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Franz Diener (Boxer)

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Franz Diener Vorlage:SportPicto
Daten
Geburtsname Franz Diener
Geburtstag 2. Juni 1901
Geburtsort Bad Bibra
Todestag 21. April 1969
Todesort Berlin
Nationalität Deutscher Deutsch
Gewichtsklasse Schwergewicht
Größe 1,83 m
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 34
Siege 20
K.-o.-Siege 10
Niederlagen 9
Unentschieden 4
Keine Wertung 1

Franz Diener (* 2. Juni 1901 in Bibra; † 21. April 1969 in West-Berlin) war ein deutscher Schwergewichts-Boxer und Gastronom.

Karriere

Dieners wichtigste Boxkämpfe, unter anderem im Berliner Sportpalast und im Madison Square Garden, fanden in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre statt. Sein Trainer war Sabri Mahir.

Er wurde 1926 durch einen Punktsieg über 15 Runden gegen Paul Samson-Körner Deutscher Meister im Schwergewicht; dieser Titel wurde ihm aberkannt. 1927 konnte er den Titel erneut erringen im Kampf über 15 Runden gegen Rudi Wagener, den er ebenfalls durch Punktsieg gewann. Am 4. April 1928 verlor Diener den Meistertitel durch Punktniederlage an Max Schmeling. Dieners Beiname „Die deutsche Eiche“ wurde zum umgangssprachlich festen Begriff.

Nach der Sportkarriere

Nach 1945 lebte und wirkte der gelernte Fleischer in seiner Geburtsstadt Bad Bibra und baute eine Wurst- und Fleischwarenfabrik auf. Auch führte Diener als Gastwirt bis 1954 die Geschäfte der örtlichen Schwimmbad-Gaststätte. Vorlage:Hinweisbaustein Wegen angeblicher „Wirtschaftsverbrechen“ – ein zur DDR-Zeit von den Behörden oft benutzter, weil nur selten widerlegbarer staatlicher Vorwurf – wurde Diener 1951 verhaftet und inhaftiert. 1954 flüchtete er nach West-Berlin.

Künstlerlokal Franz Diener

Datei:CharlottenburgGrolmannstraßeDiener.jpg
Von Diener betriebenes Künstlerlokal in der Grolmanstraße in Berlin-Charlottenburg

Der gelernte Fleischer<ref>https://diener-berlin.de/?page_id=31</ref> Diener betrieb in Charlottenburg von 1954 bis zu seinem Tod 1969 die Gaststätte „Tattersall“, ein bis heute bestehendes Künstlerlokal<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Willkommen in der Künstlerkneipe DIENER Tattersall (Memento vom 3. Oktober 2017 im Internet Archive)</ref> in der Grolmanstraße, nahe dem Savignyplatz, das er in „Franz Diener“ umbenannte. Zu seinen Stammgästen gehörten Prominente wie Hans Albers, Romy Schneider, Robert Biberti von den Comedian Harmonists und Harald Juhnke.<ref>Informationstafel am einstigen Wohnhaus von Diener in Bad Bibra, erfasst am 2. Oktober 2017.</ref>

Tod

Franz Diener starb 1969 im Alter von 67 Jahren in Berlin. Beigesetzt wurde er auf dem Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Friedhof in Westend. Das Grab ist nicht erhalten.<ref>Hans-Jürgen Mende: Lexikon Berliner Begräbnisstätten. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S. 472.</ref>

Zitate

„Beim Boxen ist es wie in der Liebe, man muss den Gegner da treffen, wo es weh tut.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Franz Diener

Varia

  • In Dieners Geburtsstadt gibt es ihm zu Ehren im Alten Rathaus die Dauerausstellung „Franz Diener – Boxerlegende aus Bad Bibra“.
  • Sein Wohnhaus neben seiner einstigen Wurstfabrik in Bad Bibra besteht bis heute (2017), dort erinnert eine Tafel an ihn.<ref>Informationstafel am einstigen Wohnhaus von Diener in Bad Bibra, erfasst am 2. Oktober 2017</ref>

Literatur

  • Güney Dal: Teestunde am Ring. Piper Verlag, München 1999, ISBN 3-492-04116-7
  • Clemens Füsers: Punchline. Aufbau Verlag, Berlin Juli 2004, ISBN 3-7466-2061-9

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein