Felix Burda Stiftung
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| colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Felix Burda Stiftung Logo.png | ||||||
| Rechtsform | Treuhandstiftung | |||||
| Gründung | 2001 | |||||
| Auflösung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |||||
| Stifter | Christa Maar, Hubert Burda | |||||
| Sitz | Offenburg (⊙
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| Geschäftsstelle | München | |||||
| Vorläufer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |||||
| Nachfolger | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |||||
| Zweck | Förderung des Gesundheitswesens, insbesondere Früherkennung von Darmkrebs | |||||
| Vorsitz | Heinz Spengler (Vorstand), Hubert Burda (Kuratorium und Stiftungsrat) | |||||
| Geschäftsführung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |||||
| Eigentümer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |||||
| Umsatz | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) | |||||
| Stiftungskapital | 300.000 Euro (2001) | |||||
| Beschäftigte | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) | |||||
| Freiwillige | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) | |||||
| Mitglieder | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) | |||||
| Website | www.felix-burda-stiftung.de | |||||
Die Felix-Burda-Stiftung (Eigenschreibweise: Felix Burda Stiftung) ist eine deutsche Stiftung mit Sitz in Offenburg.<ref name="Satzung" /> Sie wurde 2001 von Christa Maar und Hubert Burda gegründet, um die Früherkennung von Darmkrebs zu verbessern.<ref name="2016-11-04">15 Jahre Kampf gegen Darmkrebs. In: Ärzte Zeitung. 4. November 2016, S. 20.</ref> Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke;<ref name="Satzung" /> zu ihren bekanntesten Initiativen zählt der Darmkrebsmonat März.<ref>Julia Lörcks: Die Angst im Gespräch nehmen. Darmkrebsmonat März. In: Rheinische Post. 30. März 2009.</ref>
Geschichte
Im Jahr 2001 starb Felix Burda, der Sohn von Christa Maar und Hubert Burda, im Alter von 33 Jahren an Darmkrebs.<ref>Felix Burda ist tot. In: Die Welt. 26. Februar 2001, S. 33.</ref> Seitdem setzen sich seine Eltern für eine bessere Vorsorge in diesem Bereich ein.<ref>Elisabeth Binder: Mit den Waffen einer Lobbyistin. In: Der Tagesspiegel. 12. Mai 2015, S. 14.</ref> Wäre die Krankheit früher erkannt worden, hätte ihr Sohn vermutlich geheilt werden können.<ref>Ulrike Bartholomäus: Felix könnte noch leben. In: Focus. 17. März 2008, S. 122 (focus.de [abgerufen am 25. März 2017]).</ref> Maar und Burda gründeten die Felix Burda Stiftung,<ref name="2016-11-04" /> um in der Bevölkerung ein Bewusstsein für das Risiko einer Darmkrebserkrankung zu schaffen.<ref>Kampf dem Darmkrebs. In: Horizont. 29. März 2001, S. 29.</ref> Ihr Ziel war es, die Darmkrebsrate innerhalb von fünf Jahren zu halbieren.<ref>Die Darmkrebsrate soll in fünf Jahren halbiert werden. In: Ärzte Zeitung. 26. März 2001, S. 1.</ref> Führende Mediziner unterstützten die Stiftung bei ihren Bemühungen,<ref>Joachim Mangler: Früherkennung rettet Leben. In: Sächsische Zeitung. 23. Oktober 2001, S. 21.</ref> Wim Wenders drehte 2001 den ersten Fernsehspot zum Thema.<ref>Klüger werden mit Wim Wenders. In: Der Spiegel. 22. Dezember 2001, S. 69.</ref> 2002 initiierte die Stiftung erstmals den sogenannten Darmkrebsmonat März, um ihr Anliegen in den Medien zu verankern.<ref>Norbert Lossau: März 2002 wird Darmkrebsmonat. In: Die Welt. 17. Dezember 2001, S. 31.</ref> Im Rahmen der jährlich stattfindenden Werbekampagne werden in diesem Monat Anzeigen in diversen Medien geschaltet.<ref>Werbekampagne. Felix Burda Stiftung, abgerufen am 25. März 2017.</ref>
Aufgrund des Engagements der Stiftung nahm die gesetzliche Krankenversicherung 2002 die Koloskopie für Versicherte ab 55 Jahren mit einmaliger Wiederholung nach zehn Jahren in ihren Leistungskatalog auf.<ref name="2016-11-04" /><ref name="2017-03-20">Norbert Lossau: Ausreden können tödlich sein. In: Die Welt. 20. März 2017, S. 20.</ref><ref>Eveline Kracht: Darmkrebs ist zu verhindern. In: Kölnische Rundschau. 25. Oktober 2003.</ref> Ungeachtet der Gefahren von Darmkrebs war die Resonanz auf Angebote zur Früherkennung der Krankheit zunächst gering.<ref>Wenig Resonanz auf Angebot zur Früherkennung. In: Ärzte Zeitung. 27. Oktober 2004, S. 4.</ref> Um die Akzeptanz zu erhöhen, strebte die Stiftung insbesondere eine Schärfung des Bewusstseins niedergelassener Ärzte an.<ref>Darmkrebs-Netzwerk gegründet. In: Ärzte Zeitung. 28. Oktober 2004, S. 4.</ref> Außerdem wurde 2003 erstmals der Felix Burda Award vergeben:<ref>Engagierte Stars im Hotel Adlon. In: Focus Online. 7. April 2008, abgerufen am 25. März 2017.</ref> Mit der Auszeichnung werden seither Personen geehrt, die sich mit innovativen Aktionen, Projekten oder wissenschaftlichen Arbeiten um die Vorsorge- und Früherkennung von Darmkrebs verdient gemacht haben.<ref>Felix Burda Award für Engagement gegen Darmkrebs. In: Ärzte Zeitung. 6. Oktober 2003, S. 4.</ref> Zu den ersten Preisträgern zählten Kai Diekmann, Günther Jauch und Susan Stahnke.<ref>Gabriele Renz: Ja, wo sind sie denn? Dem Boulevard war zu wenig Prominenz bei der Gala „Stars mit Mut“, doch für Stuttgart war es reichlich. In: Südkurier. 7. April 2003.</ref>
Innerhalb eines Jahres nach dem ersten Darmkrebsmonat März erhöhte sich die Zahl der Koloskopien um 34 %, was die Felix Burda Stiftung als Erfolg ihrer Arbeit wertete.<ref>Darmkrebs: Vorbildlich, diese Stars. In: Bunte. 30. April 2003, S. 80.</ref> Um die Akzeptanz weiter auszubauen, forderte man beispielsweise die gesetzlichen Krankenkassen auf, Bonusmodelle anzubieten, um die Teilnahme für Versicherte attraktiver zu gestalten.<ref>Trend zum Früh-Test. In: Focus. 16. Februar 2004, S. 13.</ref> Während sich in Deutschland die Darmspiegelung zum wichtigsten Element der Krebsprävention entwickelte, sahen Ärzte in anderen Ländern den „Massentest“ kritisch.<ref>Christian Weymayr: Vorsorge mit Nebenwirkungen. In: Die Zeit. 24. Februar 2004 (zeit.de [abgerufen am 25. März 2017]).</ref> Die Belastungen für Herz-Kreislauf-Patienten und andere Nebenwirkungen der Koloskopie seien nur unzureichend dokumentiert, monierten Kritiker.<ref>Jörg Zittlau: Kritik an der Koloskopie. In: Kölnische Rundschau. 30. April 2009.</ref><ref>Markus Grill: Alarm und Fehlalarm. In: Der Spiegel. 20. April 2009, S. 124.</ref> Trotzdem erweiterte die Stiftung ihre Anstrengungen im Kampf gegen Darmkrebs mit dem Ziel, die Erkennungsrate von Darmkrebs dauerhaft hoch zu halten.<ref>Kampagne der Burda-Stiftung hat sich bewährt. In: Ärzte Zeitung. 25. Februar 2004, S. 7.</ref>
In den folgenden Jahren gewann die Felix Burda Stiftung beispielsweise Franz Beckenbauer, Maria Furtwängler, Verona Pooth und Harald Schmidt als prominente Botschafter für ihre Sache.<ref>Der Kaiser zeigt, was in ihm steckt. In: Bunte. 25. März 2004, S. 100.</ref><ref name="2004-03-22">Walter Schmidt: Ihr ganz großes Problem sind die Männer. In: Main-Port. 22. März 2004.</ref><ref>Christian Renz: Verona, die Spenden-Jägerin. In: Berliner Kurier. 8. März 2004, S. 19.</ref><ref>Norbert Lossau: Harald Schmidt wirbt für Vorsorge. In: Die Welt. 6. März 2006, S. 31.</ref> Sie widmete sich verstärkt der Vorsorge bei Männern, da diese statistisch ein höheres Risiko tragen, an Darmkrebs zu erkranken.<ref name="2004-03-22" /><ref>Cornelia Werner: Männer haben höheres Darmkrebs-Risiko. In: Hamburger Abendblatt. 27. Februar 2009, S. 20.</ref> Sie setzte sich ferner dafür ein, dass auch Apotheker fortan über Darmkrebs informieren.<ref>Information und Vorsorge können das Leben retten. In: Aachener Zeitung. 15. März 2008.</ref> 2008 präsentierte die Stiftung dann erstmals ein begehbares Modell eines Dickdarms, das Anatomie und Funktion des Organs erklärt.<ref>Im Darm-Modell geht es windig zu. In: Ärzte Zeitung. 30. Oktober 2008, S. 16.</ref> Mit einer Länge von rund 20 Metern und einer Höhe von 2,80 Metern handelte es sich um die größte Nachbildung dieser Art in Europa.<ref>Aktiv gegen Krebs. Europas größter begehbarer Darm in Bad Honnef. In: Bonner General-Anzeiger. 28. Januar 2009, S. 21.</ref> Das Modell kann gemietet werden und tourte seitdem durch mehrere Städte.<ref>Anne Seith, Heike Le Ker: „Faszination Darm, treten Sie ein!“ In: Spiegel Online. 26. Februar 2009, abgerufen am 25. März 2017.</ref> Es wurde beispielsweise an belebten öffentlichen Orten wie dem Frankfurter Hauptbahnhof aufgebaut.<ref>Großes Staunen im begehbaren Darm. In: Ärzte Zeitung. 27. Februar 2009, S. 9.</ref> Die Aktionen werden meist von Fachärzten begleitet, die Fragen der Besucher beantworteten.<ref>Was für ein Organ. In: Abendzeitung. 3. März 2009, S. 10.</ref> Daneben intensivierte die Stiftung die Zusammenarbeit mit Betrieben für den Kampf gegen Darmkrebs.<ref>Darmkrebs ist auch Thema für Betriebe. In: Ärzte Zeitung. 10. März 2008, S. 11.</ref><ref>Kampf gegen Darmkrebs: Firmen helfen bei der Prävention. In: Ärzte Zeitung. 11. März 2015, S. 8.</ref>
Das Engagement der Felix Burda Stiftung wurde unter anderem bei der Vergabe des Sonderpreises des Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation 2009 besonders hervorgehoben.<ref>Fressnapf bekommt Deutschen Preis für Wirtschaftskommunikation. In: Werben & Verkaufen. 22. Mai 2009, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 25. März 2017. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Es folgten weitere Auszeichnungen.<ref>Ehrungen. Felix Burda Stiftung, abgerufen am 25. März 2017.</ref> Neben dem Einsatz für die Darmkrebsvorsorge auch mit den Risikofaktoren für Darmkrebs, beispielsweise dem familiären Risiko oder Diabetes.<ref>Fast alle Diabetes-Fälle sind vermeidbar. In: Die Welt. 22. Juni 2005, S. 31.</ref> 2011 brachte sie in Kooperation mit der Assmann Stiftung für Prävention eine Mobile App auf den Markt, die über die gesetzlichen Maßnahmen zur Vorsorge von diversen Krankheiten aufklärt.<ref>Jochen Niehaus: Dosiert: App zum Arzt. In: Focus. 10. Januar 2011, S. 115.</ref><ref>Präventions-App organisiert Vorsorge. In: Ärzte Zeitung. 23. März 2012, S. 10.</ref> Die Stiftung beteiligte sich am Nationalen Krebsplan und dem Entwurf für die „Weiterentwicklung der Darmkrebsfrüherkennung“.<ref name="2016-11-04" /> Die wichtigsten Empfehlungen aus diesem Entwurf wurden im Krebsfrüherkennungs- und Registergesetz (KFRG) von 2013 berücksichtigt.<ref name="2017-03-01" /> Man sprach sich für die Einführung immunologischer Stuhltests aus, die 2017 schließlich in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen wurden.<ref name="2017-03-20" /> Mit ihnen lassen sich kleinste Spuren von Blut im Stuhl, die ein anerkannter Indikator für Darmkrebs sind, erheblich präziser als mit dem seit den 1970er Jahren verwendeten Stuhltest erkennen.<ref>Norbert Lossau: Bessere Früherkennung. In: Die Welt kompakt. 20. März 2017, S. 28.</ref><ref>Paul Klammer: Besser testen. Neue Methoden vereinfachen die Früherkennung von Darmkrebs. In: Focus. 11. März 2017, S. 76.</ref>
Zuletzt erklärte die Felix Burda Stiftung die bessere Organisation der Darmkrebs-Screenings und die gesonderte Berücksichtigung von Menschen mit familiärem Darmkrebsrisiko zu ihren Aufgaben.<ref name="2017-03-01">Darmkrebs: Hindernislauf zu einem organisierten Screening. In: Ärzte Zeitung. 1. März 2017, S. 12.</ref>
Organisation
Die Felix Burda Stiftung ist eine selbstständig agierende aber nicht rechtsfähige Stiftung, die von der Hubert Burda Stiftung treuhänderisch verwaltet wird. Der Sitz befindet sich in Offenburg, die Geschäftsstelle ist in München. Zweck der Stiftung ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens sowie der Lehre, Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Entstehung, Vorsorge, Erkennung und Bekämpfung von Krebs, insbesondere Darmkrebs. Die Stiftung verfolgt unmittelbar gemeinnützige Zwecke in der Abgabenordnung. Ihre Ziele verwirklicht sie durch verschiedene Formen der Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel durch die Organisation von Kongressen und Tagungen oder der Veröffentlichung von Lehr- und Schulungsmaterialien. Die Satzung sieht ausdrücklich eine Einbindung der Stiftung in internationale Netzwerke vor, um den Austausch von Experten auf ihrem Gebiet zu fördern.<ref name="Satzung">Satzung der Felix Burda Stiftung. (PDF) Abgerufen am 25. März 2017.</ref> In den ersten Jahren spielte dabei vor allem die Darmkrebsvorsorge in den Vereinigten Staaten eine wichtige Rolle, die eine höhere Teilnahme und eine geringere Sterblichkeit als Deutschland vorzuweisen hatten.<ref>Amerikaner machen es besser. In: Der Tagesspiegel. 14. März 2004, S. 2.</ref>
Das Kapital der Felix Burda Stiftung beträgt 300.000 Euro. Ihr oberstes Gremium ist laut Satzung ein ehrenamtliches Kuratorium aus drei bis fünf Personen. Hubert Burda ist Mitglied auf Lebenszeit, wie es auch Christa Maar war, andere Kuratoren werden für eine Amtszeit von drei, vier oder fünf Jahren bestellt.<ref name="Satzung" /> Neben Burda gehören dem Gremium derzeit die beiden Internisten und Gastroenterologen Berndt Birkner und Meinhard Classen an. Die operative Führung der Stiftung obliegt einem Vorstand, dessen Vorsitz derzeit Robert Schweizer innehat. Weiteres Mitglied ist Heinz Spengler. Christa Maar kam bis zu ihrem Tod 2022 mit ihrer Funktion als geschäftsführender Vorständin eine zentrale Rolle zu.<ref>Organisation. Felix Burda Stiftung, abgerufen am 25. März 2017.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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