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Magnesiumhydrogencitrat

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Strukturformel
Strukturformel von Magnesiumhydrogencitrat
Allgemeines
Name Magnesiumhydrogencitrat
Andere Namen
  • Magnesiumcitrat, dibasisch
  • Magnesiumcitrat (mehrdeutig)
  • Citronensäure-Magnesiumsalz
Summenformel C6H6MgO7
Kurzbeschreibung

weißer geruchloser Feststoff<ref name="fagron">Datenblatt Magnesiumhydrogencitrat wasserhaltig bei Fagron, abgerufen am 10. Dezember 2017.</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer (Listennummer) 604-400-1
ECHA-InfoCard 100.121.319
PubChem 91886505
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code
Eigenschaften
Molare Masse 214,4 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Löslichkeit
  • löslich in Wasser<ref name="fagron" />
  • leicht löslich in verdünnter Mineralsäure<ref name="fagron" />
  • praktisch unlöslich in Ethanol 96 %<ref name="fagron" />
  • 250 g/l in Wasser (bei 100 °C)<ref name="Roth">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check (PDF) bei Carl RothVorlage:Abrufdatum</ref>
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Datei:GHS-pictogram-exclam.svg

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Magnesiumhydrogencitrat ist ein Magnesium-Salz der Citronensäure. Es kristallisiert mit unterschiedlichen Gehalten an Kristallwasser und bildet farblose Kristalle aus.

Eigenschaften

Magnesiumhydrogencitrat-Hydrat ist ein weißer geruchloser Feststoff, der löslich in Wasser ist.<ref name="fagron" /> Magnesiumverbindungen setzen die Nerven- und Muskelerregbarkeit herab. Als unerwünschte Wirkung einer Magnesiumsubstitution kann ein weicher Stuhl oder Durchfall auftreten. Bei extremer Überdosierung kann eine Lähmung des zentralen Nervensystems (Magnesiumnarkose) eintreten – hinsichtlich der Dosierbarkeit wird medizinisch zwischen parenteraler und oraler Gabe unterschieden, letztere gilt als sicher, weil auf diesem Wege eine Steigerung der Magnesium-Serumkonzentration nur bis zu 1,1 mmol/l, bei einer dauerhaften Einnahme über mehrere Wochen, möglich ist.<ref name="DOI10.1055/s-0033-1343206">W. Vierling, D.-H. Liebscher, O. Micke, B. von Ehrlich, K. Kisters: Magnesiummangel und Magnesiumtherapie bei Herzrhythmusstörungen. In: DMW – Deutsche Medizinische Wochenschrift. 138, 2013, S. 1165, doi:10.1055/s-0033-1343206.</ref> Überschüsse bei oraler Einnahme führen zur Exkretion über die Nieren und den Darm (nicht krankhafter Durchfall).

Verwendung

Magnesiumhydrogencitrat wird in der Medizin als Laxans verwendet.<ref name="Franz v. Bruchhausen, Siegfried Ebel, Eberhard Hackenthal, Ulrike Holzgrabe">Franz v. Bruchhausen, Siegfried Ebel, Eberhard Hackenthal, Ulrike Holzgrabe: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis Folgeband 5: Stoffe L–Z. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-58388-9, S. 86 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Auch wird es bei Bedarf direkt oder in Wasser gelöst eingenommen, um den Magnesiumionengehalt im menschlichen Körper zu steigern. Präparate können rezeptfrei in der Apotheke erworben werden.

Einzelnachweise

<references/>