Zum Inhalt springen

Microspora (Algengattung)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. Dezember 2025 um 20:31 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Microspora
Datei:Annales des Sciences Naturelles Botaniques (1850) (18408571515).jpg

Microspora floccosa (rechts, Abb. 4–7)

Systematik
ohne Rang: Chloroplastida
ohne Rang: Chlorophyta
ohne Rang: Chlorophyceae
Ordnung: Microsporales
Familie: Microsporaceae
Gattung: Microspora
Wissenschaftlicher Name
Microspora
Thuret

Microspora ist eine im Süßwasser vorkommende Gattung aus der Grünalgen-Gruppe der Chlorophyceae. Sie umfasst etwa 20 Arten.

Merkmale

Die Vertreter bilden unverzweigte Fäden aus einer Zellreihe. Die Zellen sind zylindrisch, besitzen einen Zellkern und einen wandständigen Chloroplasten. Dieser ist netz- oder unregelmäßig bandförmig und besitzt kein Pyrenoid. Die Zellwand besteht aus zwei H-förmigen Hälften, die wie bei einer Schachtel ineinander greifen. Das Wachstum erfolgt durch Zellteilung innerhalb des Fadens. In der Mitte der Mutterzelle wird ein neues, H-förmiges Zellwandstück gebildet. Die Bildung der H-förmigen Bauteile ist eine Parallelentwicklung zur Xanthophyceae Tribonema.

Die ungeschlechtliche Fortpflanzung erfolgt durch die Bildung einer großen Zoospore, die zwei oder vier gleich lange Geißeln trägt. Die Zoosporen gelangen durch Auseinanderweichen der beiden Zellhälften ins Freie. Einige Arten bilden dickwandige unbewegliche Zellen (Akineten).<ref>Akineten, Lexikon der Biologie, spektrum.de</ref> Die geschlechtliche Fortpflanzung der Gattung ist nicht ganz geklärt, es sind kleine, zweigeißelige Schwärmer bekannt, die Gameten ähneln.

Vorkommen

Die Vertreter der Gattung leben überwiegend festsitzend in stehenden oder fließenden, überwiegend nährstoffarmen Gewässern. Seltener kommen sie frei treibend vor. Sie treten vorwiegend im Frühling auf.

Literatur

  • Karl-Heinz Linne von Berg, Michael Melkonian u. a.: Der Kosmos-Algenführer. Die wichtigsten Süßwasseralgen im Mikroskop. Kosmos, Stuttgart 2004, ISBN 3-440-09719-6, S. 258.

Weblinks

Commons: Microspora – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />