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Raumer (Adelsgeschlecht)

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Datei:Raumer-Wappen Sm.PNG
Stammwappen derer von Raumer
Datei:Raumer erw. Wappen.jpg
Erweitertes Wappen derer von Raumer 1693
Datei:Raumer Preussen erw. W..jpg
Erweitertes Wappen derer von Raumer 1708

Raumer ist der Name eines ursprünglich aus der Oberpfalz stammenden Adelsgeschlechts.

Geschichte

Der genealogisch bestätigte gemeinsame Ahnherr aller heutigen von Raumer, Johann Raumer, († 1590), der mit Ursula Peisser aus Eger († 1617) verheiratet war, ist als einer der ersten in Eschenbach in der Oberpfalz urkundlich nachweisbar. Er war im Landgericht von Auerbach in der Oberpfalz beschäftigt und als Kapitän der Landmilizen eingesetzt. Von ihm sind eine Tochter und zwei Söhne bekannt, wobei der erste Sohn, Peter, sich in Pressath niederließ. Peter hatte wiederum einen Sohn namens Ludwig, der im Rahmen der Gegenreformation zur Rückkehr vom evangelisch-lutherischen zum katholischen Glauben gezwungen worden war und sich daraufhin für ein Leben als Dominikaner-Mönch entschied. Der zweite Sohn Johann Raumers, Friedrich († 23. März 1666), verheiratet mit Anna Höller († 23. Februar 1658), blieb als Gerber in Eschenbach, wogegen deren einziger Sohn Georg Raumer auf Grund der Wirren des Dreißigjährigen Krieges und der damit einhergehenden Zwangskonvertierung im Jahre 1630 von Bayern nach Dessau zog und es dort zum Hofprediger und Superintendenten sowie zum Konsistorialrat brachte. Mit ihm geht die bis heute bestehende Linie weiter, von der zahlreiche Mitglieder immer wieder bedeutende Positionen vor allem in der Wissenschaft, Politik und im Militärdienst innehatten. Ab dem frühen 19. Jahrhundert zog mit dem Geologen Karl Georg von Raumer ein Zweig der Familie wieder nach Bayern zurück und ließ sich im Raum Erlangen nieder, wo die Familie bis in die heutige Zeit bekannt ist.

Friedrich Amadeus Gottlieb von Raumer, Sohn des genannten Hofpredigers, wurde von Kaiser Leopold I. am 18. Januar 1693 der Reichs- und erbländisch-österreichische Adel verliehen. Dies erfolgte ebenso wenige Jahre später am 15. September 1708 durch Kaiser Joseph I. bei Raumers Neffen und zugleich Adoptivsohn Johann Georg von Raumer, der im Alter von erst fünf Jahren Vollwaise geworden war und bei seinem ledigen und kinderlosen Onkel Aufnahme gefunden hatte.

Darüber hinaus wurden einzelne Mitglieder der Familie mit hohen Auszeichnungen geehrt, unter anderem in vier Fällen mit dem Orden Pour le Mérite sowie mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland in hohen Ausführungen, aber auch als Ehrenbürger von Erlangen oder als Namensgeber von Straßen in den Städten Dessau, Erlangen, Berlin, Dinkelsbühl, Essen, Köln, und Ragow (Mittenwalde) sowie einer Schule in Dinkelsbühl.

Ein Teil des Nachlasses der Familie von Raumer ist heute als „Raumer-Archiv“ Teil des Gerlach-Archivs an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Wappen

Das Stammwappen zeigt in einem geteilten Wappenschild rechts eine goldene Sonne im blauen Feld, links eine grüne Zedernuss im goldenen Feld. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken die goldene Sonne zwischen zwei oben mit einer grünen Zedernuss besteckten blauen Büffelhörnern.

Das gemehrte Wappen von 1693 ist geviert und belegt mit rotem Herzschild, darin ein von drei (2:1) nach oben offenen silbernen Halbmonden begleiteter silberner Balken, die Felder 1 und 4 in Blau eine goldene Sonne, 2 und 3 in Gold die obere Hälfte einer natürlichen Zeder.

Das Wappen von 1708 mit dem Stammwappen als Herzschild ist geviert, 1 und 4 mit schwarzem Adler im goldenen Feld und 2 und 3 mit weißen liegenden Halbmonden und Balken im roten Feld.<ref>GHdA, Adelslexikon. Band XI, Band 122 der Gesamtreihe, Limburg (Lahn) 2000, S. 198–199. ISSN 0435-2408</ref>

Persönlichkeiten – genealogisch geordnet

Vorlage:Stammbaumliste

Literatur

Weblinks

Commons: Raumer family – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein