inula spiraeifolia erstbeschrieben. Ein Synonym ist Inula squarrosa <templatestyles src="Person/styles.css" />L. <ref name="Euro+Med" />
Nutzung
Der Sparrige Alant wird selten als Zierpflanze genutzt.
Literatur
- Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Flora Helvetica"> Konrad Lauber, Gerhart Wagner: Flora Helvetica. Flora der Schweiz. Verlag Paul Haupt, Bern, Stuttgart, Wien, 1996, ISBN 3-258-05405-3, S. 1072.</ref> <ref name="Euro+Med">Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). – In: W. Greuter & E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Inula spiraeifolia In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="Schönfelder2008"> Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 114.</ref> <ref name="InfoFlora"> Inula spiraeifolia L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> </references>
Weblinks
- Thomas Meyer, Michael Hassler: Mittelmeer- und Alpenflora.[1]