Zum Inhalt springen

Udāna

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. März 2025 um 12:50 Uhr durch imported>Aka (Tippfehler entfernt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Das Udāna ist eine buddhistische Schrift aus den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) des Palikanon. Udana heißt wörtlich „Aufatmen“. In diesen Aphorismen, zumeist in Versform, und den dazugehörigen Erläuterungen zu dem jeweiligen Anlass wird die Lehre des Buddha in kondensierter Form dargelegt.

Die bekannte Parabel von den „blinden Männern und dem Elefanten“ erscheint hier in Udana VI, 4–6.

Udāna bezeichnet im Sanskrit mit dem sich aufwärts bewegenden Prana-Strom zudem eine bestimmte Form des Prana, die den physischen mit dem metaphysischen Wesensbestandteilen im Menschen verbinde, dessen Aktivierung die spirituelle Entwicklung fördere und durch den die Seele beim Tod den Körper verlasse.<ref>Ingrid Fischer-Schreiber, Franz-Karl Ehrhard, Kurt Friedrich: Lexikon der östlichen Weisheitslehren: Buddhismus - Hinduismus - Taoismus - Zen. Scherz Verlag Bern, München, Wien 1994. S. 414.</ref>

Struktur des Udana

Das Udana ist in 8 Kapitel (vagga) zu je 10 Lehrdarlegungen gegliedert. Einer Darlegung des Anlasses in Prosa folgen Verse als Schlussfolgerung.

  1. Bodhivagga (Erwachen)
  2. Mucalindavagga (Mucalinda)
  3. Nandavagga (Nanda)
  4. Meghiyavagga (Meghiya)
  5. Soṇavagga (Sona)
  6. Jaccandhavagga (Die Blindgeborenen)
  7. Cullavagga (Das Kurze Kapitel)
  8. Pāṭaligāmiyavagga (Das Dorf Pātali)

Übersetzungen

Neben der ersten Gesamtübersetzung durch Karl Seidenstücker (1913) gibt es eine Übersetzung der Verse durch Kurt Schmidt (1954) und von Fritz Schäfer (1998).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />