Zum Inhalt springen

Ara AG

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 15. Februar 2026 um 16:10 Uhr durch imported>Mammut74.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
ara AG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | ara CMYK.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1949
Sitz Langenfeld, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung
  • Stefan Rassau (Vors.)
  • Jens Christian Meier
  • Sascha Müller
Mitarbeiterzahl 4092 (2024)<ref name="Konzernabschluss" />
Umsatz 172 Mio. Euro (2024)<ref name="Konzernabschluss">Ara AG, Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024, veröffentlicht im Unternehmensregister am 22. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026.</ref>
Branche Bekleidungsindustrie
Website about.ara-shoes.com
Stand: 31. Dezember 2024

Die Ara AG (Eigenschreibweise: ara) ist die Konzernobergesellschaft eines deutschen Schuhherstellers und -händlers mit Sitz in Langenfeld. Die Ara-Gruppe befasst sich mit der Beschaffung, der Produktion und dem Vertrieb von Damen-, Herren- und Kinderschuhen unterschiedlicher Marken.

Geschichte

Ursprung

Das Unternehmen wurde 1949 als „ara Schuhfabrik GmbH“ in Solingen gegründet und befindet sich seither in Familienbesitz. 1951 zog das Unternehmen nach Langenfeld<ref name=":2">Stephan Meisel: Ara AG. In: Rheinische Post. 24. April 2015.</ref> und 1975 wurde die „ara Schuhfabrik GmbH“ in eine AG „ara Schuhfabriken AG“ umgewandelt.<ref>Eintragung. In: North Data. Abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref>

Im Jahr 1997 erwarb man 49,9 % der Anteile am österreichischen Schuhhersteller Legero; die restlichen 50,1 % blieben im Besitz der Familie Stolitzka.<ref>Hans-Peter Siebenhaar: Der Weltverbesserer. In: Handelsblatt. 1. November 2018, S. 44.</ref>

Ende 1998/Anfang 1999 entstanden aus der ursprünglichen „ara Schuhfabriken AG“ die Holding „ara AG“ sowie die „ara Shoes AG“ als operative Gesellschaft.<ref>Dieter Clarius: Zehn Millionen Paar Schuhe. In: Rheinische Post. 6. August 1999.</ref> Zur gleichen Zeit integrierte Ara den Schuhhersteller Lloyd Shoes in die Gruppe.<ref name=":0">Harald Bartels: Ara-Gruppe trennt sich von Schuhhersteller Lloyd Shoes. In: Kreiszeitung. 1. Juli 2023, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref>

2009 übernahm Ara die Salamander GmbH und die Rechte an der Comicfigur Lurchi von der insolventen EganaGoldpfeil.<ref>Jelena Faber: Unternehmen: Salamander: Ara holt Wortmann mit ins Boot. In: Textilwirtschaft. 11. Januar 2010, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref>

Am 11. Mai 2010 verstarb der langjährige geschäftsführende Gesellschafter und Vorstandsvorsitzende der Ara-Gruppe, Robert Röseler.<ref>Langjähriger Ara-Chef Robert Röseler ist tot. In: Rheinische Post, 14. Mai 2010, abgerufen am 4. Februar 2017.</ref>

2011 folgte die Übernahme von 35 Filialen der österreichischen Schuhhandelskette Delka<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Delka-Verkauf geht in die Schlussrunde. (Memento vom 31. Januar 2011 im Internet Archive) In: Wirtschaftsblatt, 27. Januar 2011.</ref> sowie 2016 die Übernahme der Schuhhaus Klauser GmbH & Co. KG, einschließlich der Salamander Deutschland GmbH & Co. KG.<ref>Anke Prokasky: Unternehmen: Salamander Deutschland verkauft. In: Textilwirtschaft. 18. April 2016, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref>

Umstrukturierung

Ab 2019 begann die Ara AG, ihre Marken und Produktionsstruktur umzubauen.<ref>Laura Klesper: Wir konzentrieren uns auf unsere starken Marken. In: Schuhkurier. 14. Dezember 2022, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref> In der Folge der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie gab die Ara AG in 2023 bekannt, sich von den Beteiligungen Lloyd und Salamander zu trennen.<ref>Rüdiger Oberschür: Ara will Lloyd und Salamander verkaufen. In: FashionNetwork. 27. Juni 2023, abgerufen am 1. Juli 2023.</ref> Davon betroffen waren auch die österreichischen Einzelhandelsaktivitäten um Salamander und Delka.<ref>Salamander und Delka ziehen sich vollständig aus Österreich zurück. In: DerStandard.at. 29. Juni 2023, abgerufen am 29. Juni 2023.</ref> Die Salamander-Markenrechte gingen an die AstorMueller AG.<ref>Georg Kamnakis: AstorMueller übernimmt die Marke Salamander. In: Shoez. 31. August 2023, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref> Die Salamander-Filialen und das Schuhhaus Klauser wurden von der Prime Footwear Investors AG übernommen.<ref>Anne Rheingans: Aufatmen in Kornwestheim: Salamander-Outlet bleibt von Schließung verschont. In: Stuttgarter Nachrichten. 10. Oktober 2023, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref><ref>Jule Scott: Schuhhändler Salamander und Klauser haben eine neue Investorin. In: Fashion United. 22. September 2023, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref> Lloyd Shoes wurde 2024 an die Arklyz AG verkauft.<ref>Rüdiger Oberschür: Arklyz AG schließt Übernahme von Lloyd ab. In: FashionNetwork. 23. Mai 2024, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref>

Struktur

Zur Ara-Gruppe gehören Stand 2025 die wesentlichen Marken und Tochtergesellschaften Ara Shoes GmbH sowie eine Beteiligung an Legero und deren Tochtergesellschaften mit jeweils 49,9 %.<ref name="Konzernabschluss" />

Ara Shoes

Die Ara Shoes GmbH, die das operative Geschäft der ursprünglichen in 1949 gegründeten Schuhfabrik betreibt und fortführt,<ref name=":2" /> stellt vorwiegend Damen- und Herrenschuhe sowie Taschen und Accessoires her. Unter der Hauptmarke Ara werden verschiedene Produktlinien geführt. Zu den technischen Merkmalen zählen unter anderem die „High-Soft-Konstruktion“, das „Easy-in-Konzept“ sowie Modelle, die in zusätzlichen Weiten verfügbar sind oder mit austauschbaren Fußbetten ausgestattet werden.<ref name=":1">Petra Steinke: Aras neuer Aufschlag. In: Schuhkurier. 35/2025, S. 16–19.</ref> Das Unternehmen vertreibt auch Modelle mit Gore-Tex-Ausstattung,<ref>Simone Reiner: Stärken stärken. In: Textilwirtschaft. 14. Februar 2019, S. 78.</ref> die wasserabweisend und atmungsaktiv sind sowie unter dem Namen Motion eine Linie im sportlich geprägten Bereich.<ref>Dorothee Schmidt-Elmendorff: Die Marke Ara ist immer noch da. In: Rheinische Post. 23. Mai 2025, S. 28.</ref><ref>Ara Shoes präsentiert die Key Styles für die Saison FS 2025. In: Fashion United. 4. Juli 2024, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref> Das Unternehmen nutzt bei seiner Kanalstrategie unter anderem Onlinehandel, sogenannte „Concept Stores“, Partnerprogramme und ein Betreibermodell auf Basis des Konsignationsvertriebs und arbeitet mit dem Textilhandel zusammen.<ref name=":1" /> Der Unternehmenssitz befindet sich am Stadtrand von Langenfeld.<ref name=":1" />

Legero

Ferner stellte die österreichische Legero-Gruppe, an der Ara mit 49,9 % beteiligt ist, ein wesentliches assoziiertes Unternehmen dar. Die Legero Schuhfabrik GmbH, Graz, vertreibt Freizeitschuhe für Damen und Herren sowie Kinderschuhe der Marken Legero, Superfit und Think!. Legero verfügt über Logistikzentren und Produktionsstätten in Österreich, Ungarn, Rumänien und Indien.<ref>Anja Probe: Top-Personalie: Neue Generation: Legero United erweitert Führungsspitze. In: Textilwirtschaft. 8. Januar 2025, abgerufen am 18. Dezember 2025.</ref>

Kennzahlen

Die Ara-Gruppe beschäftigte 2024 rund 4.092 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von 172 Millionen Euro. Im selben Zeitraum produzierten die Konzernunternehmen knapp 2 Millionen Paar Fertigschuhe in eigenen Produktionsbetrieben in Portugal, Indonesien und Indien. Ferner beschaffte der Konzern rund 1 Million Paar Schuhe von konzernfremden Unternehmen (jeweils ohne Legero).<ref name="Konzernabschluss" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references />