Hawraman
| Kulturlandschaft Hawraman/Uramanat | |
|---|---|
| UNESCO-Welterbe Datei:Welterbe.svg
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| Ein kurdisches Dorf in Hawraman (2015) | |
| Vertragsstaat(en): | Datei:Flag of Iran.svg Iran |
| Typ: | Kultur |
| Kriterien: | (iii)(v)
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| Fläche: | 106.307 ha |
| Pufferzone: | 303.623 ha |
| Referenz-Nr.: | 1647
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| UNESCO-Region: | Asien und Pazifik |
| Geschichte der Einschreibung | |
| Einschreibung: | 2021 (Sitzung 44) |
Die Kulturlandschaft Hawraman/Uramanat ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Hewraman, persisch اورامان Ōrāmān oder Owrāmān) ist eine historische Kulturlandschaft im Westen Irans, die seit 2021 zum UNESCO-Welterbe zählt.<ref name=":0">Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).</ref>
Geographie
Die Region liegt im Zentrum des Zagrosgebirges an der Westgrenze Irans in den Provinzen Kurdistan und Kermanschah. Sie umfasst zwei Hauptgebiete: das Zentral-Ost-Tal (Zhaverud und Takht) in der Provinz Kurdistan sowie das West-Tal (Lahun) in der Provinz Kermanschah.<ref name=":0" /> Das Gebiet ist geprägt durch steile Berghänge, Terrassenfelder und zahlreiche Dörfer mit charakteristischer Hangbebauung. Der höchste Gipfel ist der Kūh-e Taḵt mit 2.985 Metern.<ref></ref>
Bevölkerung und Kultur
Die Täler werden überwiegend von den Hawrami-Kurden bewohnt, einer Untergruppe der Gorani, die die gleichnamige Sprache Hawrami (ein Dialekt des Gorani) sowie Sorani sprechen. Hawraman gilt als Zentrum der Gorani-Kultur und ist ein Schnittpunkt verschiedener religiöser Traditionen, darunter die Naqschbandi-Tariqa und der Ahl-e Haqq.<ref></ref><ref>KNK supports campaign for Hawrami to be official language of education. In: ANF News. 25. Juli 2021, abgerufen am 12. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
UNESCO-Welterbe
Die Kulturlandschaft Hawraman/Uramanat wurde am 27. Juli 2021 als 26. Welterbestätte Irans in die UNESCO-Liste aufgenommen. Sie umfasst eine Fläche von rund 106.307 Hektar und eine Pufferzone von 303.623 Hektar. Die Region ist ein herausragendes Zeugnis der traditionellen agropastoralen Lebensweise der Hawrami, die sich über Jahrtausende an die raue Gebirgslandschaft angepasst haben. Charakteristisch sind die terrassierte Siedlungs- und Landwirtschaftsstruktur, saisonale Wanderungen (Transhumanz) sowie ein reiches immaterielles Kulturerbe.<ref name=":0" />
Archäologische Funde, darunter Steinwerkzeuge, Höhlen, Felsinschriften und Siedlungsreste, belegen eine kontinuierliche Besiedlung seit etwa 40.000 Jahren. Die UNESCO würdigt die Kulturlandschaft als außergewöhnliches Beispiel für die Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt sowie die Bewahrung traditioneller Lebensformen in einer herausfordernden Umgebung.<ref name=":0" />
Weblinks
Einzelnachweise
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Kulturerbe: Tschogha Zanbil (1979) | Persepolis (1979) | Meidan-e Emam, Isfahan (1979) | Tacht-i Suleiman (2003) | Pasargadae (2004) | Bam und seine Kulturlandschaft (2004) | Soltaniye (2005) | Bisotun (2006) | Armenische Klosteranlagen in Iran: Kloster Sankt Thaddäus, Kloster Sankt Stephanos und Kapelle von Dsordsor (2008) | Historisches Hydraulik-System von Schuschtar (2009) | Ensemble Scheich Safi al-din Chānegāh und Schrein in Ardabil (2010) | Historischer Basar-Komplex von Täbris (2010) | Der Persische Garten (2011) | Freitagsmoschee von Isfahan (2012) | Gonbad-e Qabus (2012) | Golestanpalast (2013) | Schahr-e Suchte (2014) | Kulturlandschaft von Maymand (2015) | Susa (2015) | Die persischen Qanate (2016) | Historische Stadt von Yazd (2017) | Archäologische Landschaft der Sassaniden in der Region Fars (2018) | Transiranische Eisenbahn (2021) | Kulturlandschaft Hawraman/Uramanat (2021) | Persische Karawanserei (2023) | Hegmateneh (2024)
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