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Alpen-Enzian

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Alpen-Enzian
Datei:Gentianealpine 1.jpg

Alpen-Enzian (Gentiana alpina)

Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Enziangewächse (Gentianaceae)
Gattung: Enziane (Gentiana)
Art: Alpen-Enzian
Wissenschaftlicher Name
Gentiana alpina
Vill.

Der Alpen-Enzian (Gentiana alpina), auch Südalpen-Enzian<ref name="InfoFlora" /> oder Alpen-Enzian genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Enziane (Gentiana) innerhalb der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae).

Beschreibung

Datei:Tossa plana Lles 2.jpg
Blüte von oben im Detail
Datei:Gentiana alpina MHNT.BOT.2011.18.14.jpg
Frucht und Samen

Vegetative Merkmale

Der Südalpen-Enzian ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von nur bis zu 8 Zentimetern erreicht.

Die gegenständigen Laubblätter sind gedrängt an der Basis des Stängels angeordnet. Die lederigen Grundblätter sind mit einer Länge von 1 bis 2<ref name="InfoFlora" /> oder 1,5 bis 4<ref name="Hegi1966" /> Zentimetern wenig länger als breit und breit-elliptisch mit stumpfem oberen Ende und ihre größte Breite liegt in der Mitte.<ref name="Hegi1966" /><ref name="InfoFlora" /> Wenn Stängelblätter vorhanden sind dann sind sie bei einer Länge von 9 bis 14 Millimetern elliptisch-lanzettlich mit spitzem oberen Ende.<ref name="Hegi1966" /> Die Blattränder sind knorpelig.

Generative Merkmale

Die sitzenden oder kurz gestielten Blüten befinden sich einzeln endständig an den Stängeln.<ref name="Hegi1966" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf grünen Kelchblätter sind bis zu etwa der Hälfte ihrer Länge zu einer Kelchröhre verwachsen, die in fünf eiförmigen und zur Basis hin verschmälerten Kelchzähnen endet.<ref name="Hegi1966" /> Die Buchten zwischen den Kelchzähnen besitzen eine deutlicher weiße Verbindungshaut.<ref name="InfoFlora" /> Die dunkel-blaue<ref name="Hegi1966" /> oder tiefblaue und innen mit oliv-grünen Streifen<ref name="InfoFlora" /> Krone ist bei einer Länge von 30 bis 40<ref name="InfoFlora" /> oder bis zu 70 Millimetern verkehrt-kegelförmig.<ref name="Hegi1966" /> Im Kronschlund finden sich grüne Punkte, die fünf Kronlappen enden stumpf und meist gerundet. Die Staubbeutel sind verklebt.<ref name="Hegi1966" /> Die Narbe ist trichterförmig und gefranst.<ref name="Hegi1966" />

Die Samen sind ellipsoid und ungeflügelt mit netzig-runzeliger Samenschale.<ref name="Hegi1966" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.<ref name="InfoFlora" />

Ökologie und Phänologie

Bei Gentiana alpina handelt es sich um einen Hemikryptophyten.<ref name="InfoFlora" />

In der Schweiz reicht die Blütezeit von Juni bis Juli.<ref name="InfoFlora" />

Vorkommen

Gentiana alpina findet sich im südwestlichen bis westlichen der Zentralalpen, den zentralen Pyrenäen sowie in der Sierra Nevada im südlichen Spanien. Es gibt Fundangaben für Spanien, Andorra, Frankreich, die Schweiz und Italien.<ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" /> In Deutschland und Österreich fehlt der Alpen-Enzian. In der Schweiz kommt sie in den Kantonen Wallis, Tessin und Graubünden vor.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />

Gentiana alpina ist kalkmeidend und wächst in Höhenlagen von 2000 bis 2590 Metern.<ref name="Hegi1966" /> Sie findet in den Alpen ihr Optimum in Pflanzengesellschaften des Verbands Caricion curvulae.<ref name="Aeschimann2004" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 5 (sehr hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 1 (alpin und nival), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Gentiana alpina erfolgte 1779 durch Dominique Villars in Prospectus de l'Histoire des Plantes de Dauphiné, Seite 22.<ref name="Tropicos" /><ref name="Euro+Med" /> Synonyme für Gentiana alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />Vill. sind Ciminalis alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vill.) Holub, Gentiana acaulis subsp. alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vill.) O.Bolòs & Vigo.<ref name="Euro+Med" />

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Gentiana alpina bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="InfoFlora"> Gentiana alpina Vill. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011+: Gentianaceae.: Datenblatt Gentiana alpina bei Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Zuletzt abgerufen am 22. Dezember 2022. </ref> <ref name="Aeschimann2004"> David Aeschimann, Konrad Lauber, Daniel Martin Moser, Jean-Paul Theurillat: Flora alpina. Band 2, Bern, Stuttgart, Wien Haupt-Verlag, 2004, ISBN 3-258-06600-0. S. 18. </ref> <ref name="Hegi1966"> Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3. Verlag Carl Hanser, München 1966. S. 2013. </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Jens G. Rohwer: Gentianaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 636.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Alpen-Enzian (Gentiana alpina) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien