Bet Schemesch
| Bet Schemesch | ||||||
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| Bet Schemesch | ||||||
| Basisdaten | ||||||
| hebräisch: | {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) | |||||
| arabisch: | {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) | |||||
| Staat: | Datei:Flag of Israel.svg Israel | |||||
| Bezirk: | Jerusalem | |||||
| Gegründet: | vorbiblische Besiedlung 1950 (Neugründung) | |||||
| Koordinaten: | 31° 45′ N, 34° 59′ O
{{#coordinates:31,745277777778|34,988888888889|primary
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dim=10000 | globe= | name=Bet Schemesch | region=IL-JM | type=city
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| Höhe: | 220 m | |||||
| Fläche: | 34,259 km² | |||||
| Einwohner: | 145.554 (Stand: 2022)<ref>2022 {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). (XLSX; 119 kB) [Population and households by locality - 2022 Census estimate]. Israelisches Zentralbüro für Statistik, 2025, abgerufen am 31. Januar 2026. </ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 4.249 Einwohner je km² | |||||
| Gemeindecode: | 2610 | |||||
| Zeitzone: | UTC+2 | |||||
| Postleitzahl: | {{#property:P281}} | |||||
| Gemeindeart: | Stadtverwaltung | |||||
| Bürgermeister: | Shmuel Greenberg<ref name="Local_elections2024">Ultra-Orthodox retake Beit Shemesh, former Haifa mayor Yona Yahav returns to office. In: www.timesofisrael.com. Abgerufen am 13. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | |||||
| Website: | ||||||
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Bet Schemesch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); durch die Übertragung aus dem Hebräischen kommen abweichende Schreibweisen vor; arabisch بيت شيمش, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Tell Bet Schemesch: arabisch عين شمس, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Stadt in Israel im Bezirk Jerusalem an der Bahnstrecke von Tel Aviv nach Jerusalem.
Geschichte
Anfänge
Bet Schemesch ist nach einer früheren Siedlung gleichen Namens benannt, die etwas westlich der heutigen Stadt liegt; der Tell wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Diese Stadt, die unter anderem von Kanaanäern und Hyksos besiedelt war, geht in das 18. Jahrhundert v. Chr. zurück.
Erwähnung in der Bibel
In der Bibel wird Bet Schemesch mehrfach erwähnt, z. B. im Zusammenhang mit der Eroberung des Landes durch die Israeliten (Vorlage:Bibel/Link) und bei der Rückkehr der von den Philistern gestohlenen Bundeslade (Vorlage:Bibel/Link). Da Bewohner Bet Schemeschs dabei von der Weizenernte aufsahen und die Bundeslade erblickten, erschlug Gott 70 Mann aus dem Volk (Vorlage:Bibel/Link).
Römische und byzantinische Zeit, Mittelalter
Der Ort war noch in römischer Zeit besiedelt. In der byzantinischen Zeit bestand in Bet Schemesch ein Kloster.<ref>Claudine Dauphin: La Palestine byzantine. Peuplement et Populations. Archeopress, Oxford 1998, Band 3, S. 909.</ref> Es war vermutlich das von Johannes Moschos erwähnte „Simsonkloster“, benannt nach dem biblischen Helden Simson.<ref>Art. Bet-Schemesch. In: Othmar Keel, Max Küchler: Orte und Landschaften der Bibel. Band 2: Der Süden. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1982, S. 805–817, hier S. 813.</ref> 2016 wurde beim Bau einer Wasserleitung eine mit dem Klosterbetrieb verbundene, unter stabilisierenden Erdmassen gut erhaltene, sehr große und offenbar sehr bedeutende Pilgerkirche eines unbekannten christlichen Märtyrers entdeckt, die vom 6. bis ins 9. Jahrhundert bestand. Es handelt sich um die besterhaltene Kirche vergleichbarer Art in Israel und Jordanien.<ref>Andrea Krogmann: Bet Schemes: Rätsel um die Kirche des "glorreichen Märtyrers". In: Katholisch.de. 27. Oktober 2019, abgerufen am selben Tag.</ref>
Um 1300 wurde an der Stelle der heutigen Stadt eine Karawanserei errichtet.
Seit 1950
Das moderne Bet Schemesch wurde 1950 als Entwicklungsstadt gegründet und war als städtisches Zentrum für die nördliche Schefela-Region geplant. Durch den Einsatz der ersten Siedler in der Aufforstung entstanden um Bet Schemesch ausgedehnte Kiefernwälder.
Für die Entwicklung der Stadt wirkte sich die Lage nachteilig aus: Seit dem Neubau der Autobahn 1 Tel Aviv–Jerusalem liegt Bet Schemesch abseits des Hauptverkehrswegs. Die Bahnstrecke Tel Aviv–Jerusalem wurde von der israelischen Eisenbahn ebenfalls lange Jahre kaum mehr genutzt. Erst seit 2003 besteht wieder ein regelmäßiger Zugverkehr nach Tel Aviv; der reguläre Personenverkehr nach Jerusalem wurde im April 2005 nach Abschluss umfassender Sanierungsmaßnahmen wieder aufgenommen.
Am 25. Juni 1991 erhielt Bet Schemesch den Status einer Stadtverwaltung.
Aufgrund der Ortslage stagnierte Bet Schemesch lange Zeit und hatte Anfang der 1990er Jahre erst etwa 25.000 Einwohner. Danach wuchs die Stadt durch den Zuzug von Neueinwanderern erheblich. Im Jahr 2006 hatte Bet Schemesch bereits 69.500 Einwohner, wobei ein Teil davon Pendler sind, die in Jerusalem arbeiten.
Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist der Anbau von Wein; in der Gegend von Bet Schemesch befinden sich u. a. Weinberge des Klosters Cremisan.
Die Stadt ist eine Hochburg des ultraorthodoxen Judentums. Ende 2011 löste die Absicht einiger Ultraorthodoxer, in Bet Schemesch eine Geschlechtertrennung auf der Straße, im Bus und anderswo im öffentlichen Raum einzuführen, landesweite Proteste aus.<ref>Oz Rosenberg, Nir Hasson, Revital Blumenfeld, Barak Ravid, Talila Nesher: As rallies subside, Beit Shemesh residents fear a battle long lost. In: Haaretz. 28. Dezember 2011.</ref> Rund 10.000 Demonstranten, darunter auch religiöse Israelis und prominente Politiker, reisten aus dem ganzen Land nach Bet Schemesch und protestierten gegen fundamentalistische Trends.<ref name="zeit1">Gisela Dachs: Das verschleppte Problem mit den Ultraorthodoxen. Zeit Online, 28. Dezember 2011.</ref> Staatspräsident Schimon Peres unterstützte sie und lobte die Polizei, „die für grundsätzliche Gleichberechtigung in Bet Schemesch kämpfte“. Seiner Meinung nach müssten alle im Land gegen „eine Minderheit aufstehen, die sich auf unerhörte Weise benimmt“.<ref>Israels Präsident ruft zu Protest gegen Ultraorthodoxe auf. Zeit Online, 27. Dezember 2011.</ref> Als die von ihnen geplante Gegendemonstration untersagt wurde, randalierten Hunderte ultraorthodoxe Israelis am 29. Dezember 2011 in Bet Schemesch.<ref>Ultraorthodoxe randalieren in Beit Schemesch. Zeit Online, 30. Dezember 2011.</ref>
Während des Irankrieges kam es am 1. März 2026 zum Einschlag einer aus Iran gestarteten ballistischen Rakete in Bet Schemesch, wobei eine Synagoge, ein darunter liegender Luftschutzbunker sowie umliegende Häuser zerstört oder beschädigt und neun Zivilisten getötet sowie mehr als 40 verletzt wurden.<ref>9 killed as Iranian missile destroys synagogue, smashes bomb shelter in Beit Shemesh</ref>
Einwohner
Das israelische Zentralbüro für Statistik gibt bei den Volkszählungen vom 22. Mai 1961, 19. Mai 1972, 4. Juni 1983, 4. November 1995 und vom 28. Dezember 2008 für Bet Schemesch folgende Einwohnerzahlen an:<ref>Israelisches Zentralbüro für Statistik</ref>
| Jahr der Volkszählung | 1961 | 1972 | 1983 | 1995 | 2008 | 2015 |
| Anzahl der Einwohner | 6.986 | 10.111 | 12.956 | 24.179 | 76.078 | 103.922 |
Bürgermeister
- 1953–1955: Schmu’el Avi’eser
- 1955–1965: Menachem Neumann
- 1965–1967: Oved Seri-Levi
- 1967–1978: Amram Luk
- 1978–1989: Jehuda ben Se’ev
- 1989–1993: Schalom Fadida
- 1993–2008: Daniel Vaknin
- 2008–2018: Moshe Abutbul
- 2018–2024: Aliza Bloch<ref>Sabine Brandes: Neue und alte Bürgermeister. In: Jüdische Allgemeine. 8. November 2018.</ref>
- 2024–: Shmuel Greenberg<ref name="Local_elections2024" />
Kibbuz Tamuz
Im Stadtgebiet von Bet Schemesch liegt der 1987 gegründete Kibbuz Tamuz.<ref>Auch das gibt es in Israel: Kibbutzim in Städten. In: Israelnetz.de, 10. Dezember 2001, abgerufen am 1. August 2018.</ref>
Sehenswürdigkeit
- Das Kloster Bet Dschemal, 1881 gegründet, inzwischen im Gebiet der Stadt gelegen, entstand neben einer katholischen Landwirtschaftsschule von 1873. Es ist eine Wallfahrtsstätte.
- Archäologen der Israelischen Altertumsbehörde haben im Oktober 2019 die Überreste einer 1.500 Jahre alten Kirche im Stil einer Basilika im Stadtteil Ramat Beit Schemesch, entdeckt. Das Gotteshaus ist verziert mit Mosaikböden, die mit Blättern, Früchten, Vögeln und Pflanzen gestaltet sind und griechischen Inschriften. Die Wände waren zum Zeitpunkt der Nutzung mit bunten Fresken und hohen Säulen geschmückt. Die Hauptphase des Baus erfolgte während der Herrschaft von Kaiser Justinian I., der von 527 bis 565 regierte. Später, unter Kaiser Tiberios I. (574–582), wurde eine Seitenkapelle hinzugefügt., eine Inschrift erwähnt seine Spende.<ref>Kirche eines „glorreichen Märtyrers“ entdeckt. In: Israelnetz.de. 24. Oktober 2019, abgerufen am 25. Oktober 2019.</ref><ref>Florian Stark: Archäologie: Kirche eines „glorreichen Märtyrers“ in Israel entdeckt. In: Die Welt. 24. Oktober 2019 (welt.de [abgerufen am 13. April 2020]).</ref>
- 2014 gründete Natan Slifkin das biblisches Naturkundemuseum in Bet Schemesch. Viele der größeren Tiere wie Löwe, Gepard und Steinbock sind hier aus Platzgründen nur ausgestopft, die Kleineren werden lebendig gehalten.<ref>Biblisches Naturkunde-Museum – Gottes Tierreich in Israel. In: Deutschlandfunk. 26. Juni 2019, abgerufen am 12. April 2020.</ref>
Städtepartnerschaften
- Deutschland Nordhausen, Deutschland; seit 1992
- Datei:Flag of Croatia.svg Split, Kroatien
- Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Hangzhou, Volksrepublik China
- Vereinigte Staaten Cocoa, Florida, Vereinigte Staaten; seit 2007
- Vereinigte Staaten Ramapo, New York, Vereinigte Staaten
Literatur
- Art. Bet-Schemesch. In: Othmar Keel, Max Küchler: Orte und Landschaften der Bibel, Band 2: Der Süden. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1982, ISBN 3-545-23042-2, S. 805–817.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />