Stalag VI-C
Das Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager Stalag VI C Bathorn, Bathorn ist ein Ortsteil der Gemeinde Hoogstede im Landkreis Grafschaft Bentheim, ging hervor aus dem ehemaligen Emslandlager XIV.
Geschichte
Im Jahr 1938 wurde 2,5 Kilometer östlich des Ortsteils Bathorn das Emslandlager XIV angelegt. Es fungierte als Strafgefangenenlager für Justizhäftlinge und war für 1000 Personen ausgelegt. Nach Abzug des Reichsarbeitsdienstes sollte durch Strafgefangene die Kultivierung der emsländischen Moorgebiete vorgenommen werden. Das Lager wurde am 21. Juni 1938 fertiggestellt und war nur kurze Zeit belegt. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs übernahm das Wehrkreiskommando VI Westfalen (Münster) die Einrichtung als Mannschaftsstammlager (Stalag VI C) für Kriegsgefangene. Ihm wurden die Zweiglager (Stalag VI C/Z) Groß Hesepe (Emslandlager XI),<ref>(Stalag VI C/Z) (Emslandlager XI) Groß Hesepe</ref> Dalum (Emslandlager XII),<ref>(Stalag VI C/Z)(Emslandlager XII) Dalum</ref> Wietmarschen (Emslandlager XIII)<ref>(Stalag VI C/Z) (Emslandlager XIII) Wietmarschen</ref> und Alexisdorf (Emslandlager XV)<ref>(Stalag VI C/Z)(Emslandlager XV) Alexisdorf</ref> unterstellt. Im Mai 1942 wurde das Stalag VI B Neu-Versen/Emsland einschließlich seiner Zweiglager Oberlangen, Wesuwe und Fullen dem Stammlager Bathorn unterstellt. Es waren Kriegsgefangene aus Frankreich, Belgien, Italien, Jugoslawien und der Sowjetunion untergebracht. Die Sterberate in dem Lager Bathorn war, gegenüber anderen Kriegsgefangenenlagern, relativ gering. Am 5. April 1945 wurde das Lager durch kanadisches Militär befreit.<ref>Stalag VI C Bathorn bei „Relikte.com“</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Emslandlager Bathorn ( des Vorlage:IconExternal vom 5. Oktober 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Literatur
- Bernd Faulenbach, Andrea Kaltofen (Hrsg.): Hölle im Moor. Die Emslandlager 1933–1945. Wallstein, Göttingen 2017, ISBN 978-3-8353-3137-2.
- Gemeinde Geeste (Hrsg.), Martin Koers: „Wer von uns erinnert sich nicht mehr jener langen Leidenszüge von russischen Gefangenen...“. Eine Dokumentation zu den historischen Spuren der Lager Groß Hesepe und Dalum sowie des Lagerfriedhofes (Kriegsgräberstätte Dalum). Geeste 2019, ISBN 978-3-00-063302-7.
Weblinks
- Erläuterungen und Karte zu den Emslandlagern auf der Internetrepräsentanz der Gedenkstätte Esterwegen
- Emslandlager-Projekt der Grundschule Friedrichsfehn
- Geschichte der Emslandlager bei „Relikte.com“
Einzelnachweise
<references/>
Koordinaten: 52° 35′ 32″ N, 7° 2′ 12″ O
{{#coordinates:52,592222222222|7,0366666666667|primary
|dim=
|globe=
|name=
|region=DE-NI
|type=landmark
}}
Vorlage:Klappleiste/Anfang I Börgermoor | II Aschendorfermoor | III Brual-Rhede | IV Walchum | V Neusustrum | VI Oberlangen | VII Esterwegen | VIII Wesuwe | IX Versen | X Fullen | XI Groß Hesepe | XII Dalum | XIII Wietmarschen | XIV Bathorn | XV Alexisdorf Vorlage:Klappleiste/Ende