Zum Inhalt springen

Rot (Stuttgart)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. April 2026 um 12:10 Uhr durch imported>TaxonBot (Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wappen von Stuttgart
Wappen von Stuttgart
Rot
Stadtteil von Stuttgart
Karte
Karte
Koordinaten 48° 50′ 2″ N, 9° 11′ 34″ OKoordinaten: 48° 50′ 2″ N, 9° 11′ 34″ O
 {{#coordinates:48,834|9,1927|primary
dim=10000 globe= name=Rot, Stadtteil region=DE-BW type=city
  }}
Fläche 1,558 km²
Einwohner 10.518 (31. Mai 2020)
Bevölkerungsdichte 6751 Einwohner/km²
Postleitzahl 70437
Vorwahl 0711
Stadtbezirk Zuffenhausen
Quelle: Datenkompass Stuttgart (PDF; 1,5 MB)
Datei:Stuttgart Evang. Auferstehungskirche Rot 1.JPG
Evang. Auferstehungskirche Stuttgart-Rot
Datei:Scharoun RomeoJulia-pjt.jpg
Die Hochhäuser Romeo (rechts) und Julia (links) in Stuttgart-Rot; erbaut 1955–1959 von Hans Scharoun
Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F040658-0004, Stuttgart, Neubausiedlung (cropped).jpg
Terrassenhaus an der Tapachstraße; erbaut 1969–1971 von Peter Faller und Hermann Schröder

Rot ist ein Stadtteil<ref>Räumliche Gliederung der Landeshauptstadt Stuttgart</ref> am nördlichen Rand der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Er gehört zum Stadtbezirk Zuffenhausen, ist 155,8 ha groß<ref name="kompass">@1@2Vorlage:Toter Link/www.stuttgart.deDatenkompass Stadtbezirke Stuttgart 2007/2008 – Stadtbezirksprofil 23 Zuffenhausen (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF-Datei; 1,75 MB)</ref> und liegt zwischen Zuffenhausen, Freiberg und Zazenhausen.

Geschichte

Der Stuttgarter Stadtteil Rot ist in den Nachkriegsjahren aufgesiedelt worden, um Flüchtlingen und Heimkehrern schnell und preiswert Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Diese Entstehungsgeschichte prägt den Stadtteil und die Menschen in Rot noch heute.

Die erste Bebauung des Stadtteils Rot begann 1928 im ehemaligen Muschelkalksteinbruchgelände mit dem Flurnamen Malberg. Dort wurden wegen der Wohnungsnot in der Stadt Zuffenhausen nach dem Ersten Weltkrieg vier Gebäude (Pliensäckerstraße 2 bis 8) erstellt. Bis 1935 wurden weitere feste und provisorische Gebäude errichtet, von denen drei noch vorhanden sind (Pliensäckerstraße 18 bis 22).

Von 1938 bis 1940 wurde die Rotwegsiedlung mit 101 Eigenheimen und Kindergarten östlich der Malbergsiedlung gebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren etwa 1.200 aus der Region Batschka geflüchtete oder vertriebene Donauschwaben in den geräumten Baracken des unter den Nationalsozialisten gebauten Internierungslagers „Schlotwiese“ untergebracht.<ref name=":0">Ein Leben Lang, 75 Jahre Neues Heim. In: bgnneuesheim.de. S. 4, 5, abgerufen am 27. Juli 2024.</ref><ref>Eine Nachkriegsgenossenschaft erfindet sich neu. In: IBA27.de. 12. April 2021, abgerufen am 27. Juli 2024.</ref> 1948 gründeten 79 von ihnen die Neues Heim Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft. Nachdem die Stadt Stuttgart der Genossenschaft in Rot Bauland zur Verfügung gestellt hatte sowie mit finanzieller Unterstützung der Landeskreditanstalt und der Stadt Stuttgart konnte im Dezember 1949 mit viel Eigenleistung das erste Wohngebäude im Rotweg 58 fertig gestellt und von Familien des Lagers bezogen werden. Mit der Realisierung dieses Gebäudes hatte die Baugenossenschaft die Feuertaufe bestanden und bereits nach vier Jahren erfolgte das Richtfest für die 500. Wohnung. Nach und nach zogen die meisten der Lagerbewohner von der Schlotwiese nach Rot.<ref name=":0" /> So entstand bis 1960 für 15.000 Menschen in Rot neuer Wohnraum, größtenteils in den für Rot noch heute typischen vier- bis fünfgeschossigen Wohnblocks.

Die Stadtteilbezeichnung „Rot“ wurde am 27. Juli 1961 im Gemeinderat der Stadt Stuttgart beschlossen.<ref>Bekanntmachung im Amtsblatt Nr. 39 vom 28. September 1961; Mitt. 1961 Nr. 21 S. 226</ref>

Wegen fehlender Bauplätze und kleiner Wohnungszuschnitte der Wohnblocks kam es zu einer unausgeglichenen Sozialstruktur. Rot wurde 2003 in das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die Soziale Stadt“ aufgenommen.<ref>Abgrenzungsplan Zuffenhausen 6 -Rot- (PDF – 1.949 KB)</ref>

Im Oktober 2013 wurde mit dem 3. Roter Herbstfest der Abschluss vieler erfolgreicher Projekte im Stadtteil Rot gefeiert. Weiterführende Aufgaben hat seitdem der Bürgerverein Stuttgart-Rot<ref>https://s-rot.de</ref> übernommen.

Zukunftsweisende Modernisierung

Ab 2024 sollen auf einem rund zwei Hektar großen Areal im ältesten Teil der Nachkriegssiedlung bis zu 280 neue Wohneinheiten entstehen. Die zwei Projektträgerinnen sind die zwei Baugenossenschaften Neues Heim und Baugenossenschaft Zuffenhausen. Sie wollen im Rahmen der Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA′27) ein bestehendes Nachkriegsquartier nicht nur einfach erneuern, sondern den Sozialen Wohnungsbau mit hoher architektonischer Qualität und Vielfalt, unterschiedlichen Wohnformen, Einbindung sozialer Einrichtungen und dem hohen Aufenthaltscharakter der Freiflächen sowie einem zukunftsweisenden Energie- und Mobilitätskonzept neu erfinden.<ref>IBA’27: Zwei neue Projekte aus Stuttgart und der Region. In: IBA27.de. 30. Juli 2021, abgerufen am 3. August 2024.</ref>


Infrastruktur

Im Bildungsbereich hat Rot eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, eine Realschule, das Ferdinand-Porsche-Gymnasium, eine Schule für Kinder mit Sehbehinderung sowie ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Außerdem gibt es zahlreiche Kindergärten und Tageseinrichtungen.

Für den täglichen Bedarf gibt es Supermärkte, Bäckereien, ein Blumengeschäft, einen Optiker, einen Kiosk, einen Getränkemarkt, einen Juwelier, Gaststätten und Imbisse. Im Dienstleistungsbereich finden sich Ärzte, Apotheken, Friseure, Versicherungen, Handwerker, Fahrschulen und Banken. Mit dem 2007 eröffneten Bürgerhaus steht ein Veranstaltungsraum zur Verfügung. Seit September 2014 gibt es auch einen wöchentlichen Wochenmarkt auf dem Hans-Scharoun-Platz.

Sehenswürdigkeiten

Verkehr

Durch Rot fahren die Stadtbahnlinie U7 und die Busse der Linien 52 und N4 der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein