Ammoniumdiuranat
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| Struktur von Ammoniumdiuranat | ||||||||||||||||
| Vorlage:Farbe H+ Vorlage:Farbe U6+ Vorlage:Farbe O2− Vorlage:Farbe N3− | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Ammoniumdiuranat | |||||||||||||||
| Verhältnisformel | (NH4)2U2O7 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
gelb-rötlicher Feststoff<ref name="slac"/> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 624,13 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
nahezu unlöslich in Wasser und Laugen, löslich in Säuren<ref name="slac">SLAC: PHYSICAL CONSTANTS OF INORGANIC COMPOUNDS (PDF; 391 kB).</ref> | |||||||||||||||
| Gefahren- und Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
| Datei:ISO 7010 W003.svg Radioaktiv | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Ammoniumdiuranat (ADU) ist eine chemische Verbindung aus Stickstoff, Wasserstoff, Uran und Sauerstoff. Es entsteht zusammen mit Natriumdiuranat bei der Produktion von Yellowcake. Formal lässt sich ADU durch die Summenformel (NH4)2U2O7 charakterisieren. Tatsächlich werden verschiedene Spezies unterschiedlicher Zusammensetzung gefunden, für die sich die allgemeine Formel [m UO3 · 2n NH3 · 2(m–n) H2O] · p H2O formulieren lässt.<ref name="gmelin">Gmelins Handbuch der anorganischen Chemie – Uran, Ergänzungsband Teil C 3, Verbindungen, 8. Auflage, Berlin, Heidelberg, 1975.</ref>
Darstellung
Ammoniumdiuranat wird aus Uranylsulfat-Lösung durch Zusatz von wässriger Ammoniaklösung gefällt:<ref name="ncup"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nuclear Chemistry - Uranium Production (englisch) ( vom 25. Juni 2013 im Internet Archive)</ref>
Diese Reaktion kann in der Analytischen Chemie auch als Nachweis für Uran(VI)-Verbindungen verwendet werden.
Verwendung
Das durch obige Reaktion gewonnene Ammoniumdiuranat (technisch auch Yellowcake genannt<ref name="Harry H. Binder">Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3.</ref>) wird verglüht, um daraus Triuranoctoxid zu gewinnen. Diese Reaktion verläuft über mehrere Zwischenstufen; zunächst wird ein Teil des Kristallwassers sowie Ammoniak abgespalten, bevor die UO3-Einheiten dehydratisiert werden und schließlich Sauerstoff abgespalten wird.<ref name="gmelin" /> Formal lautet die Gesamtgleichung:
Das Triuranoctoxid wird im weiteren Prozess der Uranherstellung mit Salpetersäure umgesetzt. Dadurch entsteht Uranylnitrat, aus dem reines Urantrioxid isoliert werden kann. Dieses wird mit Wasserstoff zu Urandioxid reduziert. Bringt man Urandioxid mit Flusssäure und Fluor zur Reaktion, entsteht Uranhexafluorid, aus welchem schließlich durch Reduktion mittels Calcium oder Magnesium reines Uran gewonnen wird.<ref name="ncup" />
Einzelnachweise
<references />
Literatur
- Ingmar Grenthe, Janusz Drożdżynński, Takeo Fujino, Edgar C. Buck, Thomas E. Albrecht-Schmitt, Stephen F. Wolf: Uranium, in: Lester R. Morss, Norman M. Edelstein, Jean Fuger (Hrsg.): The Chemistry of the Actinide and Transactinide Elements, Springer, Dordrecht 2006; ISBN 1-4020-3555-1, S. 253–698 (doi:10.1007/1-4020-3598-5_5).
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- Ammoniumverbindung
- Uranverbindung
- Oxosäuresalz