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Franco Zeffirelli

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. Juli 2025 um 13:25 Uhr durch imported>Trollflöjten (Leben: der Einwurf eines einzelnen Journalisten 2009 in einem NY-Times-Artikel überhaupt darzustellen ist gemäß WP:Q&WP:LIT in einem Lemma zu dem reichlich Fachliteratur existiert höchst zweifelhaft oder wie ich meine eindeutig verfehlt - formal und inhaltlich objektiv falsch wird es, wenn diese Äußerung ohne Ross&Reiter im Indikativ als Tatsache hingestellt wird (zur Konkretisierung vgl. etwa vgl. Disk hier).
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Datei:Zeffirelli.jpg
Franco Zeffirelli (2008)

Franco Zeffirelli <templatestyles src="IPA/styles.css" />[ˈfraŋko dzeffiˈrɛlli] (bürgerlicher Name: Gianfranco Corsi; * 12. Februar 1923 in Florenz; † 15. Juni 2019 in Rom<ref>Italienischer Regisseur Franco Zeffirelli ist tot. In: ORF. 15. Juni 2019, abgerufen am 15. Juni 2019.</ref>) war ein italienischer Regisseur für Film, Theater und Oper. Er wurde international unter anderem durch aufwendige Operninszenierungen sowie seine preisgekrönten Shakespeare-Verfilmungen bekannt.

Leben

Franco Zeffirelli wurde 1923 als nichteheliches Kind einer mit einem Anwalt verheirateten Kostümbildnerin geboren, sein Vater blieb zunächst unbekannt. Zeffirellis Mutter starb, als er sechs Jahre alt war, zehn Jahre später erkannte ein Stoffhändler die Vaterschaft an.<ref name="theguardian">John Hooper: A fighter at the opera. In: theguardian.com. 25. November 2006, abgerufen am 21. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wie im April 2016 berichtet wurde, soll Zeffirelli weitläufig mit Leonardo da Vinci verwandt gewesen sein.<ref>Familienstammbaum: Historiker wollen lebende Nachkommen von Leonardo da Vinci aufgespürt haben. In: Spiegel Online. 15. April 2016, abgerufen am 16. Juni 2016.</ref> Er wuchs im englischsprachigen Umfeld der Scorpioni auf.<ref>Dan Lybarger: Spreading the Wrong Gospel: An Interview with Franco Zeffirelli. In: tipjar.com. 13. März 1999, abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zeffirelli besuchte die Accademia di Belle Arti und studierte in den Kriegsjahren Kunst und Architektur an der Universität Florenz. 1946 kam er zu der Theatertruppe von Luchino Visconti, Paolo Stoppa und Rina Morelli. Visconti übte großen Einfluss auf seinen Assistenten Zeffirelli aus und hatte auch privat eine Liebesbeziehung mit ihm. Zeffirelli arbeitete später mit weiteren Regiegrößen wie Vittorio De Sica und Roberto Rossellini, ehe er sich selbst einen Namen machen konnte.

Ab den 1950er-Jahren galt Zeffirelli als bedeutender Bühnenregisseur für Opern, bei denen er ebenfalls für Kostüme und Bühnenbild verantwortlich war.<ref>Vorlage:AllMovie</ref> Er war unter anderem an der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper, der Metropolitan Opera, der Arena di Verona und der Comédie-Française tätig. Eine gute Freundin von ihm war die Opernsängerin Maria Callas, mit der er mehrfach zusammenarbeitete. Auch mit der Kostümbildnerin Anna Anni, mit der er erstmals 1956 für Turandot zusammenarbeitete, verband ihn eine lebenslange Freundschaft.<ref>Una piccola grande costumista e scenografa italiana: Anna Anni. In: chiediteatro.it. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. August 2012; abgerufen am 23. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Viele seiner Entwürfe für Opernproduktionen sind weltweit bekannt geworden und werden bis heute gespielt. Seine aufwendigen, eher klassisch gestalteten Produktionen wurden Publikumserfolge, wenngleich sie bei Kritikern nicht unumstritten sind.<ref>Rachel Donadio: Maestro Still Runs the Show, Grandly. In: nytimes.com. 18. August 2009, abgerufen am 4. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Einige seiner Opern wurden auch für Kino und Fernsehen abgefilmt: Zusammen mit Gianni Quaranta wurde er 1984 mit dem British Academy Film Award in der Kategorie Bestes Szenenbild für seine Arbeit an der Opernverfilmung La Traviata ausgezeichnet.

Datei:Franco Zeffirelli, director, 1972.jpg
Franco Zeffirelli (1972)

Seinen ersten Kinofilm drehte Zeffirelli 1958. Als Filmregisseur wurde er gegen Ende der 1960er-Jahre durch zwei Shakespeare-Verfilmungen bekannt: 1967 inszenierte er Der Widerspenstigen Zähmung mit Elizabeth Taylor und Richard Burton in den Hauptrollen, ein Jahr später Romeo und Julia mit Leonard Whiting und Olivia Hussey. Sie wird nicht selten als gelungenste Verfilmung von Romeo und Julia betrachtet, für die er eine Oscar-Nominierung in der Kategorie beste Regie sowie den David di Donatello und Nastro d’Argento als bester Regisseur erhielt. Große Aufmerksamkeit erweckte Zeffirelli darüber hinaus mit seiner starbesetzten Bibelverfilmung Jesus von Nazareth aus dem Jahr 1977. Sein Ausflug nach Hollywood mit den Filmen Der Champ (1979) und Endlose Liebe (1981) wurde hingegen von der Kritik weitgehend negativ aufgenommen. 1990 verfilmte er Hamlet mit Mel Gibson in der Hauptrolle. Die letzten Langfilme unter Zeffirellis Regie, Tee mit Mussolini (1999) und Callas Forever (2002), waren autobiografisch geprägt.

Zeffirelli engagierte sich auch politisch. Er saß zwei Legislaturperioden lang, von 1994 bis 2001, für Silvio Berlusconis Mitte-rechts-Partei Forza Italia im Senat.<ref name="theguardian" /> Trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen war er noch im hohen Alter bis in sein Todesjahr künstlerisch tätig. Im Sommer 2019 arbeitete er an Inszenierungen in Verona sowie am Royal Opera House in Oman.<ref>Zeffirelli bringt neue Rigoletto-Inszenierung nach Oman. In: Salzburger Nachrichten. 7. November 2018, abgerufen am 23. November 2018.
Jörg Seißelberg: Italienischer Regisseur Zeffirelli gestorben. In: tagesschau.de. 15. Juni 2019, abgerufen am 16. Juni 2019.</ref>

Privates, Kontroversen und Sonstiges

Datei:Cimitero delle porte sante, cappella di franco zeffirelli 02.jpg
Zeffirellis Grabmal auf dem Cimitero delle Porte Sante in Florenz

Zeffirelli war homosexuell und wurde zuletzt von zwei Adoptivsöhnen gepflegt, die er im Erwachsenenalter adoptiert hatte. Er war ein konservativer Katholik, der die Aussagen der katholischen Kirche zu Homosexualität und Abtreibung unterstützte.<ref name="theguardian" />

Im Januar 2018 erklärte der Schauspieler Johnathon Schaech im Zuge der MeToo-Debatte, Zeffirelli habe ihm während der Dreharbeiten zum Film Zeffirellis Spatz (1993) nachgestellt und ihn sexuell belästigt. Auch der Schauspieler und Filmemacher Bruce Robinson berichtete von ähnlichen Annäherungsversuchen am Filmset von Romeo und Julia (1968), Zeffirellis Verhalten habe ihn zur Figur des übergriffigen Onkel Monty in seinem Film Withnail & I inspiriert.<ref>Rebecca Keegan: The Dark Side of Franco Zeffirelli: Abuse Accusers Speak Out Upon the Famed Director’s Death. In: The Hollywood Reporter. 18. Juni 2019, abgerufen am 14. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Owen Gleiberman: Franco Zeffirelli: An Artist and a Paradox. In: Variety. 19. Juni 2019, abgerufen am 14. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Zeffirelli erhielt 1977 den Verdienstorden der Italienischen Republik, 2003 die Medaglia d’oro ai benemeriti della cultura e dell’arte<ref>Le onorificenze della Repubblica Italiana. In: quirinale.it. 2. April 2003, abgerufen am 16. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und 2004 den britischen Verdienstorden Knight Commander of the Order of the British Empire (KBE).

Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi kaufte nach Zeffirellis Tod die Villa Grande.<ref>Berlusconi per la prima volta nella nuova casa, ex dimora di Zeffirelli. In: ansa.it. 9. Februar 2021, abgerufen am 17. Januar 2022 (italienisch).</ref>

Filmografie (Auswahl)

Autobiographie

  • Zeffirelli. Autobiographie von Franco Zeffirelli. Piper-Verlag, München 1986, ISBN 3-492-03130-7.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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