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Wulkow (Lebus)

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Wulkow
Stadt Lebus
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(229)&title=Wulkow 52° 24′ N, 14° 28′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(229) 52° 24′ 10″ N, 14° 28′ 12″ O
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Einwohner: 229 (2006)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 15326
Vorwahl: 033602
Lage von Wulkow in Brandenburg

Wulkow (auch Wulkow bei Booßen) ist ein Ort im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg und gehört seit dem 31. Dezember 2001 zur Stadt Lebus.<ref>StBA Wiesbaden (Hrsg.): Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001.</ref>

Geschichte

1353 wurde Wulkow als Wolkowe erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist sorbischen Ursprungs und bedeutet Wolf. Ein barockes Gutsensemble bildet den Ortskern. 1474 kam Wulkow in den Besitz des Adelsgeschlechts von Pfuel.<ref name="Ledebur1856">Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band, Ludwig Rauh, Berlin 1856. S. 196–197. (Digitalisat)</ref> Lehnsherr Joachim Erdmann von Burgsdorff, Amtshauptmann zu Lebus, übernahm 1676 den Ort. Er ließ die Dorfkirche 1687 und das Grufthaus 1695 errichten. Vor 1880 hieß der Rittergutsbesitzer Richardt Boldt. Sein Gut Wulkow war damals 547 ha groß, davon im Bestand rund 32 ha Wald. Boldt betrieb auch eine Brennerei.<ref>P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell: General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche. 1. Band: Das Königreich Preussen, Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg. Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker, Berlin 1879, S. 62–63, doi:10.18452/377 (Digitalisat). Reprint: ISBN 3-226-00787-4.</ref>

1882 kaufte die dann in der Region weit verbreitete Pächter- und Gutsbesitzerfamilie Schulz das Rittergut Wulkow. Vor 1900 umfasste das Gut im Ort 558 ha Land.<ref>Paul Ellerholz, E. Kirstein, Traug. Müller. W. Gerland, Georg Volger: Handbuch des Grundbesitzes im Deutsche Reiche. In: Adressbuch für Land-und Forstwirtschaft. 3. Auflage. I. Das Königreich Preussen. I. Lieferung: Provinz Brandenburg. Nicolaische Verlags-Buchhandlung R. Stricker, Berlin 1896, S. 80–81 (Digitalisat).</ref> Familie Schulz blieb dann bis 1945 die Eigentümer. Deren letzte Vertreter waren nachweislich unter anderem Dr. phil. Richard Schulz-Wulkow (1860–1926), berechtigt lt. Verfügung des Amtsgerichtes Berlin vom Sommer 1920 für sich und seine Nachfahren den Doppelnamen führen zu können. Ihm folgte der Landschaftsrat (Nachfolge der Ritterschaftsräte) und spätere Major Günter Schulz-Wulkow (1892–1956).<ref>Kurt Winckelsesser unter Mitwirkung von Harald Richert: Deutsches Geschlechterbuch 1969. Brandenburger Band 2. In: Gesamtreihe DGB. Brandenburger Band 2, DGB Schulz 3 Einzeldruck der Stammfolge. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1969, S. 473–478 (d-nb.info).</ref> Vor der großen Wirtschaftskrise 1929/1930 liegen die Daten für das Rittergut vor, mit Peterhof 800 ha. Die Verwaltung übernahm August Warda. Im betriebswirtschaftlichen Mittelpunkt lag zu jener Zeit die Schafsviehhaltung.<ref>Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht: Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg. 1929. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe über 20 ha. Nach amtlichen Angaben. In: Niekammer (Hrsg.): Standardwerk der Land-und Forstwirtschaft. 4. Auflage. Band VII.. Niekammer’s Adressbücher-Verlag G.m.b.H., Leipzig 1929, S. 241 f. (Digitalisat).</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr 1875 1890 1910 1925 1933 1946 1993 2000 2006
Einwohnerzahl<ref>Verein für Computergenealogie (CompGen) e. V. Berlin (Hrsg.): Das Genealogische Orts-Verzeichnis: Wulkow.</ref> 201 144 152 251 215 267 154 228 229

Vorlage:ChartDirektEW

Datei:WulkowDorfkirche.JPG
Dorfkirche in Wulkow. 2013.

Religionen

Das evangelische Pfarramt Booßen-Wulkow ist für den Ortsteil Wulkow der Stadt Lebus zuständig.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Schloss Wulkow, Wulkow bei Booßen, Stadt Lebus, Deutschland.jpg
Schloss Wulkow 1904.
  • Dorfkirche Wulkow
  • Herrenhaus mit Park, Wirtschaftshof und Speicher
  • Grufthaus auf dem Kirchhof

Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Lebus

1992 wurde Wulkow Modellgemeinde für ökologische Dorfentwicklung in Brandenburg. Der Ort ist Träger des Bundesumweltpreises und war dezentrales Projekt der EXPO 2000. Das Domespace (häufig „UFO“ genannt), am Dorfrand errichtet, ist Mittelpunkt des Projektes und Titel von Veröffentlichungen aus der Region und wird zurzeit touristisch genutzt. Teil des Projektes ist auch der Ökospeicher Wulkow, ein nach ökologischen Kriterien umgebauter Speicher, in dem an den Wochenenden ein Ökomarkt stattfindet, der aber auch zu Ausstellungen und anderen Kulturveranstaltungen genutzt wird.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />BerlinNews, 4. Juni 2000: Ein Dorf macht ernst (Memento vom 15. Oktober 2007 im Internet Archive).</ref>

Weblinks

Commons: Wulkow bei Booßen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

  1. Nummerierter Listeneintrag

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Lebus (Kernstadt) | Mallnow | Schönfließ | Wulkow

Weiterer Gemeindeteil:
Wüste Kunersdorf

Weitere Wohnplätze:
Elisenberg | Elisenheim | Lindenhof | Unterkrug | Wilhelmshof

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