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Antiroman

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Antiroman ist eine Bezeichnung für experimentelle Formen des Romans, die mit „traditionellen Erzählformen, Realitätsillusionen und Lesererwartungen [...] brechen“.<ref name="Wilpert35">Gero von Wilpert: Antiroman. In: Sachwörterbuch der Literatur. 8. Auflage. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-520-23108-5, S. 35 (Erstausgabe: 1955).</ref> Dazu zählt beispielsweise der Verzicht auf eine zusammenhängende Handlung oder die Darstellung des seelischen Zustands der Charaktere.<ref name="ODLT"></ref> Der Begriff wird auf Jean Paul Sartre zurückgeführt und meist im Kontext des Nouveau roman verwendet.<ref name="Wilpert35" />

Beispiele

Zu den Vertretern des Antiromans werden meist Nathalie Sarraute, André Gide, Alain Robbe-Grillet und Michel Butor gezählt.<ref name="Wilpert35" /><ref name="ODLT" /> Als Vorläufer des Antiromans können Texte wie Tristram Shandy (1759–67) von Laurence Sterne und Die Wellen (1931) von Virginia Woolf angesehen werden.<ref name="ODLT" /> Im deutschsprachigen Raum sind Carl Einstein und Walter Jens für ihre Antiromane bekannt.<ref name="Wilpert35" />

Einzelnachweise

<references />

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