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Walter Feyerabend

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Datei:Let op, dit is een lowres bestand Sport, Olympische Spelen Amsterdam, Nederland, 1928, SFA006003040.jpg
Walter Feyerabend (1928)

Walter Franz Georg Feyerabend (* 3. Dezember 1891 in Warten, Ostpreußen; † 17. April 1962 in Gadderbaum) war ein deutscher Generalleutnant der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Als Reiter war er 1928 Mitglied der deutschen Mannschaft und Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Amsterdam.

Leben

Militärdienst und Erster Weltkrieg

Feyerabend trat am 1. März 1910 in das 1. Ostpreußische Feldartillerie-Regiment Nr. 16<ref>Deutscher Soldatenkalender. Schild Verlag, 1960, S. 253 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> ein. Vom 1. März bis 30. April 1914 erfolgte seine Kommandierung an die Artillerieschule nach Jüterbog. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde er zunächst als Zugführer in seinem Regiment verwendet. Ab dem 18. August 1914 war er Regimentsadjutant und avancierte als solcher am 18. Dezember 1915 zum Oberleutnant. Man versetzte Feyerabend als Adjutant am 5. Januar 1916 in den Stab der Heeresgruppe „Kronprinz Rupprecht“ und kommandierte ihn zunächst vom 1. Juni bis 14. Juli 1917 zu einem Artillerielehrgang nach Lille. Anschließend besuchte er bis 31. Juli 1917 einen Lehrgang in Valenciennes. Am 1. August 1917 kehrte er zur Truppe an die Westfront zurück und wurde als Batterieführer eingesetzt. Für sein Wirken wurde er mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes, dem Verwundetenabzeichen in Schwarz und dem Bayerischen Militärverdienstorden IV. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Die Verbündeten Österreicher verliehen das Militärverdienstkreuz III. Klasse mit der Kriegsdekoration.<ref>Reichswehrministerium (Hrsg.): Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Mittler & Sohn, Berlin 1930, S. 134.</ref>

Nach Kriegsende erfolgte seine Übernahme in die Reichswehr und bis 30. September 1922 fand Feyerabend Verwendung an der Kavallerieschule in Hannover. Als Hauptmann (seit 1. Februar 1922) kam er anschließend kurzzeitig in den Stab des 1. (Preußisches) Artillerie-Regiment nach Königsberg, bevor er vom 1. November 1922 bis 31. März 1927 die Ausbildungsabteilung in seinem Regiment leitete.

Ab 1. April 1927 wurde er abermals an die Kavallerieschule abkommandiert, um sich intensiv auf die Olympischen Spiele vorzubereiten.

Olympiateilnahme

Bei den IX. Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam wurden zum ersten Mal die auch bei heutigen Olympiaden ausgeübten sechs Wettbewerbe im Reitsport ausgetragen. Walter Feyerabend nahm im Vielseitigkeitsreiten sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftskonkurrenz teil. Während in der dreitägigen Einzelkonkurrenz, die aus Dressur-, Ausdauer- und Springprüfung bestand, der Teamkollege Bruno Neumann auf „Ilja“ eine Bronzemedaille erhielt, qualifizierte sich der damals 36-jährige Feyerabend, der im Range eines Hauptmanns auf der Stute „Alpenrose“ teilnahm, nicht für die Platzierungsränge.<ref>Ergebnis der Einzelkonkurrenz auf sports-reference.com (englisch)</ref> Nachdem er nach der Dressurprüfung als zweitbester deutscher Reiter (nach Rudolf Lippert als Drittplatzierter) auf dem achten Platz lag<ref>Equestrianism at the 1928 Amsterdam Summer Games: Men's Three-Day Event, Individual Dressage. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. April 2019; abgerufen am 13. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sports-reference.com</ref>, verunfallte sein Pferd in der Geländeprüfung, die in der Umgebung Hilversums ausgetragen wurde<ref>Kauft nur deutsche Pferde! Pferdezucht und Pferdesport - die Erfolgskombination. 9. Januar 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Januar 2009; abgerufen am 13. Juli 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pferdezeitung.com</ref> so schwer, dass Feyerabend nicht mehr an dem abschließenden Jagdspringen teilnehmen konnte und seine Chance auf eine Medaille einbüßte.<ref>Susanne Hennig: 100 Jahre FN</ref>

Auch in der Mannschaftskonkurrenz im Vielseitigkeitsreiten reichte es für ihn nicht zu einer Medaille. Die Mannschaft bestand aus Bruno Neumann, dem jüngsten Vielseitigkeitsreiter des Turniers, Rudolf Lippert und Walter Feyerabend. Da Feyerabend durch die Verletzung seines Pferdes nicht antreten konnte, galt er als Streichergebnis.

Weiterer Militärdienst und Zweiter Weltkrieg

Nach den Spielen kehrte er am 1. September 1928 wieder in den aktiven Dienst zurück und kam in den Stab der II. Abteilung seines Regiments. Ab 1. Februar 1929 wurde er als Reitlehrer und Schwadronchef an die Infanterieschule in Dresden versetzt und dort am 1. September 1932 zum Major befördert. Anschließend übernahm er am 1. Juli 1935 das Kommando über ein Transport-Bataillon.

Feyerabend trat am 1. April 1935 zur Luftwaffe über, erhielt das Kommando über das I. Flak-Bataillon in Königsberg und wurde am 1. Juni 1935 zum Oberstleutnant befördert. Als solcher übernahm er vom 1. Oktober 1935 bis 30. September 1936 das I. Bataillon des Flak-Regiments 1, um im Anschluss daran bis 31. Oktober 1937 das Flak-Regiment 25 in Ludwigsburg zu befehligen. Am 1. November 1937 ernannte man Oberst (seit 1. August 1937) Feyerabend zum Höheren Flakartillerieführer Königsberg. Nach der Auflösung der Dienststelle wurde Feyerabend am 1. Juli 1938 zum Kommandeur des Luftverteidigungskommandos Leipzig (am 1. August 1938 in Luftverteidigungskommando 2 umbenannt) bestellt (bis zum 10. April 1940) und in dieser Funktion am 20. April 1939 zum Generalmajor befördert.<ref name=":0">Samuel W. Mitcham Jr: German Order of Battle: 291st-999th Infantry Divisions, Named Infantry Divisions, and Special Divisions in WWII. Stackpole Books, 2007, ISBN 978-0-8117-4844-5, S. 325 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Anschließend war Feyerabend bis 1. Juli 1941 Befehlshaber der deutschen Luftverteidigungsstreitkräfte in Norwegen und wurde am 1. April 1941 zum Generalleutnant befördert. Anschließend übernahm er erneut das Kommando des Luftverteidigungskommandos 2 und blieb mit Unterbrechungen auch nach der Umbenennung in 2. Flak-Division bis 2. Februar 1942 Kommandeur des Verbands.<ref name=":0" /> Vom 3. Februar bis zum 30. November 1942 war er Kommandeur der in Leipzig neu aufgestellten 14. Flak-Division.<ref>Samuel W. Mitcham Jr: German Order of Battle: 291st-999th Infantry Divisions, Named Infantry Divisions, and Special Divisions in WWII. Stackpole Books, 2007, ISBN 978-0-8117-4844-5, S. 337 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Nachdem sein aktiver Dienst zunächst am 30. November 1942 geendet hatte, war Feyerabend gegen Kriegsende vom 1. Februar bis zum 2. Mai 1945 noch stellvertretender Kommandeur der 27. Flak-Division.<ref>Samuel W. Mitcham Jr: German Order of Battle: 291st-999th Infantry Divisions, Named Infantry Divisions, and Special Divisions in WWII. Stackpole Books, 2007, ISBN 978-0-8117-4844-5, S. 347 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Literatur

  • Dermot Bradley (Hrsg.), Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale der Deutschen Luftwaffe 1935–1945. Die militärischen Werdegänge der Flieger-, Flakartillerie-, Fallschirmjäger-, Luftnachrichten- und Ingenieur-Offiziere. Teil II, Band 1: Abernetty–v. Gyldenfeldt. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1701-1, S. 313–314.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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