Klaus Husemann
Klaus Husemann (* 28. Dezember 1942 in Meißen) ist ein deutscher Hochschullehrer für Verfahrenstechnik, Politiker (CDU) und ehemaliges Mitglied des Sächsischen Landtages sowie ehemaliger Vorsitzender des Rundfunkrates des Mitteldeutschen Rundfunks.
Leben
Nach dem Abitur an der EOS in Meißen studierte Husemann Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der Technischen Hochschule Magdeburg. Den Abschluss zum Diplom-Ingenieur machte er im Jahr 1967. 1971 promovierte er mit dem Thema Analogiebetrachtungen an Zweiphasenströmungen zum Dr.-Ing. und 1979 mit dem Thema Untersuchungen zu den Grundlagen der Prallfeinzerkleinerung unter besonderer Berücksichtigung der Vorgänge in Stiftmühlen zum Dr. sc. techn.<ref name="dnb">DNB, Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. In: portal.dnb.de. Abgerufen am 22. November 2019.</ref> Ab 1971 war Husemann wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Aufbereitung der Akademie der Wissenschaften in Freiberg.
Von Juni bis November 1990 war Husemann Landesschulrat für Sachsen. Er war Leiter der Fachkommission Schule, Jugend und Sport der gemischten Kommission Baden-Württemberg – Sachsen.
Von 1993 bis 2008 hatte Husemann die Professur für Mechanische Verfahrenstechnik an der TU Bergakademie Freiberg inne. Er leitete dort als Direktor das Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Aufbereitungstechnik. Im Jahr 1994 führte er an der Hochschule im Rahmen des Studienganges Verfahrenstechnik die Vertiefungsrichtung Partikeltechnologie ein. Diese Studienrichtung gab es damit deutschlandweit das erste Mal.<ref name="Freiberg">Ehrung für Professor Klaus Husemann. In: tu-freiberg.de. 21. April 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Oktober 2018; abgerufen am 22. November 2019.</ref> Er war Sprecher des Sonderforschungsbereiches 285 „Partikelwechselwirkung bei Prozessen der Mechanischen Verfahrenstechnik“, der von 1995 bis 2004 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert wurde.<ref name="Freiberg" />
Husemann forschte auf den Gebieten Zerkleinern, Klassieren und Schüttgutmechanik. Seine Ergebnisse sind in über 200 Veröffentlichungen und 20 Patenten dokumentiert.
Von 1993 bis 2009 war er ehrenamtlich im Rundfunkrat des Mitteldeutschen Rundfunks tätig, zu dessen Vorsitzenden er 1997<ref name=":0">MDR übernimmt ARD-Geschäftsführung. In: mdr.de. Abgerufen am 22. November 2019.</ref> und 2003<ref>MDR.DE: Klaus Husemann Vorsitzender des MDR-Rundfunkrates. In: mdr.de. 1. Dezember 2003, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 31. Mai 2005; abgerufen am 22. November 2019.</ref> gewählt wurde. In den Jahren 1997 und 1998 war er Vorsitzender der ARD-Gremienvorsitzendenkonferenz.<ref name="Freiberg" /><ref name=":0" />
Das Landeskirchenamt der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsen hat Husemann zum ehrenamtlichen Dienst als Prädikant beauftragt. Er hält seit 2010 Gottesdienste in Freiberg.<ref>Ev.-Luth. Kirchgemeinde Petri-Johannis Freiberg: Gemeindeleben - Predigtsammlung – Petri-Nikolai und St. Johannis zu Freiberg. In: Internetauftritt der Kirchgemeinde Petri-Johannis Freiberg. Abgerufen am 9. Oktober 2020.</ref>
Im Jahr 1999 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz I. Klasse verliehen.<ref>Sachsen gestern und heute - Ordensträger von E-J. In: www.geschichte.sachsen.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. September 2016; abgerufen am 22. November 2019.</ref>
Husemann ist evangelisch, verwitwet und hat drei Kinder.
Politik
Husemann ist seit November 1989 Mitglied der CDU. Er war von 1990 bis 2005 Mitglied im Landesvorstand der CDU Sachsen und Leiter des Landesfachausschusses Bildung und Wissenschaft des Landesvorstandes. Darüber hinaus war Husemann von 1995 bis 2001 Mitglied im Fachausschuss Bildung, Forschung, Kultur der Gesamt-CDU. Im Oktober 1990 wurde er über den Wahlkreis 52 (Freiberg I) für eine Wahlperiode bis 1994 in den Sächsischen Landtag gewählt. Von 1990 bis 1993 war Husemann Parlamentarischer Staatssekretär im Sächsischen Kultusministerium.
Literatur
- Klaus-Jürgen Holzapfel (Hrsg.): Sächsischer Landtag: 1. Wahlperiode, 1990–1994; Volkshandbuch. NDV Neue Darmstädter Verlagsanstalt, Rheinbreitbach 1991, ISBN 3-87576-265-7, S. 37. (Stand Mai 1991)
- Michael Richter: Die Bildung des Freistaates Sachsen. Friedliche Revolution, Föderalisierung, deutsche Einheit 1989/90. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-36900-X.
Weblinks
- Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus Husemann. In: tu-freiberg.de.
- Predigtsammlung Klaus Husemann. Abgerufen am 31. März 2026.
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Husemann, Klaus |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Hochschullehrer, Politiker (CDU), MdL, Rundfunkrat des MDR |
| GEBURTSDATUM | 28. Dezember 1942 |
| GEBURTSORT | Meißen |
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- Hochschullehrer (Technische Universität Bergakademie Freiberg)
- Landtagsabgeordneter (Sachsen)
- CDU-Mitglied
- Politiker (20. Jahrhundert)
- Rundfunkrat des MDR
- Mitglied der Gremienvorsitzendenkonferenz der ARD
- Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
- Staatssekretär (Sachsen)
- Deutscher
- DDR-Bürger
- Geboren 1942
- Mann