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Ulrike Dotzer

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Ulrike Dotzer (* 1961 in Kiel) ist eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin. Als Abteilungsleiterin im Norddeutschen Rundfunk war sie verantwortlich für Dokumentationen und Doku-Dramen, die der NDR gemeinsam mit Arte produzierte. Im Jahr 2022 veröffentlichte sie den Roman Goldener Boden, ein Familienepos über drei Generationen.<ref>Goldener Boden - Europa Verlag. Abgerufen am 19. September 2023.</ref> Historische Ereignisse greift sie auch in ihrem Roman Agnes im Meer auf, der im März 2026 im Europa-Verlag erscheint.<ref>Agnes im Meer - Europa Verlag. Abgerufen am 26. Januar 2026.</ref>

Ausbildung und Karriere

Ulrike Dotzer entstammt mütterlicherseits einer pommerschen Familie, deren Geschichte von der NS-Zeit und deren Nachwirkungen bis in die heutige Generation geprägt ist; diese Familienerfahrungen, einschließlich der Verbindungen ihrer Großväter zur NSDAP, flossen später maßgeblich in ihren Roman Goldener Boden ein.<ref name=":0">Petra Schellen: Autorin über Pommersche Herkunft: „Ich wollte Verdrängtes erzählen“. In: Die Tageszeitung: taz. 6. Oktober 2024, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 6. Oktober 2024]).</ref>

Nach einem Aufenthalt in Montreal studierte Dotzer Osteuropäische Geschichte, Mittlere und Neuere Geschichte sowie Philosophie und Politologie in Kiel und Göttingen. Sie volontierte bei den Kieler Nachrichten und war bis 1997 Reporterin und Redakteurin in der Politikredaktion des Hamburger Abendblatts. Die Zeit unmittelbar nach der Wende erlebte sie in Leipzig und Schwerin in den Redaktionen des Leipziger Tageblatts und der Norddeutschen Zeitung. Von dort berichtete sie 1990 und 1991 auch für den Axel-Springer-Verlag über den Wandel in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

Nach ihrem Wechsel zum Norddeutschen Rundfunk 1997 war sie zunächst Referentin des Intendanten Jobst Plog und leitete dann die Abteilung Arte des NDR in Hamburg. Für den europäischen Kulturkanal verantwortete sie Dokumentationen und Doku-Dramen mit internationalen und historischen Themen, von denen viele ausgezeichnet wurden. Unter anderem beauftragte und begleitete sie als Redakteurin:

Zur angestrebten Fusion der beiden Fernsehsender ARTE und 3sat äußerte sie sich gemeinsam mit Sabine Rollberg in einem Gastbeitrag in der WELT kritisch.<ref>Arte und 3sat: Ein falsches Signal an die französischen Rechtspopulisten - WELT. Abgerufen am 16. November 2024.</ref>

Engagement & Auszeichnungen

1988 erhielt sie den Reportagepreis der Akademie für Publizistik in Hamburg. Ab 2013 war sie Mentorin im Mentoring-Programm des DJV.<ref>Mentoring-Programm des DJV Hamburg</ref> 2014 wurde sie Mitglied des Kuratoriums und später Mitglied des Vorstands der Deutsch-Französischen Gesellschaft Cluny e.V. in Hamburg, deren Vorsitz sie im April 2024 gemeinsam mit der Literaturwissenschaftlerin Valérie le Vot übernahm.<ref>Cluny e.V. Hamburg</ref> Sie ist Mitglied des Weimarer Dreiecks, das die Verbindungen zwischen Franzosen, Polen und Deutschen stärken will. In ihren literarischen und journalistischen Arbeiten behandelt sie oft Themen der Erinnerungskultur.<ref name=":0" />

Fußnoten

<references />

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